Ford-CEO Jim Farley hat sich mit hochrangigen Vertretern der US-Regierung getroffen, um ihnen ein mögliches Modell vorzuschlagen, bei dem chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge in den USA produzieren könnten, so die Berichterstattung von autonews.com, die sich auf anonyme Quellen stützt. Selbstverständlich innerhalb eines Joint Ventures mit den US-Autobauern. Die Kontrolle soll dabei in den Händen der USA bleiben. Diese Partnerschaft könnte ermöglichen, dass beide Parteien von den Gewinnen und Technologien der jeweils anderen profitieren.
Vertreter der Regierung äußerten allerdings Bedenken, dass der Vorschlag in Washington auf Widerstand stoßen könnte. Grund dafür seien die politischen und sicherheitsrelevanten Risiken, die eine Partnerschaft mit chinesischen Unternehmen mit sich bringen könnte. Zwar hatte Präsident Donald Trump zuvor angedeutet, dass er bereit wäre, chinesische Hersteller in den US-Markt zu lassen, wenn diese in den USA produzieren und Arbeitsplätze schaffen. Doch viele Mitglieder seines Kabinetts sind skeptisch.
Chinas Einfluss auf den US-Markt wächst
Die Diskussion über den Markteintritt chinesischer Hersteller kommt zu einer Zeit, in der China zunehmend als Konkurrent in der Automobilbranche auftritt. Besonders in Europa und Mexiko haben Unternehmen wie BYD Marktanteile erobert, indem sie günstige Elektroautos anbieten. Dank staatlicher Subventionen können diese Hersteller ihre Fahrzeuge zu niedrigeren Preisen verkaufen als westliche Hersteller.
Diese Entwicklung schürt die Besorgnis in der US-Industrie, nicht nur bei Ford. General Motors hat sich etwa klar gegen das "Eindringen chinesischer Autos auf den US-Markt" ausgesprochen. GM befürchtet den Verlust von Marktanteilen und Auswirkungen auf amerikanische Zulieferer.
Ford-CEO Farley hat mehrfach betont, dass Chinas kostengünstige und technologisch fortschrittliche Autos eine "existenziellen Bedrohung" für westliche Hersteller darstellen. Farley warnte, dass die Qualität und die Kosten der chinesischen Fahrzeuge denen der westlichen Konkurrenz weit überlegen sind.
Gleichzeitig bleibt der Konzern offen für Kooperationen mit chinesischen Unternehmen. So möchte das Unternehmen seine Batteriepartnerschaft mit BYD weiter ausbauen und prüft eine mögliche Produktionspartnerschaft in Europa mit Geely. Zudem hat Ford seine Lizenzvereinbarung mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL ausgebaut, um nicht nur Elektrofahrzeugzellen, sondern auch stationäre Energiespeicher für Versorgungsunternehmen zu produzieren. Es bleibt also nur abzuwarten, wie sich die politischen Rahmenbedingungen entwickeln.












