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originale Monopoly-Auto-Spielfigur
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Lebensgroßes Monopoly-Auto: Mit 27 km/h über die Schlossallee

Lebensgroßes Monopoly-Auto Mit 27 km/h über die Schlossallee

Einst für einen Werbespot gebaut, kann dieses lebensgroße Monopoly-Auto wirklich fahren – aber kaum lenken. Trotzdem ist es extrem beliebt.

Monopoly gehört zu den weltweit bekanntesten Spielen – die US-Amerikanerin Elizabeth Magie hat bereits 1904 mit dem zum Patent angemeldeten Spiel "The Landlord’s Game" die Grundlagen für Monopoly gelegt. Und für Magie stand nicht der Spielspaß im Vordergrund – sie wollte auf die Gefahren von monopolistischem Landbesitz aufmerksam machen und die Geldvermehrung auf Kosten anderer anprangern. 1935 verkaufte Magie das U.S. Patent mit der Nummer 748.626 an den Spielwarenhersteller Parker Brothers, weshalb dieses Jahr als offizielles Geburtsjahr von Monopoly gilt. Allerdings musste der Spielehersteller viele weitere Miterfinder auszahlen, die Rechte an der Idee des Spiels geltend machten. Zu den Besonderheiten von Monopoly zählen die Spielfiguren.

lebensgroßes Monopoly-Auto
Lane Motor Museum
Seit 2009 gibt es das Monopoly-Auto auch als fahrbare Version in Lebensgröße.

Rennauto erst seit 1937 dabei

Die erste Version des Spiels enthielt nämlich gar keine Figuren – die Spieler sollten einfach Haushaltsgegenstände wie Knöpfe oder Fingerhüte verwenden. Schnell gab es dann aber die ersten Zink-Druckguss-Figuren Zylinder, Fingerhut, Bügeleisen, Schuh, Schlachtschiff und Kanone. Der beliebte Rennwagen kam erst 1937 hinzu. In der Geschichte des Spiels bekam das Auto mehrere kaum merkliche Facelifts, aber er ähnelt immer noch einem vereinfacht gezeichneten einsitzigen Rennwagen aus den 1930er-Jahren. Und inzwischen gibt es diesen Monopoly-Rennwagen auch in Lebensgröße und fahrbar.

originale Monopoly-Auto-Spielfigur
Suzy Hazelwood
Die echte Monopoly-Auto-Spielfigur gibt es schon seit 1937.

Für Werbespot gebaut

Das lebensechte Monopoly-Auto hat die in Los Angeles beheimatete Filmproduktions-Firma Biscuit Filmworks 2009 gebaut, um es in einem Werbesport für das US-amerikanische Telekommunikations-Unternehmen AT&T einzusetzen. Als Basis diente das Modell DS Player Elektro des weltgrößten Golfmobil-Herstellers Club Car aus Augusta im US-Bundesstaat Georgia. Die Karosserie besteht aus handgeformtem Fiberglas und für den echten Spielfiguren-Look ist das komplette Fahrzeug inklusive Sitz und Reifen mit silbergrauem Mattlack überzogen.

lebensgroßes Monopoly-Auto
Lane Motor Museum
Das zentral angeordnete Lenkrad soll sich nicht einfach bedienen lassen.

Elektrischer Hinterradantrieb

Für den Antrieb ist ein 48-Volt-System zuständig, der darin eingebundene Gleichstrommotor leistet 3,5 PS. Die Antriebsmomente gelangen an die Hinterachse. Laut Hersteller ist mit dem Monopoly-Auto eine Höchstgeschwindigkeit von zirka 27 km/h möglich. Das Fahrzeug ist mit einem Vorwärts- und einem Rückwärtsgang ausgerüstet. Die in engen Radhäusern sitzenden Vorderräder ermöglichen nur einen minimalen Lenkeinschlag, was in einem Wendekreis resultiert, der auch für eine Ozeanfähre ausreichen könnte.

lebensgroßes Monopoly-Auto
Lane Motor Museum
Das Auto gehört nach wie vor zu den beliebtesten Monopoly-Figuren, wie bei einer 2017 durchgeführten Umfrage mit 4,3 Millionen Teilnehmern herauskam.

Diskussionswürdige Fahreigenschaften

Nach dem Werbedreh bekam der Autor des Werbespots Darren Wright den Monopoly-Renner. Wright spendete das Auto dann im Dezember 2020 an das Lane Motor Museum in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee. Das Non-Profit-Museum ist auf europäische Oldtimer und Sonderfahrzeuge spezialisiert und sieht somit das Monopoly-Auto als perfekte Ergänzung für seine Sonderfahrzeug-Sammlung. Jeff Lane, Gründer und Chef des Museums, liebt das Auto als Teil der Popkultur, warnt aber nach einer Testfahrt auch ehrlich vor den Fahreigenschaften der putzigen Maschine: Man müsse sehr aufrecht in dem Auto sitzen, um überhaupt über das Armaturenbrett schauen zu können, das riesige zentrale Lenkrad ließe sich nicht gut bedienen, der Wendekreis sei schrecklich und das Fahrgefühl ganz allgemein sei sehr klobig.

Aber die Optik des Monopoly-Autos überzeugt nicht nur den Museums-Chef – Jeff Lane zeigte das Fahrzeug kürzlich auf dem Amelia Island Concours d'Elegance (Florida) und räumte damit prompt den Publikums-Preis ab. Das Monopoly-Auto ist also ein Gewinner der Herzen. Bis in der Schlossallee die Miete fällig ist – weil die da viel zu viel verlangen.

Umfrage

183 Mal abgestimmt
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Nicht so - ich will, dass das richtig gut fährt.

Fazit

Vom echten Rennauto zur stilisierten Zink-Druckguss-Spielfigur und wieder zurück zu einem (halbwegs) echten Auto: Das lebensgroße Monopoly-Auto ist eine lange Straße gefahren, ehe es 2009 das Licht der Werkstätten der Filmproduktionsfirma Biscuit Filmworks erblickte. Da es auf einem Golfmobil basiert, kann es wirklich fahren.

Aber es fährt wegen seiner nur auf optische Wirksamkeit ausgelegten Ergonomie und seines kaum vorhandenen Lenkeinschlags nicht gut, auch wenn es immerhin bis zu 27 km/h schnell ist.

Im auch auf Sonderfahrzeuge spezialisierten Lane Motor Museum ist das Monopoly-Auto gut aufgehoben. Und wenn es mal raus darf, so wie jetzt zum Amelia Island Concours d'Elegance, erobert es die Herzen deutlich schneller als nur mit 27 km/h – und fährt den Publikums-Preis ein. Das passt gut zum Spiel: 2017 ließ der Parker-Brothers-Mutterkonzern Hasbro von den Fans über neue Spielfiguren abstimmen. 4,3 Millionen Menschen aus 146 Ländern nahmen teil und hinter Hund (212.476 Stimmen), Tyrannosaurus Rex (207.854) und Hut (167.582) belegte das Auto mit 165.083 Stimmen einen sicheren vierten Platz – noch vor der Gummi-Ente (160.485 Stimmen).

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