BMW mit nur leichtem Gewinn-Rückgang: Schaut mal VW und Mercedes, so kanns auch gehen

BMW mit nur leichtem Gewinn-Rückgang
Schaut mal VW und Mercedes, so kanns auch gehen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.03.2026
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Foto: BMW / Wittich

Der Konzernüberschuss lag mit 7,45 Milliarden Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig sank der Umsatz um 6,3 Prozent auf 133,45 Milliarden Euro. Belastungen kamen unter anderem aus schwächeren Verkäufen in China, Währungseffekten sowie zusätzlichen Zöllen im internationalen Handel.

Im Modellprogramm zeigten sich deutliche Unterschiede. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehörten die BMW 5er-Baureihe sowie der kompakte SUV BMW X2. Auch elektrische Modelle wie der BMW i5, der BMW iX1 und der BMW iX2 legten zu. Bei Mini entwickelte sich besonders der Countryman stark, während bei Rolls-Royce weiterhin der Cullinan und das vollelektrische Modell Spectre zu den gefragtesten Fahrzeugen zählten. Insgesamt konnte BMW den weltweiten Absatz weitgehend stabil halten.

Die Münchner kamen damit deutlich besser durch das schwierige Branchenumfeld als einige Wettbewerber. Während andere deutsche Hersteller stärkere Gewinneinbrüche melden mussten, blieb die Ergebnisentwicklung bei BMW vergleichsweise stabil.

Besonders deutlich ging das Ergebnis im Automobilsegment zurück. Dort sank das operative Ergebnis um mehr als 20 Prozent. Die EBIT-Marge lag mit 5,3 Prozent weiterhin innerhalb des von BMW erwarteten Zielkorridors.

Absatz weltweit weitgehend stabil

Weltweit lieferte die BMW Group 2025 insgesamt 2.463.681 Automobile aus. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Regional entwickelte sich der Absatz unterschiedlich. In China ging der Verkauf um 12,5 Prozent zurück. In Europa dagegen legte BMW um 7,3 Prozent zu, in Amerika um 5,6 Prozent.

Elektrische Modelle gewinnen an Bedeutung

Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge wuchs weiter. Insgesamt lieferte BMW 642.071 elektrifizierte Modelle aus. Dazu zählen vollelektrische Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride. Damit war etwa jedes vierte Fahrzeug elektrifiziert.

Der Absatz rein batterieelektrischer Fahrzeuge lag bei 442.059 Einheiten. Das entspricht einem Anteil von 17,9 Prozent am Gesamtabsatz. Bei Mini lag der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge sogar bei mehr als einem Drittel.

Kosten gesenkt und Investitionen reduziert

BMW reduzierte 2025 mehrere große Kostenblöcke. Besonders bei Investitionen und Forschungsausgaben sank der Aufwand deutlich.

Neue Klasse soll nächste Modellgeneration prägen

In den kommenden Jahren setzt BMW stark auf die neue Elektroplattform "Neue Klasse". Das erste Modell dieser Generation ist der vollelektrische BMW iX3. Nach Angaben des Unternehmens entfällt inzwischen etwa jedes dritte vorbestellte Elektroauto der Marke in Europa auf dieses Modell.

Als nächstes Fahrzeug soll ein neuer BMW i3 vorgestellt werden. Er gilt als elektrisches Gegenstück zum BMW 3er und soll im volumenstarken Mittelklassesegment positioniert werden. Bis 2027 plant der Konzern mehr als vierzig neue oder überarbeitete Modelle, darunter auch neue Generationen des BMW 3er und des BMW X5.

Prognose für 2026 bleibt vorsichtig

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet BMW weltweit stabile Fahrzeugauslieferungen. Gleichzeitig rechnet der Konzern mit zusätzlichen Belastungen durch Zölle, Währungseffekte, höhere Rohstoffpreise sowie schwächere Gebrauchtwagenmärkte.

Im Automobilsegment wird daher eine EBIT-Marge zwischen vier und sechs Prozent erwartet. Auch das Konzernergebnis vor Steuern dürfte im Jahr 2026 moderat sinken.

Fazit