Fiat bringt zwei neue kompakte SUV auf den Markt, den Grizzly und den Grizzly Fastback. Der Grizzly tritt dabei als klassischer Familien-SUV an, während der Grizzly Fastback als dynamischeres SUV-Coupé mit flacher Dachlinie an den Start geht. Erstmals öffentlich zu sehen waren die Silhouetten beider Modelle beim Stellantis Investor Day im Mai 2026 in den USA. Dort bestätigte Fiat auch offiziell den Namen Grizzly, nachdem das Projekt in den Monaten zuvor analog zum "Grande Panda" als "Giga Panda" gehandelt wurde. Zumindest bärenmäßig bleibt es also beim Namen in der Familie.
Der Grizzly ist ein Panda in XL
Optisch orientieren sich beide Modelle an der aktuellen Fiat-Designsprache, wie sie bereits beim Grande Panda zu sehen ist. Charakteristisch sind die markante Frontpartie mit breitem Kühlergrill sowie die LED-Scheinwerfer mit ihrer typischen "Klötzchen"-Lichtsignatur. Trotz dieser gemeinsamen Elemente und der identischen technischen Basis unterscheiden sich die beiden Karosserieformen deutlich voneinander. Der reguläre Grizzly soll Familien und Freizeit-Aktive mit mehr Platzbedarf ansprechen, der Coupé-artige Grizzly Fastback die dynamischer orientierte Kundschaft mit weniger Nutzwert-Bedarf.
Fiat verspricht, die kompakten Außenabmessungen (offizielle Angabe: "unter 4,5 Meter") mit einem überdurchschnittlich geräumigen Innenraum zu kombinieren. Technisch dürften beide Modelle weitgehend identisch aufgebaut sein. Sie basieren auf der konzernweiten Smart-Car-Plattform von Stellantis. Diese modulare Architektur kommt bereits bei einer ganzen Reihe von Modellen zum Einsatz, darunter der Citroën C3 Aircross, der Opel Frontera und auch der Fiat Grande Panda. Die Plattform ist von Grund auf für unterschiedliche Antriebskonzepte ausgelegt und kann sowohl konventionelle Verbrenner als auch reine Elektroantriebe aufnehmen.
Benziner und Elektroantrieb
Bei den konventionellen Antrieben wird höchstwahrscheinlich der aus zahlreichen Stellantis-Modellen bekannte Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,2 Litern Hubraum und 110 bis 145 PS zum Einsatz kommen. In Verbindung mit einem elektrifizierten Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet dieser Motor als Mildhybrid-System, bei dem ein integrierter Elektromotor den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und gleichzeitig durch Rekuperation Energie zurückgewinnt.
Darüber hinaus sind vollelektrische Varianten des Grizzly vorgesehen. Da die Smart-Car-Plattform bereits bei anderen Modellen des Konzerns mit zwei unterschiedlichen Batteriegrößen angeboten wird, ist davon auszugehen, dass auch beim Fiat Grizzly Akkus mit 43 beziehungsweise 52 Kilowattstunden (netto) verfügbar sein werden. In vergleichbaren Fahrzeugen wie dem Opel Frontera Electric oder dem Citroën ë-C3 Aircross ermöglichen diese Batterien Reichweiten zwischen rund 290 und 400 Kilometern nach WLTP-Norm. Der Elektromotor leistet in dieser Konfiguration 113 PS und treibt die Vorderräder an.
Marktstart und Preis
Konkrete technische Daten zu Kofferraumvolumen, detaillierten Ausstattungsvarianten oder exakten Leistungswerten für die verschiedenen Motorisierungen hat Fiat bislang allerdings noch nicht veröffentlicht. Beim Preis rechnen wir mit einem Einstiegs-Angebot mit dem Mildhybrid-Benziner von unter 25.000 Euro und damit einem direkten Angriff auf den erfolgreichen Dacia Bigster, der aktuell bei 23.990 Euro startet. Die Elektro-Versionen des Grizzly erwarten wir im Bereich ab 27.000 Euro mit der kleinen und rund 30.000 Euro mit der großen Batterie. Der Fastback dürfte mit dem branchenüblichen Exklusivitäts-Aufpreis für SUV-Coupé aufwarten.
Der Verkauf soll laut Fiat noch in diesem Jahr starten, die offizielle Angabe "zweite Jahreshälfte" dürfte allerdings frühestens den Herbst als Erstaufschlag bedeuten. Bis dahin wird uns Fiat sicher noch mit weiteren Info- und Bild-Häppchen zu den Neulingen in der Bärenfamilie füttern.












