Konkret ist das System auf die Vorgaben für Pkw statt für Nutzfahrzeuge programmiert. Dadurch erscheinen im Kombiinstrument zu hohe zulässige Geschwindigkeiten. In vielen Ländern gelten für Transporter niedrigere Limits – die Anzeige entspricht somit nicht den gesetzlichen Anforderungen. Laut Hersteller wurde diese Differenz bei der Auslegung des Systems nicht ausreichend berücksichtigt.
Welche Modelle sind betroffen?
Betroffen sind mehrere baugleiche Transporter- und Hochdachkombi-Baureihen des Konzerns:
- Fiat: Scudo, Ducato, Doblo
- Opel: Vivaro, Movano, Combo
- Peugeot: Expert, Partner, Boxer, Rifter
- Citroën: Berlingo, Spacetourer, Jumpy, Jumper
Der Bauzeitraum liegt nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts zwischen November 2023 und Juli 2025, Stellantis selbst nennt November 2023 bis April 2025. In Deutschland sind rund 52.000 Fahrzeuge betroffen.
Eine neue Software soll Abhilfe schaffen
Bei einem Werkstattbesuch wird die Software der Frontkamera sowie des Karosseriesteuergeräts aktualisiert. Der Eingriff dauert laut Hersteller etwa 25 bis 40 Minuten.
Halter betroffener Fahrzeuge werden üblicherweise per Post informiert und sollten zeitnah einen Termin beim Vertragspartner vereinbaren. Bis das Update durchgeführt ist, sollten sich die Autofahrer nicht nur auf die angezeigten Tempolimits verlassen, sondern die Beschilderung beachten, oder gegebenenfalls im Ausland vorab recherchieren, wie schnell leichte Nutzfahrzeuge fahren dürfen.





