Yenko Chevrolet Corvette C8 E-Ray: Hybrid-Corvette mit mehr Power als ein Bugatti Chiron

Yenko Chevrolet Corvette C8 E-Ray
Hybrid-Corvette mit mehr Power als ein Bugatti Chiron

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.02.2026
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In der Corvette C8 E-Ray spannt GM einen 6,2 Liter großen V8-Sauger mit einem 119 kW starken E-Motor zusammen. Während der Verbrenner ausschließlich die Hinterachse befeuert, zerrt die E-Maschine nur an der Vorderachse. Die Systemleistung liegt bei 643 PS und 778 Nm. Damit sortiert sich die E-Ray zwischen dem Basismodell Stingray und der Corvette Z06 ein.

Leistung steigt auf über 1.500 PS

US-Tuner Yenko kündigt jetzt aber für die Corvette E-Ray ein Tuningpaket an, das die ganz Hackordnung im Corvette-Programm über den Haufen wirft. Im Yenko-Trimm rückt die Corvette E-Ray ganz an die Spitze, noch vor die 1.250 PS starke Corvette ZR1X. In seiner Vorschau wirbt Yenko mit 1.564 HP, was umgerechnet auf hierzulande gebräuchliche PS einen Wert von 1.586 ergibt. Damit lässt die Yenko E-Ray nicht nur die ZR1X um fast 350 PS hinter sich, sie übertrifft auch einen Bugatti Chiron, der aus seinem acht Liter großen W16-Motor 1.500 PS presst.

V8-Antrieb wird komplett umgebaut

Um dieses Leistungsniveau zu erreichen, baut Yenko mit seinem Stage III-Kit am und im 6,2 Liter großen LT-Motor nahezu alles um. Der Kurbeltrieb wird auf eine geschmiedete Stahlwelle umgerüstet. Daran flanschen geschmiedete Spezial-Pleuel sowie ebenfalls geschmiedete Aluminiumkolben an. In den überarbeiteten Zylinderköpfen arbeitet ein modifizierter Ventiltrieb, der von einer Spezialnockenwelle angesteuert wird. Für den vermutlich größten Power-Schub sorgen aber zwei angeflanschte Abgasturbolader, die über einen Ladeluftkühler mit kühler Ansaugluft versorgt werden. Daran angepasst werden die Zündung und die Kraftstoffversorgung. Ausgelegt wird das getunte Triebwerk auf den Betrieb mit Normalbenzin (91 Oktan). Die Maximalleistung wird aber nur erreicht, wenn E85-Sprit in den acht Brennräumen verfeuert wird.

Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe standfester machen sollen neue Kupplungskörbe und eine optimierte Druckregelung. Auf der Abgasseite kann zwar die Serienanlage weiter genutzt und mit Yenko-Endrohrblenden aufgewertet werden, der Tuner empfiehlt aber mit Nachdruck eine neu entwickelte Hochleistungsauspuffanlage. Der Elektroantrieb an der Vorderachse bleibt hingegen komplett unangetastet.

Um die zu erwartenden Fahrleistungen im Zaum zu halten, verbaut Yenko nur neue Bremssättel. Das restliche Fahrwerk scheint der US-Tuner als ausreichend hochleistungstauglich einzustufen. Für die Füllung der Radhäuser hält Yenko vorn 20 und hinten 21 Zoll große Leichtmetallfelgen in verschiedenen Designs bereit. Bei der Karosserie kann der Kunde zwischen diversen Grafik-Kits wählen.

Kleine Auflage, hoher Preis

Aufgelegt werden soll die Yenko Corvette E-Ray nur in 50 Einheiten, wobei Kunden zwischen dem Coupé und dem Cabrio als Basis wählen können. Als Preis werden 139.995 Dollar (umgerechnet rund 118.000 Euro) genannt. Die Kosten beziehen sich allerdings nur auf den Umbau. Ein E-Ray-Basismodell, das in den USA ab 108.600 Dollar zu haben ist, muss der Kunde schon mitbringen. Der Gesamtpreis für eine Yenko Corvette E-Ray summiert sich also auf rund 250.000 Dollar (umgerechnet rund 211.000 Euro).

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