Das entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber 2024 und liegt erstmals seit der Coronapandemie wieder unter der Marke von neun Millionen Fahrzeugen. Ausschlaggebend waren vor allem schwache Entwicklungen in China und Nordamerika sowie ein deutlich belastendes Schlussquartal.
China und Nordamerika drücken den Konzernabsatz
In China, lange Zeit der wichtigste Einzelmarkt des Konzerns, gingen die Auslieferungen im Gesamtjahr auf 2.693.800 Fahrzeuge zurück. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von acht Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang im vierten Quartal aus, als die Auslieferungen um 17,4 Prozent sanken. Der Konzern steht dort unter starkem Druck durch lokale Hersteller, die den Markt mit einem intensiven Preiswettbewerb und einer breiten Palette an Elektrofahrzeugen prägen.
Auch in Nordamerika entwickelte sich der Absatz rückläufig. In den USA und Kanada lieferte Volkswagen 2025 insgesamt 946.800 Fahrzeuge aus. Das waren 10,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Schlussquartal lag der Rückgang ebenfalls bei 17,4 Prozent. Als Belastungsfaktoren nennt der Konzern unter anderem neue Zölle sowie den Wegfall staatlicher Förderprogramme für Elektroautos in den USA.
Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Vertriebsressort auch auf Konzernebene verantwortet, verweist auf diese Rahmenbedingungen. Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie handelspolitische Maßnahmen und Förderkürzungen in den USA hätten das Geschäft beeinträchtigt.
Europa und Südamerika mit stabiler Entwicklung
In Europa entwickelte sich das Geschäft deutlich stabiler. In Westeuropa stiegen die Auslieferungen auf 3.381.100 Fahrzeuge, ein Plus von 3,8 Prozent. In Mittel- und Osteuropa legten die Auslieferungen um neun Prozent auf 557.900 Fahrzeuge zu. Insgesamt konnte der Konzern seine Position in Europa ausbauen, auch wenn die Zuwächse die Rückgänge in China und Nordamerika nicht vollständig ausglichen.
In Südamerika fiel das Wachstum noch deutlicher aus. Dort stiegen die Auslieferungen um 11,6 Prozent auf 663.000 Fahrzeuge. Weitere Zuwächse verzeichnete der Konzern in der Region Asien-Pazifik außerhalb Chinas sowie im Mittleren Osten und in Afrika, jeweils mit positiven Wachstumsraten im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich.
Schwaches viertes Quartal belastet die Jahresbilanz
Ein wesentlicher Faktor für das leicht negative Jahresergebnis war das vierte Quartal. Weltweit gingen die Auslieferungen zwischen Oktober und Dezember 2025 auf 2.379.800 Fahrzeuge zurück. Das entspricht einem Minus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Neben den deutlichen Rückgängen in China und Nordamerika konnten die Zuwächse in Europa den weltweiten Abwärtstrend nicht ausgleichen. In den ersten neun Monaten des Jahres hatte der Konzern noch leicht über dem Vorjahresniveau gelegen.
Elektroautos gewinnen an Bedeutung
Gegenläufig entwickelte sich der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen. Weltweit lieferte der Konzern 2025 insgesamt 983.100 Elektroautos aus. Das entspricht einem Zuwachs von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil reiner Elektrofahrzeuge an den weltweiten Auslieferungen stieg damit auf 10,9 Prozent nach 8,2 Prozent im Jahr 2024.
Besonders stark wuchs das Elektrogeschäft in Europa. Dort legten die BEV-Auslieferungen um 65,9 Prozent auf 742.800 Fahrzeuge zu. In den USA entwickelte sich der Elektroabsatz im Gesamtjahr ebenfalls positiv, trotz eines sehr schwachen Schlussquartals. In China hingegen brach der Absatz von Elektroautos deutlich ein. Dort sanken die BEV-Auslieferungen um 44,3 Prozent auf 115.500 Fahrzeuge.












