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Dachlast beim Auto: Bußgeld und Punkte drohen!

Dachlast beim Auto Dach überladen? Bußgeld und Punkte drohen!

In der Urlaubszeit kommt das Platzangebot von Familienautos schnell an Grenzen. Dann kann eine Dachbox helfen. Aber nur, wenn man das Gewicht im Blick hat. Sonst riskiert man schnell ein Bußgeld oder gar Punkte in Flensburg.

Wie hoch das Gewicht auf dem Dach des Fahrzeugs sein darf und wie viele Kilo man nach dem Packen tatsächlich drauf hat, ist gar nicht so leicht zu ermitteln. Der Fahrzeugschein informiert nämlich lediglich über das zulässige Gesamtgewicht unter dem Buchstaben "F" und über das Leergewicht unter "G". Die Differenz ergibt das erlaubte Zuladungsgewicht. Die Dachlast ist ein Teil dieses Gewichts.

Maximale Dachlast meistens zwischen 50 und 100 Kilogramm

Das bringt dem Fahrer aber zunächst nicht viel, denn dadurch weiß er nicht, wie viel Gewicht er auf das Dach packen darf. Wer's genau wissen will, braucht die Bedienungsanleitung. Dort ist die zulässige Dachlast vermerkt. Je nach Hersteller und Größe des Fahrzeugs bewegt sich der Wert laut TÜV Süd zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Wichtig ist, dass der Fahrer sowohl das Gewicht der Dachbox und des Dachträgers als auch das Gewicht des Inhalts zusammenrechnet.

Beispiel: Wiegt die Box 15 Kilogramm und der Dachträger 5 Kilogramm, darf der Fahrer bei einer maximalen Dachlast von 100 Kilogramm nur 80 Kilogramm an Zuladung reinpacken.

Mercedes-AMG Dachbox
Daimler
Die Dachlast eines Autos liegt meistens zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Und dabei muss man natürlich das zulässige Gesamtgewicht des Autos im Blick haben. Ist das bis auf beispielsweise 30 Kilogramm ausgereizt, darf entsprechend weniger in die Ladebox, obwohl die maximale Dachlast eventuell noch gar nicht erreicht ist.

Viele Dachträger geben ein höheres Zuladungsgewicht an, als es der Autohersteller für sein Modell vorschreibt. Kommt es zu einem Schaden, beginnt die Kausalkette der möglichen Schuldermittlung aber bei der maximalen Dachlast laut Autohersteller. Somit erlischt im Schadensfall unter Umständen der Versicherungsschutz für den Fahrzeugführer.

Dachlast wirkt zu 85 Prozent auf die Hinterachse

Doch nicht nur das zulässige Gesamtgewicht ist maßgebend für das richtige Beladen. Die Achslast spielt ebenfalls eine Rolle beim erlaubten Gewicht. Wie das zulässige Gesamtgewicht findet sich die Achslast ebenfalls im Fahrzeugschein, hier unter dem Buchstaben "L". Laut ADAC wirken 85 Prozent der Dachlast auf die Hinterachse des Autos. Damit hat das Gewicht auf dem Dach sogar Einfluss auf das Fahrverhalten, weil sich dadurch der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach oben und weiter nach hinten verlagert.

Citroen Berlingo, Exterieur
Sicherheit

Maximales Be- oder gar Überladen verlängert außerdem den Bremsweg, Ausweichmanöver werden schwerfälliger und der ADAC weist darauf hin, dass das Auto trotz ESP ins Schlingern geraten kann. Es ist also sehr wichtig, wie Autofahrer das Gewicht in der Dachbox verteilen. Ungefähr die Hälfte des Gewichts sollte in die Mitte der Box. Die anderen beiden Viertel platziert man idealerweise davor oder dahinter. Damit das Gepäck nicht verrutscht, sollte der Fahrer mittels Ösen und Gurten die Ladung sichern.

Punkte in Flensburg

Wer nicht ordnungsgemäß lädt oder gar überlädt, bezahlt im Zweifel Bußgeld und muss je nach Fall mit Punkten in Flensburg rechnen. Ab einer 5-prozentigen Überladung ist ein Bußgeld fällig, das zwischen 10 Euro und 235 Euro liegt. Sind 20 Prozent Überladung erreicht, handelt sich der Fahrer zusätzlich Punkte für sein Konto in Flensburg ein.

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Fazit

Zwar sind Dachträger für Boxen oder andere Aufbauten praktisch und sinnvoll, denn schließlich braucht man nicht das ganze Jahr so viel Platz. Aber die Nutzung hält erstaunliche Tücken bereit: Der Fahrer muss sich vorher genaustens informieren, um die Dachlast nicht zu überschreiten – was gar nicht so einfach ist. Der ADAC empfiehlt sogar, das Dachgepäck zu wiegen. Das dürfte in der Praxis nicht für jeden möglich sein.

Das Gewicht sollten Autofahrer zudem richtig verteilen, damit das Fahrverhalten nicht allzu sehr leidet.