Flut, Hochwasser Getty Images

Flut-Katastrophe: So helfen Autohersteller und Zulieferer

Gratis-Leihwagen, Auto-Angebote, Reifen-Hilfe So hilft die Auto-Branche den Flut-Opfern

Nach dem Jahrhundert-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz mit vielen Toten sowie großen Zerstörungen an Häusern und Infrastruktur erreicht die Opfer eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Auch die Autoindustrie und die Zulieferer haben Hilfsaktionen auf die Beine gestellt.

BMW spendet 1,5 Millionen Euro für verschiedene Rettungsorganisationen als Soforthilfe und stellt Einsatzmittel sowie -kräfte der Werksfeuerwehren aus den Werken München, Landshut, Dingolfing, Regensburg und Leipzig zur Verfügung.

NLS 6 - Nürburgring - 11. Juli 2021
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Der Reifenhersteller Bridgestone bietet Privatpersonen und Unternehmen kostenfreie Hilfe bei einem Reifenschaden an, der im Rahmen der Hilfsaktionen zum Beispiel an Lkw oder Traktor entstanden ist. Die Betroffenen könne sich per Mail (fluthilfe.deutschland@bridgestone.eu) melden, sie erhalten nach einer Prüfung kostenlose Neureifen. Die Aktion ist auf einen Gesamtwert von 100.000 Euro begrenzt.

Nissan stellt betroffenen Kunden über seine lokalen Vertragspartner kostenlos ein Ersatzfahrzeug aus dem aktuellen Fahrzeugbestand zeitlich begrenzt zur Verfügung. Betroffene sollen sich, wenn ihr Fahrzeug flutbedingt nicht mehr fahrtauglich ist, an einen Nissan-Händler wenden, dieser übernimmt die komplette Abwicklung und die Koordination.

Auch Hyundai-Kunden, deren Fahrzeug dem Hochwasser zum Opfer gefallen ist, können sich ab sofort an ihren Hyundai-Händler wenden und ein Ersatzfahrzeug über den Partner "ViveLaCar" für bis zu drei Monate kostenfrei nutzen.

Bei Mitsubishi erhalten Flutopfer für bis zu vier Wochen (bis 31.8.2021) einen kostenlosen Ersatz- oder Leihwagen. Auch hier übernimmt der Händler die Abwicklung und Koordination. Zusätzlich bietet der Autobauer bis 30.9. Rabatte zwischen 20 und 25 Prozent beim Neuwagenkauf.

Ford hat direkt nach der Flutkatastrophe diverse Transit- und Ranger-Modelle an das Rote Kreuz übergeben und 100.000 US-Dollar gespendet. Betroffene Kunden aus dem Überflutungsgebiet können temporär rund 150 Ford-Fahrzeuge bei den Händlern erhalten, um mobil zu bleiben.

Des Weiteren stellt Ford seine Beschäftigten für zwei Tage bezahlt von ihrer eigentlichen Aufgabe frei, um im Katastrophengebiet zu helfen. Ford-Mitarbeiter, die von den Überschwemmungen direkt betroffen sind, erhalten finanzielle Unterstützung sowie bezahlte Freistellung. Außerdem können sie vergünstigte firmeneigene Gebrauchtwagen kaufen.

Menschen, deren Fahrzeug aufgrund der Flutschäden nicht mehr fahrbereit ist, können sich ab sofort beim Opel-Händler ein Auto kostenlos für bis zu drei Wochen ausleihen. Betroffene sollen sich bei der Opel Info-Hotline (Tel: 02152 915 274; seit Montag, 19. Juli, 08-17 Uhr erreichbar) oder bei einem Opel-Händler in der Region melden. Es genügt eine Bestätigung, ausgestellt von den örtlichen Hilfsdiensten wie zum Beispiel THW, Polizei, Feuerwehr oder direkt von der Gemeinde, dass das eigene Fahrzeug aufgrund von Hochwassereinfluss nicht fahrbereit ist.

Für kostenloses Internet sorgen im Schadensgebiet 12 Starlink-Satellitenschüssel (ein von Elon Musks SpaceX betriebenes Satellitennetzwerk). Die Zahl wird im Verlauf auf 35 gesteigert. Hier können sich betroffene Personen einwählen und so einen Zugang zum Internet erhalten. In folgenden Orten stehen bereits Satelittenschüsseln: Liers, Ahrbrück, Brück, Pützfeld, Kreuzberg, Rech Nord, Rech Süd, Dernau, Marienthal, Heimersheim und Heppingen. Auch das kostenlose Aufladen an Tesla-Superchargern ist in den betroffenen Gebieten möglich.

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Bei der Initiative #WirfürdieEifel haben sich Rennfahrer und Rennfahrerinnen zusammengetan und zu Spenden aufgerufen: Kreissparkasse Ahrweiler; IBAN DE18 5775 1310 0000 1000 24; SWIFT MALADE51Ahr; Verwendungszweck: "Hochwasserhilfe #WirfuerdieEifel"