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Newsletter vom 14. Oktober 2021 Der erste Elektro-M fährt, der VW-Chef warnt

BMW i4 M50 und KIa EV6 RWD bitten zur Probefahrt, VW-Chef Herbert Diess droht mit dem Abbau von 30.000 Stellen. Wo ist der Zusammenhang? Es geht um den Schwenk zum E-Antrieb.

Vor vier Jahren brachte Tesla mit dem Model 3 ein E-Auto, das nicht nur namenstechnisch beim BMW 3er wilderte, sondern auch in dessen Segment der sportlich-kompakten Mittelklasse-Limousinen. Als Performance-Variante verblüffte es mit spektakulären Fahrleistungen. Schon ehe BMW ein elektrisches 3er-Pendant präsentierte (i4), fragten wir uns, ob es mit dem US-Flitzer mithalten könnte. Jetzt konnten wir das viertürige Coupé BMW i4 M50 ausprobieren. Und? Das Auto fährt toll – aber ein Blick auf die Eckdaten im Vergleich mit dem Tesla Model 3 Performance macht nachdenklich: Der BMW hat zwar mehr Leistung, wiegt aber gut 400 Kilogramm mehr, beschleunigt dementsprechend schlechter und kann auch bei der Höchstgeschwindigkeit nicht mithalten. Dafür kostet er etwa 10.000 Euro mehr.

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BMW i4 M50, Exterieur
Fabian Kirchbauer
Fast 2,3 Tonnen schwer: BMW i4

Apropos Kosten: VW-Chef Herbert Diess findet, VW produziere – wieder im Vergleich mit Tesla – zu teuer. Der Konzernchef will die Standorte modernisieren, damit sie die vielen neuen E-Autos billiger produzieren können. Aber ausgerechnet mit dem Stammsitz in Wolfsburg kommt er dabei nicht voran. Darum packte er vor dem Aufsichtsrat offenbar die Job-Keule aus: Er stellte Szenarien vor, bei denen allein VW mit 30.000 Mitarbeitern weniger auskommen müsste – das wäre jede vierte Stelle bei der Kernmarke. Aktuell baut VW in Wolfsburg mit 25.000 in der Produktion Beschäftigten jährlich rund 500.000 Autos – just so viel, wie Tesla im Endausbau in Grünheide vom Band laufen lassen will – mit 10.000 Angestellten.       

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Dass die deutschen Hersteller beim Elektroantrieb nicht nur auf die US-Konkurrenz gucken müssen, ist spätestens mit dem Ioniq 5 von Hyundai klar. Schwestermarke Kia lässt aktuell mit dem technisch verwandten EV6 aufhorchen. Der machte auch mit nur einem Motor bei der ersten Probefahrt eine gute Figur, schafft mehr Reichweite als ein VW ID.4, obwohl er größer ist und lädt dank 800-Volt-Technik schneller. Immerhin ist sein Basispreis höher als der des VW, der allerdings serienmäßig allen Ernstes mit Stahlfelgen anrollt. Ausstattungsbereinigt dürfte der Abstand wohl gefährlich schrumpfen. Herbert Diess wird's mit Sorge sehen. 

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