Elektroautos nutzen PTC-Heizungen (Positive Temperature Coefficient), die durch elektrischen Widerstand Wärme erzeugen. Diese Technik ist effizient, da sie schnell Wärme liefert, jedoch auch Energie aus der Batterie zieht. Im Vergleich zu Verbrennern, die Motorabwärme nutzen, ist der Energiebedarf höher, was die Reichweite beeinflusst.
Verbrauch im Praxistest
Laut ADAC-Tests benötigt ein Renault Zoe bei -10 °C etwa 1,8 kWh, um den Innenraum auf 20 °C zu halten. Der VW ID.3 liegt mit 2,3 kWh etwas höher. Diese Werte zeigen, dass selbst bei kleinen Batterien die Heizung über viele Stunden betrieben werden kann. Ein VW ID.3 mit 45-kWh-Akku könnte beispielsweise über 20 Stunden heizen.
Wärmepumpen vs. PTC-Heizungen
Der ÖAMTC stellte fest, dass Wärmepumpen bei extrem niedrigen Temperaturen keinen klaren Vorteil gegenüber PTC-Heizungen bieten. Die Isolierung des Fahrzeugs spielt eine entscheidende Rolle, wie lange die Wärme im Innenraum gehalten wird.
Tipps für effizientes Heizen
Um Energie zu sparen, empfiehlt es sich, Sitz- und Lenkradheizungen zu nutzen, da diese weniger Energie verbrauchen als die Luftheizung. Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben, um Wärmeverluste zu minimieren. Vorkonditionierung an der Ladestation hilft, die Batterie zu schonen und die Reichweite zu maximieren.
Vorsichtsmaßnahmen im Winter
Neben technischen Aspekten sollten auch praktische Maßnahmen beachtet werden. Warme Decken, heiße Getränke und Winterhilfsmittel wie Eiskratzer und Enteiserspray gehören zur Grundausstattung. Ein vollständig geladener Akku vor längeren Fahrten ist essenziell, um unerwartete Situationen zu meistern.












