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Daimler trennt sich von Lab 1886

Daimler verkauft seine Ideenwerkstatt Lab 1886 unter neuer Flagge

Der Daimler-Konzern verkauft seine Ideenschmiede Lab 1886 an den Unternehmer und Investor Ulrich Dietz. Ein Ergebnis des rigiden Sparkurses?

Im Jahr 2007 begann der Daimler-Konzern, Ideen für innovative Geschäftskonzepte in der neu gegründeten Einheit Daimler Business Innovation zu bündeln. Später wurde daraus das Lab 1886. Die Zahl ist eine Hommage an das erste Auto überhaupt, das im Jahr 1886 von Carl Benz fertiggestellt wurde.

Car2Go entstand im Lab 1886

In Berlin und an drei weiteren Standorten arbeitet Lab 1886 als konzerninternes Start-up an Möglichkeiten, das Business für Autos und Mobilität im Allgemeinen voranzutreiben. Ein populäres Produkt, dass im Lab 1886 entstand, ist das Car Sharing Car2Go, das mittlerweile unter ShareNow mit dem entsprechenden Angebot von Konkurrent BMW fusioniert wurde.

Am 1. Dezember 2020 teilt der Autobauer mit, dass die Innovationsschmiede Lab1886 zur offenen Innovationsplattform 1886 Ventures wird. Großteile des Projektportfolios und der Ausgründungen von Lab1886 rund um die Gesamtleiterin Susanne Hahn werden an die Investmentgesellschaft RB-Capital von GFT-Gründer und Hauptaktionär Ulrich Dietz verkauft.

Daimler behält Minderheitsbeteiligung

Daimler hält als strategischer Partner eine Minderheitsbeteiligung von zehn Prozent an der daraus entstehenden 1886Ventures. Die Mehrheit von 80 Prozent übernimmt Ulrich Dietz durch seine RB-Capital GmbH. Weitere zehn Prozent hält die international agierende Software-Firma GFT Technologies SE.

Ziel des neuen Unternehmens ist es, die bereits existierenden Projekte des Lab1886 voranzutreiben sowie gemeinsam mit neuen Partnern innovative und auf Zukunftstechnologien basierende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Der Fokus liegt auf den Bereichen automatisiertes Fahren, Konnektivität, grüne Energien und digitale Geschäftsmodelle.

Fazit

Daimler hat sich einen strikten Sparkurs verordnet, dem jetzt auch das Lab 1886 zum Opfer fällt. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass für die Zeit nach dem Verkauf langfristige Verträge mit dem Autokonzern abgeschlossen werden. Das minimiert das finanzielle Risiko für den neuen Eigentümer.

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