Volkswagen hat die Altersteilzeit als zentrales Instrument für den geplanten Stellenabbau bis 2030 etabliert. Rund 24.000 der insgesamt 35.000 Stellen sollen über dieses Modell abgebaut werden. Das Konzept basiert auf einem tariflich geregelten Blockmodell, das den Übergang in den Ruhestand in zwei Phasen unterteilt: eine aktive Phase, in der die Beschäftigten weiterhin arbeiten, und eine passive Phase, in der sie freigestellt sind. Diese Regelung ermöglicht es dem Konzern, den Personalabbau schrittweise und ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen.
Finanzielle Absicherung für Beschäftigte
Während der Altersteilzeit erhalten die Mitarbeiter zwischen 78 und 95 Prozent ihres bisherigen Nettoverdienstes. Volkswagen stockt zudem die Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung auf, um finanzielle Einbußen abzufedern. Dennoch müssen die Beschäftigten mit Abschlägen rechnen, insbesondere wenn sie frühzeitig in die gesetzliche Rente eintreten. Diese Abschläge werden jedoch zur Hälfte vom Unternehmen ausgeglichen, was die Attraktivität des Modells erhöht.
Erfahrungen und Akzeptanz
Erfahrungen aus früheren Jahrgängen zeigen, dass rund 70 Prozent der berechtigten Beschäftigten das Angebot zur Altersteilzeit annehmen. Besonders gefragt ist das Modell bei den Jahrgängen 1969 und 1970, die in den kommenden Jahren in die passive Phase eintreten können. Die hohe Akzeptanz unterstreicht die Bedeutung der Altersteilzeit als sozialverträgliche Lösung für den Stellenabbau.
Herausforderungen und Kritik
Trotz der Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Die Altersteilzeit ist an klare Zeitfenster gebunden, und Beschäftigte müssen sich innerhalb dieser Fristen entscheiden. Wer das Angebot nicht rechtzeitig annimmt, hat später oft keine Möglichkeit mehr, zu denselben Konditionen einzusteigen. Zudem entstehen für den Konzern hohe Kosten durch die Aufstockung der Gehälter und Rentenbeiträge, was die finanzielle Belastung erhöht.
Bedeutung für die Zukunft von Volkswagen
Die Altersteilzeit ist nicht nur ein Instrument zur Reduzierung der Belegschaft, sondern auch ein wichtiger Baustein in der Transformation des Unternehmens. Durch den sozialverträglichen Abbau von Stellen kann Volkswagen Kosten senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Dies ist besonders wichtig, da der Konzern in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen steht, darunter die Umstellung auf Elektromobilität und die Digitalisierung.












