Wie Honda mitteilt, wird die lokale Tochtergesellschaft Honda Korea Ende 2026 den Autoverkauf in Südkorea einstellen.
Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen auf den globalen und südkoreanischen Automobilmärkten – und nach eingehender Prüfung mit dem Ziel, die Unternehmensressourcen zur Stärkung der mittel- bis langfristigen Wettbewerbsfähigkeit zu bündeln – hat Honda beschlossen, den Autoverkauf in Südkorea einzustellen, erklärt der Autobauer.
Nur Motorrad-Geschäft verbleibt
Auch nach der Einstellung des Autoverkaufs wird Honda den Kunden von Honda-Fahrzeugen auf dem südkoreanischen Markt weiterhin After-Sales-Services anbieten; dazu gehören insbesondere Fahrzeugwartung und -instandhaltung, die Ersatzteilversorgung sowie Garantieleistungen.
Damit ist Honda künftig in Südkorea nur noch mit seinem Motorrad-Geschäft vertreten, das als Kernstück der Unternehmensaktivitäten weitergeführt wird und sogar weiter ausgebaut werden soll.
Den Verkauf von Autos in Südkorea hatte Honda im Mai 2004 aufgenommen. Zuletzt bildeten die Modelle Accord und CR-V das Kernangebot. Bereits seit Mai 2002 waren die Japaner mit ihren Motorrädern auf dem südkoreanischen Markt vertreten.
Bereits im Jahr 2020 hatte sich der Wettbewerber Nissan mitsamt seiner Nobelmarke Infiniti aus Südkorea zurückgezogen.
Vom Import-Champ zum Absteiger
In den Anfangsjahren florierte das Korea-Geschäft für Honda. 2008 waren die Japaner mit rund 10.000 verkauften Autos bereits Importmarke Nummer 1, berichtet die Zeitung Business Korea. Mit einer Boykottbewegung gegen japanische Produkte, die 2019 aufkam, begann der Abstieg, der durch die COVID-19-Pandemie noch verschärft wurde. Auch die Umstellung auf einen reinen Online-Direkt-Vertrieb im Jahr 2023 konnte nichts daran ändern. Im Jahr 2025 konnten die Japaner dann nur noch 1.951 Autos absetzen.





