Nachruf auf H.P. Seufert H.P. Seufert
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Nachruf auf H.P. Seufert 25 Bilder

Nachruf auf Hans Peter Seufert

Immer auf dem Sprung

auto motor und sport trauert um Hans Peter Seufert. Der leidenschaftliche Fotograf starb im Alter von 85 Jahren. Seine Bilder bleiben für immer.

HP wird nicht mehr anrufen. Er wird nicht mehr erzählen, dass er gerade das neueste Heft von auto motor und sport gelesen habe. Dass das meiste gut gewesen sei, wir sollten uns mit der nächsten Ausgabe bitte beeilen. Auch diesmal hatte er jedes Foto daraufhin inspiziert, ob es wert sei, in seinem Lieblingsheft veröffentlicht zu werden. Den Luxus der Altersmilde hat er sich nie geleistet.

Nachruf auf H.P. Seufert
H.P. Seufert
Hans Peter Seufert galt es der beste Action-Fotograf. Er beherrschte die schwierige Technik, schnell fahrende Autos vor verwischtem HIntergrund schatf abzulichten, die sogenannten "Mitzieher".

Streng war Hans Peter Seufert auch immer zu sich selbst und wurde darüber zu einem der besten und meistgedruckten Auto-Fotografen Deutschlands. Als Lehrling hatte der Schwarzwälder schon Ende der 1940er-Jahre den auto motor und sport-Jungverleger Paul Pietsch beim Bergrennen am Schauinsland abgelichtet. In den folgenden Jahren lebte er eine Doppelexistenz: Die Woche über arbeitete er in einem Industrie-Fotostudio, das Wochenende verbrachte er an Rennstrecken, vor allem am Nürburgring. Über die Jahre schleppte er die schwere Ausrüstung Tausende von Kilometern weit.

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Nachdem sein Schwiegersohn Manfred Winkelhock 1985 nach einem Unfall bei einem Sportwagen-Rennen in Kanada seinen Kopfverletzungen erlegen war, nahm Hans Peter Seufert nie wieder ein Foto an einer Rennstrecke auf.

Bei den Fahrern galt er als der beste Action-Fotograf, sie kauften ihm die Aufnahmen ab, die er von ihnen gemacht hatte. Mit seinen Hasselblad-Kameras machte er berühmte Aufnahmen – von Jochen Rindt im Cooper Maserati oder Graham Hill, der sich beim Start zum Großen Preis von Deutschland 1967 drehte. Nachdem sein Schwiegersohn Manfred Winkelhock 1985 nach einem Unfall bei einem Sportwagen-Rennen in Kanada seinen Kopfverletzungen erlegen war, nahm Hans Peter Seufert nie wieder ein Foto an einer Rennstrecke auf.

Zu diesem Zeitpunkt war er schon seit Jahrzehnten bei auto motor und sport unter Vertrag, fotografierte die Autotests so aufregend wie früher den Motorsport. Denn er beherrschte die schwierige Technik, schnell fahrende Autos vor verwischtem Hintergrund scharf abzulichten, die sogenannten „Mitzieher“. Sei schnell und gleichzeitig ruhig – das war das Geheimnis.

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Als er sich von den Rennstrecken zurückzog, fotografierte er für auto motor und sport die Autotests so aufregend wie früher den Motorsport.

Hans-Dieter, sein Sohn und Nachfolger als Fotograf bei auto motor und sport, hat dieses Talent geerbt. Die Testwagen organisiert sein Bruder Rudi, der ebenfalls seit Langem bei uns arbeitet. Gemeinsam mit ihren beiden Schwestern kümmerten sie sich intensiv um HP, nachdem seine Frau gestorben war.

Immer, wenn er in der Redaktion anrief („Hallo, hier ist HP. Darf ich kurz stören?“), stand ihr gerahmtes Foto direkt vor ihm. Keine seiner spektakulären Auto-Aufnahmen, sondern dieses schlichte Porträt war sein Lieblingsbild.

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