Porsche SE: VW sorgt für Milliardenverlust

Porsche SE
VW sorgt für Milliardenverlust

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.05.2026
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Foto: Nur Photo via Getty Images / Porsche; Collage: Wittich

Wie die Porsche SE mitteilt, hatte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 ein Minus von 923 Millionen Euro zu verbuchen. Ins Gewicht fällt hier eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern, den die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch über die Holding Porsche SE kontrollieren. Auf den Beteiligungsbuchwert an Volkswagen nahm die Holding eine Wertberichtigung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro vor.

Sparprogramme laufen

"Der Start ins Geschäftsjahr 2026 entspricht unseren Erwartungen. Neben einem positiven angepassten Konzernergebnis konnten wir im ersten Quartal auch gezielt Werte im Portfolio realisieren und gleichzeitig unsere Finanzierungsstruktur weiter stärken", sagt Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE. "Allerdings müssen die lange Zeit gut funktionierenden Geschäftsmodelle unserer Kernbeteiligungen grundsätzlich auf neue Marktbedingungen ausgerichtet werden. Das erfordert eine konsequente Umsetzung intelligenter Lösungen zur nachhaltigen Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität. Die Porsche SE unterstützt beide Unternehmen auf diesem Weg". Pötsch verweist damit auf die laufenden Sparprogramme bei den Kernbeteiligungen VW und Porsche.

Ein Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag noch bei 1,08 Milliarden Euro gelegen. Der um Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Konzerngewinn der Porsche SE fiel im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 382 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag mit 5,15 Milliarden Euro leicht höher als zum Jahresende 2025 mit 5,10 Milliarden Euro. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.

Fazit