Bettwanzen Getty Images

Ride-Sharing in den USA

Immer häufiger Bettwanzen in Autos

Nutzer von Mitfahrgelegenheiten klagen immer häufiger über Bettwanzen in den Autos. Allein ein Schädlingsbekämpfer in Dallas behandelt bis zu zehn Fahrzeuge pro Woche.

14 Millionen Fahrten pro Tag: Mitfahrgelegenheiten wie Uber, Taxis oder Lyft erfreuen sich nicht nur in den USA einer großen Beliebtheit. Aber offenbar nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Bettwanzen, wie jetzt ein Schädlingsbekämpfer in einem Interview mit dem lokalen Nachrichtensender WFAA erklärte. „Ich behandle fünf bis zehn Mitfahrgelegenheits-Fahrzeuge pro Woche. Entweder haben die Fahrer oder die Kunden Bettwanzen gesehen, oder sie wollen einfach auf Nummer sicher gehen“, verrät Don Brook, Eigentümer von Doffdon Pest Control in Dallas-Forth Worth. „Nach New York City und Philadelphia ist Dallas die am meisten von Bettwanzen befallene Stadt der USA“, meint Don Brook.

Die Bettwanzen kommen über den Menschen in die Fahrzeuge. Soll heißen, wenn eine Person eine Bettwanze auf ihrer Kleidung oder in ihrer Handtasche trägt, kommt sie hinein – aber natürlich auch so wieder heraus. Die Verbreitung der kleinen Insekten lässt sich demnach kaum aufhalten. „Wenn Sie sich unsicher sind, ob sie selbst Bettwanzen haben, werfen Sie ihre Kleidung 50 Minuten lang bei starker Hitze in den Trockner und duschen Sie“, rät der Amerikaner.

Anwälte kämpfen für Bettwanzen-Opfer

Don Brook bietet für rund 250 Euro das in den USA bei Häusern bekannte „Einzelten“ beziehungsweise die „Hot-Box“ an. Dabei verpacken die Schädlingsbekämpfer das zu reinigende Objekt in einem Zelt und sorgen für einen Temperaturanstieg auf 47 bis 50 Grad Celsius – die tödliche Schwelle für Insekten. In sonnigen Staaten ist dies zumindest im Sommer nicht zwingend notwendig, da an einem sonnigen Tag allein durch die Sonneneinstrahlung sogar höhere Temperaturen erzielt werden.

Dass sich aus diesem Zustand auch Kapital schlagen lässt, wissen mittlerweile auch einige Anwaltskanzleien, die sich auf das Verklagen von Uber- und Lyft-Fahrern spezialisiert haben. Dazu benötigen sie lediglich ein paar „Beweisstücke“, sprich Bettwanzen. Die Anwälte klagen dann bevorzugt auf Schadenersatz, da „psychische Narben, seelische Trauma, Angs und Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)“ bei ihren Klienten aufgetreten sind – am besten alles zusammen.

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Fazit

In den USA sind viele Rideshare-Fahrzeuge von Bettwanzen befallen. Über Deutschland gibt es aktuell noch keine aussagekräftige Statistik. Die Gefahr besteht allerdings.

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