Grund ist der Einbau des Stahlüberbaus für das zweite Teilstück der neuen Rheinbrücke. Betroffen ist vor allem der Verkehr aus Richtung Düsseldorf. Die A59 ist entsprechend zwischen dem Autobahndreieck Monheim-Süd und dem Autobahnende in Leverkusen vollständig gesperrt. Damit sind auch die Anschlussstellen in Fahrtrichtung Leverkusen in diesem Abschnitt nicht nutzbar. Gleichzeitig entfällt aus Leverkusen die Möglichkeit, auf die A59 in Richtung Düsseldorf aufzufahren.
Auch direkte Verbindungen von Leverkusen auf die A1 sind in diesem Zeitraum unterbrochen. Das betrifft sowohl die Fahrtrichtung Dortmund als auch Koblenz und Trier. Im Autobahnkreuz selbst bleiben nur die Fahrbeziehungen von der A1 auf die A59 in Richtung Düsseldorf erreichbar.
Umleitungen über A3 und A542 eingerichtet
Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Aus Richtung Düsseldorf erfolgt die Führung ab dem Autobahndreieck Monheim-Süd über die A542 und anschließend über die A3. Zielpunkt ist die Anschlussstelle Leverkusen-Zentrum.
Auch innerhalb des Stadtgebiets Leverkusen wird der Verkehr zur A3 geleitet. Fahrzeuge auf der A1 mit Ziel Leverkusen werden ebenfalls auf diese Route geführt. Die Autobahn GmbH setzt dabei auf eine Kombination aus roter und gelber Beschilderung.
- Umleitung aus Düsseldorf ab AD Monheim-Süd über A542 und A3
- Zielpunkt für alle Umleitungen ist die AS Leverkusen-Zentrum
- Innerstädtische Umleitungen führen ebenfalls zur A3
- Verbindungen von der A1 Richtung Leverkusen entfallen komplett
Brückenbau erfordert aufwendige Technik
Hintergrund der Sperrung ist das Einfahren des Stahlüberbaus für das zweite Teilbauwerk der Rheinbrücke. Der Einbau ist technisch aufwendiger als beim ersten Bauabschnitt. Laut Autobahn GmbH müssen zunächst Unebenheiten im Gelände ausgeglichen werden, um eine tragfähige Fläche zu schaffen.
Die Stahlkonstruktionen werden anschließend mit selbstfahrenden Schwerlasttransportern bewegt. Diese sogenannten SPMT transportieren die Bauteile mit hoher Präzision. Jedes Segment wiegt rund 1.200 Tonnen und wird über eine Strecke von 115 Metern bewegt. Dabei ist ein Höhenunterschied von acht Metern zu überwinden.
Die Konstruktion besteht aus zwei Hohlkästen und Querträgern. Sie bildet später die tragende Struktur der Fahrbahn.

Das Brückenteil ist bereits auf Spezialfahrzeugen „aufgebockt“. Es handelt sich dabei um mehrere selbstangetriebene, modulare Transportplattformen (die englische Abkürzung ist SPMT), die hohe Lasten flexibel bewegen können.
Weitere Arbeiten verlängern die Sperrung
Nach dem Einbau folgen zusätzliche Arbeiten, die ebenfalls eine Vollsperrung erfordern. Dazu gehören das Montieren von seitlichen Bauteilen sowie Betonarbeiten an den Fahrbahnrändern. Außerdem werden Fertigteilplatten aufgelegt.
Auch der Rückbau der eingesetzten Technik benötigt mehrere Tage. Die Sperrung umfasst daher nicht nur den eigentlichen Einbau, sondern auch die Vor- und Nachbereitung.
Rad- und Fußverkehr bleibt möglich
Während der motorisierte Verkehr vollständig gesperrt wird, bleibt die Querung für Radfahrer und Fußgänger möglich. Allerdings wird die Strecke verlegt. Die Führung erfolgt über einen provisorischen Weg entlang des Rheinufers. Dieser Weg führt durch das Baufeld und wird laut Autobahn GmbH beleuchtet. Am Ende schließt er wieder an bestehende Radwege an.
Die neue Rheinbrücke entsteht im Rahmen des Projekts A-bei-LEV. Der Abschnitt reicht von Köln-Niehl bis zum Autobahnkreuz Leverkusen-West. Die bestehende Brücke war ursprünglich für rund 40.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Mit dem Neubau reagiert die Autobahn GmbH auf deutlich höhere Verkehrsbelastungen. Die neue Konstruktion besteht aus zwei getrennten Teilbauwerken für jede Fahrtrichtung. Das erste Teilbauwerk ist seit Anfang 2024 in Betrieb.
Der zweite Brückenteil entsteht aktuell an gleicher Stelle. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Mitte 2028 vorgesehen. Danach stehen je Fahrtrichtung vier Fahrstreifen sowie zusätzliche Verflechtungsspuren zur Verfügung.





