Wie hebt man sich auf einer spektakulären Tuningmesse wie dem Tokyo Auto Salon von der Konkurrenz ab? Mit einem extremen Breitbau-Bodykit? Schwierig, denn ein solches werden viele der in den Messehallen gezeigten Autos aufweisen. Zumal auch die Widebody-Könige von Liberty Walk mit ein paar ziemlich verrückten Ausstellungsstücken aufkreuzen werden. Retro-Look? Das dürfte ebenfalls kein Alleinstellungsmerkmal sein, das die Besucherinnen und Besucher an den eigenen Messestand lockt.
Früher angesagt, heute ausgestorben
Also hat sich der einheimische Tuner Result Japan ein ganz besonderes Gimmick für seine Auto-Salon-Neuheit namens Neo86 ausgedacht. Der Sportwagen auf Basis des Toyota GR86 verfügt nämlich über waschechte Klappscheinwerfer. Die längst ausgestorbenen "Schlafaugen" waren speziell in den Siebziger- und Achtzigerjahren ein besonders bei Sportwagen beliebtes Merkmal. Die Designer liebten sie, weil sich mit ihnen extrem flache und dadurch aerodynamisch vorteilhafte Frontpartien realisieren ließen. Doch irgendwann starben Klappscheinwerfer aus; aktuell ist uns kein Serienauto bekannt, dessen vordere Leuchten bei Nichtgebrauch in der Karosserie verschwinden.
Auch der in Deutschland seit Sommer 2024 nicht mehr angebotene Toyota GR86 macht im Serienzustand mit Standard-Scheinwerfern die Nacht zum Tag. Dieser Umstand war den Leuten von Result Japan offenbar ein Dorn im Auge, weshalb sie dem kleinen Coupé in einem aufwendigen Umbau Schlafaugen verpassten. Mit betont kantigen Gehäusen übrigens, in denen klassische rechteckige Halogenleuchten auf ihren Einsatz warten. Und an die sich komplett neue vordere Kotflügel sowie eine angepasste Motorhaube anschließen.
Toyota AE86 als stilistisches Vorbild
Ob die Japaner die Klappscheinwerfer eigens angefertigt haben oder die Teile von einem Autoklassiker spendiert wurden, verrät Result Japan nicht. Wer sie mit dem Original vergleicht, könnte jedoch auf die Idee kommen, dass sie direkt vom stilistischen Vorbild für den Neo86 stammen. Und das trägt verschiedene Namen: Verkauft wurde das kultige Achtzigerjahre-Coupé entweder als Toyota Corolla Levin oder Toyota Sprinter Trueno, wobei Kenner meist das Werkskürzel AE86 verwenden.
Um dessen zeitgenössisches Design zu imitieren, hat die Truppe aus der japanischen Stadt Kishiwada ein Bodykit aufgelegt, das zusätzlich die beiden eingangs erwähnten Merkmale zur Schau stellt: Breitbau und Retro-Look. Für Letzteren sorgt insbesondere die eckig modellierte Frontschürze, die jene des Vorbilds verblüffend echt nachahmt. Die markantesten Merkmale des Stoßfängers: blockige Blinker und Nebelscheinwerfer sowie eine herausgezogene Spoilerlippe.
Bodykit soll weltweit verkauft werden
Die Heckschürze setzt vor allem die beiden faustgroßen Auspuff-Endrohrblenden in Szene. Auf das Thema Breitbau zahlen die enormen Radlaufverbreiterungen vorn und hinten sowie die dazwischen platzierten Schwellerleisten ein. Dicke, ebenfalls klassisch gestaltete Achtspeichenräder, ein kantiger Heckspoiler, Heckleuchten aus dem Zubehörmarkt und die klassische Schwarz-Weiß-Lackierung runden die Umgestaltung ab.
Noch ist nicht bekannt, welchen Preis Result Japan für sein Neo86-Bodykit aufrufen wird. Erste Bestellungen will der Tuner aber auf dem Tokyo Auto Salon entgegennehmen. Einem Instagram-Post zufolge zufolge soll das Tuningpaket sogar weltweit angeboten werden. Die Tuningmesse, inzwischen eine der wichtigsten der Welt, findet in diesem Jahr übrigens vom 9. bis 11. Januar statt.







