Bisher gilt, die günstigsten Spritpreise gibt es in den Abendstunden zwischen 18 und 22 Uhr. Mit der Spritpreisbremse verschieben sich die Zeit-Slots, denn ab 12:00 Uhr mittags ist eine einmalige Preiserhöhung möglich. Viele Anbieter dürften diesen Zeitpunkt nutzen, wodurch sich ein gebündelter Anstieg ergibt. Danach sind bis zum nächsten Tag ausschließlich Preissenkungen erlaubt.
Wird ein Preis erhöht, ist eine weitere Erhöhung erst wieder am nächsten Kalendertag ab 12:00 Uhr erlaubt. Der konkrete Zeitpunkt der vorherigen Anpassung spielt dabei keine Rolle. Daraus ergibt sich ein klar strukturierter Ablauf über den Tag hinweg, der sich deutlich vom bisherigen Verlauf mit vielen Preisschwankungen unterscheidet.
06:00 – 09:00 Uhr
In den frühen Morgenstunden bewegen sich die Preise meist auf einem mittleren Niveau und können bereits leicht nachgeben. Erste Senkungen sind möglich, da Erhöhungen in diesem Zeitraum ausgeschlossen sind. Für Pendler ergibt sich hier eine solide, aber noch nicht optimale Phase zum Tanken.
09:00 – 11:45 Uhr
Im weiteren Verlauf des Vormittags verstärkt sich der Wettbewerb deutlich. Tankstellen versuchen, sich vor der erlaubten Erhöhung gegenseitig zu unterbieten. Dadurch sinken die Preise in vielen Fällen weiter. In dieser Phase stellt sich häufig das niedrigste Preisniveau des Tages ein.
12:00 – 12:30 Uhr
Mit dem Zeitpunkt um 12:00 Uhr kommt es zu einer klaren Gegenbewegung. Viele Anbieter nutzen die Möglichkeit zur einmaligen täglichen Erhöhung, was zu einem gebündelten Preisanstieg führt. In diesem kurzen Zeitfenster wird regelmäßig das höchste Niveau des Tages erreicht.
12:30 – 16:00 Uhr
Nach dem Anstieg stabilisieren sich die Preise zunächst auf einem höheren Niveau. Im weiteren Verlauf sind erste Senkungen möglich, da nur noch Anpassungen nach unten erlaubt sind. Der Wettbewerb setzt erneut ein, allerdings bleiben die Preise häufig über dem Niveau des Vormittags.
16:00 – 19:00 Uhr
Am späten Nachmittag kann sich der Trend leicht fortsetzen. Weitere Preissenkungen sind möglich, fallen jedoch meist moderater aus. Der bisher typische Effekt mit besonders günstigen Preisen am Abend verliert damit an Bedeutung.
19:00 – 22:00 Uhr
In den Abendstunden bewegen sich die Preise oft auf einem stabilen bis leicht niedrigeren Niveau. Es kann sich nochmals eine günstige Phase ergeben, allerdings ohne die frühere Verlässlichkeit eines klaren Tagestiefs.
Was noch wichtig ist
Erfolgt eine Preiserhöhung beispielsweise erst um 15:00 Uhr, gilt sie dennoch als die einzige Anpassung für diesen Tag. Am folgenden Tag darf dann bereits wieder ab 12:00 Uhr erhöht werden. Es gibt also kein individuelles Zeitfenster von 24 Stunden, sondern einen festen täglichen Startpunkt.





