Ferraris neuer Luce polarisiert – und genau da setzt Sugar Chow an. Der chinesische Digital-Künstler und Automobil-Designer veröffentlicht unter SugarDesign ein Redesign, das die Optik des Elektro-Ferrari deutlich näher an das rückt, was viele Fans als "Ferrari-DNA" lesen: niedriger, gestreckter, straffer.
Chow bleibt dabei nicht beim kompletten Neuanfang. Er übernimmt zentrale Gestaltungselemente, verschiebt aber die Gewichte – und macht aus dem Luce eine Studie darüber, wie stark Proportionen den Charakter eines Autos verändern.
"Ich dachte, das wäre das Original": Fans feiern den Render
In den Kommentaren unter den Bildern läuft vor allem ein Muster heiß: Viele tun so, als wenn sie das Redesign im ersten Moment für den echten Luce halten würden – und merken angeblich erst beim zweiten Blick, dass sie auf einen Render schauen.
Ein Nutzer beschreibt den Aha-Moment so: "Ich schaute mir die Bilder an und dachte: ‚Okay, vielleicht ist der Luce gar nicht so schlimm – vielleicht waren’s nur schlechte Blickwinkel‘ … und dann habe ich kapiert: Das ist ein Render." Andere fallen deutlich knapper aus: "So viel besser." Oder gleich mit Ansage: "Genau so hätte Maranello den Luce vorstellen müssen."
Dazu kommt der Klassiker, der bei gelungenen Fan-Entwürfen fast immer fällt – diesmal ebenfalls: "@ferrari you should employ this guy." ("@Ferrari, ihr solltet diesen Typen einstellen.")
Gleiche Elemente, andere Wirkung: Der Hebel heißt Proportion
SugarDesign macht den Luce nicht "anders", sondern vor allem "stimmiger" – so lesen es jedenfalls die Fans. Die Kommentare drehen sich immer wieder um denselben Punkt: Das Original wirke zu hoch, zu schwer, zu wenig "Sportwagen". Chows Version wirkt wie "ins Fitnessstudio gegangen" – und genau diese Verschiebung trifft den Nerv der Community.
Der spannende Teil: Die Entwurfslogik ist sogar ohne Designer-Vokabular erklärbar. Gleiche Grundidee, andere Höhen, andere Überhänge, andere Dachlinie – und plötzlich wirkt das Ganze schneller, flacher, fokussierter.
Der Realitätscheck: Batterie, Sitzhöhe, Dachlinie
Zwischen den vielen Bravo-Rufen taucht aber auch ein Einwand auf, der das Thema aus der Kommentar-Ecke in Richtung Technik zieht. Ein User schreibt sinngemäß: besser, aber nicht umsetzbar – unter den Sitzen brauche es Platz fürs Batterie-Packaging, deshalb könne das Auto nicht so niedrig stehen.

Breite Schultern, kurzer Abschluss: Von hinten wirkt das Redesign deutlich satter, ohne den Luce in Krawall-Optik zu drücken.
Genau hier liegt der Knackpunkt bei vielen E-Autos: Die Batterie sitzt oft im Unterboden, die Zelle baut Höhe, die Sitzposition wandert nach oben, die Dachlinie folgt. SugarDesign zeigt die Wunschform – die Serie muss Packaging, Crash-Strukturen, Kühlung und Innenraum unter einen Hut bekommen.
Wer ist Sugar Chow?
Sugar Chow arbeitet als Digital-Künstler und Automobil-Designer und veröffentlicht seine Entwürfe unter dem Namen SugarDesign. Zuvor zeigte er unter anderem eine Kombi-Interpretation der Alfa Romeo Giulia und eine Hatchback-Idee auf Basis des Tesla Model 3. Beim Luce trifft er jetzt einen Nerv, weil er eine einfache Frage sichtbar macht: Was passiert, wenn man am gleichen Auto nur die Proportionen neu justiert?







