Ford stellt sein Pkw-Modellprogramm in Europa ganz neu auf. Für einen neuen Elektrokleinwagen hat sich der Autobauer mit dem französischen Wettbewerber Renault zusammengetan. Der Nachfolger des Fiesta nutzt die Plattform, die auch unter den Modellen Renault Twingo, Renault 4 und Renault 5 steckt. Die Kompakt-SUV-Modelle Capri und Explorer bauen auf der von VW übernommenen MEB-Plattform auf. Künftig kommt mit dem chinesischen Autobauer Geely ein weiterer Partner an Bord.
Die Kooperation mit den Chinesen startet mit einer gemeinsamen Produktion im spanischen Valencia. Nach den bisherigen Plänen sollen in Valencia zwei vollelektrische Geely-SUV, aber auch neue Ford-Modelle entstehen. Eines davon ist ein neues Mitglied der Bronco-Familie, beim zweiten Modell dürfte es sich um einen Kuga-Nachfolger handeln.
Geely-Plattform bietet diverse Antriebsoptionen
Der neue Ford-SUV soll auf der neuesten Ausbaustufe der "Global Intelligent New Energy Architecture" (GEA) aufbauen und ab 2029 in Valencia gefertigt werden, wo Ford bereits den aktuellen Kuga baut. Der neue Kuga setzt damit auf Multi-Energy-Antriebe, soll also je nach Markt und Kundennachfrage als Vollhybrid, Plug-in-Hybrid, Elektroauto oder mit Range-Extender angeboten werden können. Die GEA-Plattform, die auch die Geely-Modelle EX5 und den Plug-in-Hybrid Starray E-Mi trägt, bietet eine 400-Volt-Architektur und in der Basis Vorderradantrieb, lässt sich aber mit einem weiteren Motor an der Hinterachse zum Allradantrieb aufrüsten oder zu einem Hinterradantrieb umrüsten.
Eigenständige Optik und Abstimmung
Auch wenn sich der neue Kuga die Technik mit den Geely-Schwestermodellen teilen wird, bekommt er eine ganz eigenständige Crossover-Optik, die sich stark an den Look der hauseigenen Rallye-Boliden anlehnen soll. Auch das Fahrwerk und die Fahrdynamikregelsysteme werden von Ford für den Kuga neu abgestimmt.
Ob der Kuga-Nachfolger wieder Kuga heißt, ist noch nicht final entschieden. Tendenziell soll die Modellbezeichnung aber übernommen werden, denn der Kuga habe eine treue Anhängerschaft, zudem seien hier alle Namensrechte abgesichert.





