Abstandsüberwachung mit Drohnen Polizeipräsidium Land Brandenburg / Polizeidirektion West
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Polizei überwacht Abstand von Lkw mit Drohnen

Polizei überwacht Abstand von Lkw mit Drohnen Erfolgreicher Einsatz in Brandenburg

Das Drohnen-Kommando der Polizei Brandenburg setzt erfolgreich die Fluggeräte ein, um die Abstände von Lkw auf Autobahnen zu überwachen.

Die Polizei in Brandenburg deckt Abstandsverstöße vermehrt mit Kamera-Drohnen auf. Das für den Betrieb der Drohnen zuständige Kommando konzentriert sich aktuell auf Abstandsverstöße durch Lkw-Fahrer auf Autobahnen. Am Mittwoch (6. Juli 2022) setzten die Beamten eine Drohne auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Wollin und Brandenburg an der Havel ein. Dabei gingen ihnen 24 Abstandssünder ins Netz.

Abstandsüberwachung mit Drohnen
Polizeipräsidium Land Brandenburg / Polizeidirektion West
Aktuell hat die Brandenburger Polizei sechs Drohnen im Einsatz.

50 Meter Mindestabstand ab 50 km/h

Lkw müssen bereits ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h zum vorausfahrenden Fahrzeug einen Mindestabstand von 50 Meter einhalten – das ist die Entfernung zwischen zwei Autobahn-Leitpfosten. Die Drohne operiert in Höhen zwischen 70 und 135 Meter und hat dabei mit ihrer Kamera geeichte Autobahn-Bodenmarkierungen im Blick. Eine Unterschreitung des Mindestabstands dokumentiert sie mit einer Videoaufnahme. Es erfolgt eine Meldung an auf der Autobahn fahrende Motorradpolizisten, die den betreffenden Lkw zu einem Kontrollposten der Sonderüberwachungsgruppe lotsen. Dort prüfen die Beamten dann zusätzlich den technischen Fahrzeugzustand, die Ladungssicherung und das Einhalten der Ruhe- und Pausenzeiten. Bei der erwähnten Kontrollaktion haben die Polizisten dabei noch eine Lenkzeit-Überschreitung, drei Geschwindigkeitsverstöße und eine abgelaufene Hauptuntersuchung aufgedeckt. Ein Fahrer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

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Lkw stellen besonders hohe Gefährdung dar

Allein für die Abstandsverstöße müssen die überführten Lkw-Fahrer mit einem Bußgeld von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Polizei Brandenburg betont, dass die Einhaltung von Mindestabständen gerade bei Lkw besonders wichtig ist. Wegen der Unterschreitung von Mindestabständen komme es immer wieder zu schweren Unfällen mit Verletzten und hohen Sachschäden. Im ersten Halbjahr 2022 hat die Polizei in Westbrandenburg bereits 32 Lkw-Abstandsunfälle registriert.

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Polizeipräsidium Land Brandenburg / Polizeidirektion West
An einem Rastplatz hat die Sonderüberwachungsgruppe der Polizei einen Kontrollposten aufgebaut.

Ausweitung auf Bundesstraßen geplant

Die Polizeidrohne kann zum einen auch nachts operieren und zum anderen die Abstände aller Verkehrsteilnehmer messen. Zwar richten die Beamten aktuell wegen der besonderen Gefährdung ihr Augenmerk auf Lkw, aber die Überwachung von Pkw und Motorrädern ist ebenfalls problemlos möglich. Außerdem ist eine Erweiterung des Einsatzgebietes auf Bundesstraßen geplant – auch hier geht es um die Abstands-Überwachung bei Lkw.

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Sicherheit

Drohne viel günstiger als Hubschrauber

Die eingesetzte Profi-Drohne hat ein Abfluggewicht von zehn Kilogramm. Auf unsere Nachfrage bestätigt die Brandenburger Polizei, dass die unbemannten Luftfahrtgeräte nicht über fließenden Verkehr fliegen – sie halten Mindestabstände ein, um im Falle eines Absturzes keine Dritten zu gefährden. Sollte es wegen eines Absturzes zu einem Haftpflichtschaden kommen, übernimmt das Land Brandenburg die Haftung. Laut einem Bericht der MOZ kostet das von der Polizei angeschaffte Modell zirka 30.000 Euro. Es soll eine Reichweite von bis zu 15 Kilometern haben und bis zu 55 Minuten in der Luft bleiben können. Strafverfolgungsbehörden, Rettungsdienste und Feuerwehren nutzen den Drohnentyp genauso wie Firmen, die Hochspannungsleitungen überwachen. Die Drohne ist schwer zu entdecken, was bei der Überwachung von Lkw-Verkehr von Vorteil ist – vor am Straßenrand positionierten Überwachungsanlagen warnen sich Lkw-Fahrer möglicherweise gegenseitig per Funk. Außerdem verursacht ein Drohneneinsatz erheblich niedrigere Kosten als ein Hubschrauberflug, der pro Flugstunde 5.000 Euro kostet. Die Brandenburger Polizei betreibt aktuell sechs Drohnen und überwacht damit auch den Verkehr auf Gewässern. Ein Einsatz für die Überwachung von Pkw oder eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung sind aktuell nicht geplant.

Umfrage

173 Mal abgestimmt
Soll die Polizei Drohnen zur Verkehrsüberwachung dauerhaft und flächendeckend einsetzen?
Ja - dann halten sich viel mehr Fahrer an die Verkehrsregeln.
Nein - soviel Überwachung passt nicht zu einem demokratischen Staat.

Fazit

Die Brandenburger Polizei setzt zur Überwachung des Verkehrs inzwischen auch Drohnen ein. Aktuell messen diese vorwiegend den Abstand von Lkw auf Autobahnen, da es dort durch Unterschreitung des für Lkw geltenden Mindestabstands immer wieder zu schweren Unfällen mit Sach- und Personenschäden kommt. Allerdings kann die Drohne auch die Abstände aller anderen Verkehrsteilnehmer messen. Eine Ausweitung des Drohnen-Einsatzgebietes auf Bundesstraßen ist bereits geplant – aber auch hier geht es aktuell ausschließlich um das Messen von Abständen zwischen Lkw. Zu den Vorteilen der Überwachung durch Drohnen gehören die im Vergleich zu einem Hubschrauber-Einsatz erheblich niedrigeren Kosten sowie die schwierige Entdeckbarkeit im Vergleich zu am Straßenrand positionierten Messsystemen.

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