Neue Kennzeichen-Farbe in Frankreich: Warum ausgerechnet rosa?

Neue Kennzeichen-Farbe in Frankreich
Rosa ist besser sichtbar

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 22.01.2026
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Peugeot rosa Kennzeichen
Foto: Peugeot / Collage: Wittich

Die bisher weißen, provisorischen W- oder WW-Kennzeichen wurden zum Jahreswechsel in Frankreich durch rosafarbene Nummernschilder mit aufgedrucktem Ablaufdatum ersetzt. Ziel der Neuerung ist es, solche Fahrzeuge im Straßenverkehr leichter erkennbar zu machen und die Kontrollen zu vereinfachen.

Deutlichere Erkennung für befristete Zulassungen

Zuvor waren provisorische Kennzeichen optisch kaum von regulären Schildern zu unterscheiden. Sie trugen zwar den Zusatz "WW", hatten aber denselben weißen Hintergrund. Mit der auffälligen Farbe reagiert das Innenministerium auf wiederkehrende Probleme bei der Identifizierung von Neuwagen, Importen und Händlerfahrzeugen. Nach offiziellen Angaben betrifft die Neuerung jährlich rund 400.000 Fahrzeuge.

Die Farbe Rosa wurde gewählt, weil sie auf Straßen und Verkehrsschildern nicht vorkommt und dadurch sofort ins Auge fällt. Damit können Polizei und Behörden schneller erkennen, ob ein Fahrzeug mit zeitlich begrenzter Zulassung unterwegs ist.

Ablaufdatum direkt aufgedruckt

Neu ist auch das sichtbar aufgedruckte Ablaufdatum auf der rechten Seite der Kennzeichen. Diese Information war bisher nur in der Datenbank des Zulassungssystems hinterlegt. Durch die sichtbare Angabe wird die Kontrolle einfacher – etwa bei Straßenkontrollen oder automatischen Kamerasystemen.

Der Unterschied zwischen WW- und W-Kennzeichen liegt in ihrer Funktion und Zielgruppe. WW-Kennzeichen werden für einzelne Fahrzeuge vergeben, die sich in einem provisorischen Zulassungsverfahren befinden – etwa Neuwagen, Importfahrzeuge oder Autos, die auf ihre endgültige Zulassung warten. Sie sind vier Monate gültig und gelten als zeitlich befristete Einzelzulassung.

W-Kennzeichen hingegen – auch W-Garage genannt – sind Händler- und Werkstattkennzeichen, die nicht an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden sind. Sie dürfen von Kfz-Betrieben für Probe-, Überführungs- oder Werkstattfahrten genutzt werden und sind ein Jahr gültig, bevor sie verlängert werden müssen.

Wie machen das andere Länder?

Andere Länder nutzen ähnliche visuelle Systeme: In Deutschland tragen Kurzzeitkennzeichen einen gelben Streifen, Exportkennzeichen sind rot beschriftet.

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