Jaguar Ford Custom Peter Harris / ebay
Jaguar Ford Custom
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Jaguar Ford Custom 14 Bilder

Jaguar-Umbau aus vielen Marken

Der hässlichste E-Type der Welt trägt V8 - im Heck

Hätten Autos eine Seele, hätte dieses mehrere. Denn es vereint viele Modelle. Was es für Oldtimer-Fans bitter macht: Das Unikat war mal ein Jaguar E-Type 4.2 von 1968.

Er hört auf den Namen Peter Harris, kommt aus Carson City in Nevada, USA, und hat seit über 40 Jahren eine große Liebe: Das Umbauen von Autos. Das Problem bei der Liebe: Sie macht bekanntlich blind. Erkennbar an der von Peter Harris aktuell (erneut) aktivierte Ebay-Anzeige , die dem einen oder anderen Originalitätsfetischisten den Magen umdrehen könnte. Harris hingegen möchte sich gar nicht von dem angebotenen Unikat trennen. Doch sei es in seinem Alter nur noch schwerlich möglich ein- und wieder auszusteigen. Und außerdem habe er „zu viele Autos“, wie er schreibt.

Zum Verkauf steht laut Fahrzeug-Identifikations-Nummer (VIN) J681E34971 ein linksgelenktes Jaguar E-Type 4.2 Coupé in Bright Red aus dem Jahr 1968 (in den USA als XK-E bezeichnet). Die Motorennummer lautet 7E15283-9, die Karosserie-Nummer 4E26732 und die Getriebe-Nummer EE1861. So viel zu den Nummern, die aber in dem Fall sicher keine Matching Numbers nach klassischem Maßstab sind. Was auf den Bildern der Anzeige zu sehen ist, scheint vielmehr direkt aus Frankensteins Labor gerollt zu sein.

Neben dem ursprünglichen 2+2-Coupé von Jaguar steckt in dem Fahrzeug - nur mal von außen betrachtet - ein Cadillac von 1974, ein Chevi von 1990, eine Viper von Dodge (zumindest in puncto Farbe), ein Ford Taurus von 2004 und ein Datsun 240Z. Doch der Reihe nach.

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Peter Harris / ebay
Im Heck thront jetzt ein 5,7 Liter großer V8.

Frankensteins Auto mit 8,2 Liter großem V8

Peter Harris bekam den Basisjaguar vor über 30 Jahren von einem Freund, nachdem dieser einen Unfall damit erlebt hatte. Wenige Zeit später entfernte Harris das Dach und packte statt des legendären Reihensechsers einen 5,0 Liter großen Ford-V8 unter die Motorhaube. Schlimm, aber von außen ohne Befund. Acht Jahre lang fuhr er so mit dem noch zurückhaltend umgemodelten Jaguar durchs Land, bis das Getriebe seinen Dienst quittierte. Was dann folgte, ist der Beginn einer verwirrenden Gruselstory, deren Handlung auch einen schwer erklärlichen Schwenk zu einem Heckmotor bereithält.

Vor der Reparatur des Jaguar erinnerte sich Harris an einen umgebauten 1971er Oldsmobil 442 mit einem 7,5 Liter großen V8-Motor im Heck, der ihm unglaublich Spaß machte, und zog den havarierten Jaguar zurück in die Garage. Kurze Zeit später war das Heck des Briten durch das eines frontgetriebenen Cadillacs von 1974 ersetzt, aus dem dann ein 8,2 Liter großer V8 aus einem Cadillac Eldorado hervorstand. Das knapp 400 PS starke Ungetüm wurde Peter Harris nach zwei Jahren zu viel. Drum installierte er einen „nur“ 5,7 Liter großen Chevy-V8 von 1990.

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Peter Harris / ebay
Die Sitze stammen aus einem Datsun 240Z.

Die Frontscheinwerfer stammen aus einem Ford Taurus von 2004, die Instrumente kommen von Dolphin Gauges & Instruments und die Sitze hat er einem Datsun 240Z entnommen.

Alles aus Metall, kein Dach - aber dafür schön rot

Wichtig ist dem (Ver-) Bastler Harris, dass alle seine Umbauten in Metall und ohne Fiberglas ausgeführt sind. Beim aktuellen ebay-Auto sind selbst die extrem verbreiterten Kotflügel aus Blech.Ein abnehmbares Verdeck war laut Peter Harris zwar geplant, zu der Umsetzung ist es aber nie gekommen. Dabei wäre das eine Modifikation gewesen, für die eventuell mehr Menschen Verständnis gehabt hätten.

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Nein danke. Wenn ich auffallen möchte, kaufe ich mir ein E-Auto.

Fazit

Solange es Tüftler wie Peter Harris gibt, werden Auktionshäuser – ob online oder nicht – auch weiterhin viele unglaubliche Exoten zu versteigern haben. Und gerade, weil sich über Geschmack trefflich streiten lässt, machen sie das Stöbern in den Angeboten so unterhaltsam.

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Schick oder einfach nur peinlich – im Internet wird heiß diskutiert.

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