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Neuartige Leitplanke: Koreaner setzen auf drehbare Tonnen

Neuartige Leitplanke Koreaner setzen auf drehbare Tonnen

Aus Korea kommt eine neuartige Leitplankenkonstruktion. Drehbar gelagerte Tonnenelemente sollen Autos abfedern und in der Spur halten.

Das südkoreanische Unternehmen ETI ist spezialisiert auf Verkehrssicherungssysteme und hat ein Leitplankensystem im Programm, das Autos im Crashfall sicherer einfangen soll als herkömmliche starre Leitplanken.

Das ETI-System setzt auf massive Leitschienen oben und unten an der Leitplanke, setzt aber dazwischen drehbar gelagerte Tonnenelemente aus Kunststoff. Die senkrecht eingepassten Tonnen reihen sich unmittelbar mit einem Achsabstand von 70 Zentimeter aneinander. Die Tonnen aus gelben Kunststoff sind zudem mit reflektierenden Folien beklebt, was deren Sichtbarkeit erhöht und damit den Streckenverlauf auch bei Dunkelheit besser kennzeichnet. Je nach Platzverhältnissen gibt es die Tonnen mit einem Durchmesser von 34,5 oder 48 Zentimeter. Entsprechend stark fällt dann auch die Leitplankenkonstruktion aus. Die Höhe der Leitelemente beträgt je nach Version zwischen gut 82 und 96 Zentimeter. Damit sollen sowohl Pkw als auch Lkw sicher abgefangen werden können.

Autos werden weggedreht

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Die Anprallenergie wird in Rotationsenergie umgewandelt.

Der eigentliche Clou hinter dieser Konstruktion ist die Umwandlung von Kollisionsenergie in Rotationsenergie zur Vermeidung von Sekundärkollisionen und Abflugunfällen. Die stoßdämpfenden Trommeln sollen mit ihrer guten Flexibilität und Elastizität dem anprallenden Fahrzeug viel Energie nehmen. Durch die Drehbewegung der Trommeln wird das Unfallfahrzeug zudem von der Planke nicht zurückgeschleudert, sondern daran entlang geleitet. Mögliche Folgeunfälle sollen damit verhindert werden.

ETI verspricht zudem eine leichte und kostengünstige Reparatur, da sich alle Elemente einzeln je nach Bedarf austauschen lassen.

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Fazit

Die koreanische Tonnen-Leitplanke klingt vielversprechend, dürfte in den Kosten aber über herkömmlichen Leitplanken liegen. Allerdings ist jeder Unfalltote weniger eigentlich unbezahlbar.