Porsche AG Bilanzpressekonferenz 2020 Porsche AG
Porsche AG Bilanzpressekonferenz 2020
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Porsche Bilanz 2020

Rekordjahr 2019 hilft für die Corona-Krise

Porsche hat in der Bilanzpressekonferenz durchweg gute Zahlen verkündet. Für die aktuelle Corona-Krise sei man daher gut gerüstet, ganz ohne Bremsspuren in der Bilanz wird die Pandemie aber nicht bleiben.

Mit Zuversicht hat Porsche-Chef Oliver Blume über Ergebnisse und Aussichten für die Porsche AG berichtet. Auf der Bilanzpressekonferenz am 20.3.2020 zeigte sich der Porsche-Vorstandsvorsitzende angesichts der Corona-Krise aber nur verhalten optimistisch.

Zur guten Stimmung trägt in erster Linie das Konzernergebnis 2019 bei. Wie Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG berichtete, seien 2019 neue Spitzenwerte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn vor Steuern und Abschreibungen erzielt worden. Grund hierfür seien vor allem die erheblich gestiegenen Absatzzahlen.

Absatz- und Umsatzrekord in der Porsche-Bilanz 2020

280.800 Porsche-Pkw wurden im Jahr 2019 ausgeliefert, das bedeutet eine Steigerung um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg sogar um elf Prozent auf 28,5 Milliarden Euro. Dass Porsche das Ergebnis in Höhe von 4,4 Milliarden Euro (+3%) und die Umsatzrendite von 15,4% "vor Sondereinflüssen" hervorhebt liegt auch daran, dass diese "Sondereinflüsse" nicht unerheblich waren: Die Diesel-Affäre kostete den Konzern laut eigenen Angaben eine halbe Milliarde Euro. Entsprechend reduziert sich das Ergebnis vor Steuern auf 3,86 Milliarden Euro, die Umsatzrendite auf 13,5 Prozent.

Absatztreiber im vergangenen Jahr waren einmal mehr die SUV der Marke. Vom Cayenne setzte Porsche 92.055 Exemplare ab (+29 Prozent), vom Macan konnten 99.944 Einheiten ausgeliefert werden (+16%). Die stärkste Volumensteigerung konnte Porsche dabei nicht etwa in China, sondern auf dem europäischen Markt feiern: Sowohl in Gesamteuropa als auch auf dem deutschen Markt stiegen die Absatzzahlen um jeweils 15 Prozent. In China (Gesamtauslieferung 2019 86.752 Fahrzeuge) stieg der Absatz um acht Prozent, in den USA lag das Volumen-Wachstum ebenfalls bei acht Prozent (61.568 Einheiten).

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Ist frohen Mutes: Porsche Finanzvorstand Lutz Meschke

Zu den Aussichten im Hinblick auf das aktuelle Geschäftsjahr sagte Finanzvorstand Meschke: "Mit Maßnahmen, die zur Effizienzsteigerung beitragen, und indem wir neue profitable Geschäftsfelder erschließen, wollen wir auch in Zukunft unser strategisches Ziel einer operativen Umsatzrendite von 15 Prozent erreichen". Kurz zuvor hatte Porsche allerdings die Werke in Zuffenhausen und Leipzig wegen der Corona-Pandemie für zwei Wochen schließen müssen. "Wir werden das nicht schadlos durchrudern" so Lutz Meschke. Porsche rechnet im ersten Quartal mit rund 10 Prozent Minus im Vergleich zum Vorjahr.

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Über die Corona-Krise hinaus blickend stellte Porsche-Chef Blume jedoch auch heraus, dass die Umorientierung der Marke zu Performance-Elektrofahrzeugen große Chancen berge. Nicht nur für das Konzernergebnis, sondern auch für die Mitarbeiter. So seien alleine für den Taycan insgesamt 2.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Gleichzeitig sei durch die Umstellung des Stammwerks Zuffenhausen der Betrieb seit Beginn 2020 CO2-neutral. Blockheizkraftwerke, betrieben mit Biogas aus Reststoffen und Abfällen, erzeugten die nötige Wärme, die Stromversorgung sei auf regenerative Quellen umgestellt worden.

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Über 15.000 unterschriebene Kaufverträge für den Taycan liegen laut Porsche derzeit vor

Dass Porsche bei der Bilanzpressekonferenz 2020 zuversichtlich in die Zukunft schaut, liegt am steigenden Fahrzeugangebot. Neben dem Taycan, für den laut Bume bereits über 15.000 unterschriebene Kaufverträge vorliegen, soll der auf dem Taycan basierende Cross Turismo für weiter steigende Zahlen bürgen. Und die kommende Generation des Macan soll ebenfalls elektrisch vorfahren, Verbrenner-Motoren im Kompakt-SUV gibt es dann allerdings noch geraume Zeit in einem aufgefrischten Modell auf Basis der aktuellen Plattform. Bis 2025 will Porsche die Hälfte aller verkauften Modelle mit Elektroantrieb – Hybrid oder vollelektrisch – verkaufen.

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Fazit

Angesichts des erfolgreichsten Jahres in der Geschichte des Sportwagenbauers wäre es ein guter Grund für Porsche-Chef Blume sich zurückzulehnen und zu genießen. Aber die Corona-Krise wird 2020 ihren Tribut fordern. Blume sagte dazu: "Klar ist, dass 2020 ein sehr herausforderndes Jahr wird". Auch Porsche muss durch die Krise große Herausforderungen stemmen: "Wir fahren auf Sicht"; für eine Abschätzung aller Folgen sei es noch zu früh.

Trotzdem behält der Sportwagenbauer eine positive Grundhaltung und glaubt an die eigenen Stärken. Interne Vorbereitungen seien wichtig, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Deshalb man wolle die "positive Energie für den Neustart" beibehalten.

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