In den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Außenministeriums in Berlin heißt es, solche Taten seien "auch auf offiziellen Campingplätzen keine Seltenheit". Die Hinweise richten sich insbesondere an Urlauber, die mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind oder aber im Auto übernachten. Ihnen wird empfohlen, bewachte Campingplätze zu nutzen, Fahrzeuge zusätzlich zu sichern und Wertgegenstände nicht sichtbar im Fahrzeug aufzubewahren.
Die Warnung kommt nicht ohne Hintergrund. Seit Jahren werden immer wieder Einbrüche in Wohnmobile und Wohnwagen gemeldet. Auch schwedische Polizeibehörden haben in der Vergangenheit mehrfach vor entsprechenden Serien gewarnt.
Auswahl von Einbruch-Fällen der vergangenen Jahre
- 2019: Ein deutsches Ehepaar wurde während einer Übernachtung nahe Malmö bestohlen. Nach Angaben der Betroffenen verschwanden Bargeld, Ausweise, Kreditkarten und Fahrzeugpapiere.
- 2024: In Camping- und Reiseforen häuften sich Berichte über Einbrüche in Fahrzeuge im Raum Malmö und Lund.
- August 2025: Die Polizei in Westschweden warnte vor einer Serie von Einbrüchen in Wohnmobile und Wohnwagen im Raum Göteborg.
- August 2025: Schwedische Medien berichteten über rund 15 vergleichbare Taten innerhalb weniger Wochen in der Region Göteborg.
Hier ist es besonderes gefährlich
Das Auswärtige Amt nennt keine konkreten Regionen. Die bekannt gewordenen Fälle konzentrieren sich jedoch häufig auf Süd- und Westschweden. Dazu zählen die Regionen um Malmö und Göteborg sowie die E6 entlang der Westküste. Die Strecke gehört zu den wichtigsten Reiserouten für Urlauber, die mit dem Auto oder Wohnmobil nach Norwegen oder in den Norden Schwedens unterwegs sind.
Auch Bereiche in der Nähe großer Fährhäfen werden seit Jahren immer wieder im Zusammenhang mit Einbrüchen genannt. Dazu gehören insbesondere die Regionen rund um Malmö und Trelleborg, wo zahlreiche Reisende aus Deutschland, Dänemark und Polen ankommen. Zudem werden Rast- und Parkplätze entlang wichtiger Transitstrecken regelmäßig als Tatorte erwähnt. Die schwedische Polizei warnte 2025 zudem vor mehreren Einbruchsserien in den Regionen Fyrbodal und Älvsborg. Betroffen waren sowohl Campingplätze als auch Park- und Rastanlagen.
Das empfiehlt das Auswärtige Amt
Reisenden wird geraten, Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher und getrennt aufzubewahren. Außerdem empfiehlt die Behörde, möglichst bargeldlos zu bezahlen und elektronische Kopien wichtiger Unterlagen anzulegen. Wohnmobile und Wohnwagen sollten insbesondere während der Nacht zusätzlich gesichert werden.
Neben den Hinweisen für Camper verweist das Auswärtige Amt auch auf Taschendiebstähle in Innenstädten, touristischen Zentren, auf Fähren und an Flughäfen. Darüber hinaus wird auf Bandenkriminalität hingewiesen, die vor allem in größeren Städten vorkommt.
Schweden zählt zu den beliebtesten Reisezielen für Wohnmobilfahrer in Europa. Das Land verfügt über tausende Campingplätze und zahlreiche Stellplätze. Gerade während der Sommermonate reisen viele Camping-Urlauber durch das Land.





