Demo auf der Brennerautobahn am 30.5.: Das bedeutet die A13-Sperre für den Urlaub

Demo auf der Brennerautobahn am 30.5.
Das bedeutet die A13-Sperre für den Urlaub

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.04.2026
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Brenner Demo
Foto: Hans-Peter Merten und Yevhenii Dubinko via Getty Images

Nach Angaben der Behörden wird der Brennerkorridor in dieser Zeit für den Durchgangsverkehr nicht nutzbar sein. Neben der Autobahn sind auch die Brennerstraße (B182) und die Ellbögener Straße (L38) betroffen. Damit entfällt eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zwischen Deutschland und Italien vollständig.

Die Sperre gilt von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Abschnitt zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brennerpass in beide Richtungen.

Transitverkehr wird unterbunden

Die Einschränkungen betreffen nicht nur Tirol. Auch in Bayern und auf alternativen Routen wird mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet. Empfohlen wird, Fahrten durch Tirol an diesem Tag zu vermeiden und auf andere Alpenübergänge auszuweichen. Behörden und Betreiber kündigen an, den Verkehr bereits großräumig vor Tirol umzuleiten und über digitale Anzeigetafeln in mehreren Ländern auf die Sperre hinzuweisen.

Nur Fahrten mit Ziel oder Ausgangspunkt in der Region sind erlaubt. Der Transitverkehr wird konsequent unterbunden und bereits im Vorfeld an Kontrollstellen abgewiesen. Kontrollen sollen nicht nur im Wipptal selbst stattfinden, sondern auch an den Landesgrenzen, um Fahrzeuge frühzeitig zurückzuschicken.

Mehr als 32.000 Fahrzeuge betroffen

Der Autobahnbetreiber ASFINAG geht davon aus, dass im Zeitraum der Sperre mehr als 32.000 Fahrzeuge die Strecke nicht passieren können.

Die Brennerroute gehört mit rund 14 Millionen Fahrzeugen pro Jahr zu den zentralen Alpenquerungen. Entsprechend groß sind die erwarteten Auswirkungen. Nach Einschätzung der Behörden kann es bereits ab den Tagen vor dem 30.05.2026 zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen, da Reisende ausweichen oder ihre Fahrten vorziehen.

Demonstration als Auslöser

Angemeldet wurde die Versammlung von Karl Mühlsteiger. Er begründet die Aktion mit der hohen Verkehrsbelastung im Wipptal. Laut ORF solle die Kundgebung ein Signal an Politik und Öffentlichkeit senden. Die Landesregierung sperrt parallel auch das untergeordnete Straßennetz, um Ausweichverkehr zu verhindern.

Das Landesverwaltungsgericht Tirol hatte zuvor entschieden, dass ein Verbot der Demonstration nicht zulässig ist. Die Versammlungsfreiheit wiegt in diesem Fall schwerer als die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen. Auf dieser Grundlage verzichtete die zuständige Behörde auf ein erneutes Einschreiten.

Fazit