Austausch der Akkus auch in Deutschland: Mercedes-EQA-&-EQB-Rückruf wegen Brandrisiko

Mercedes-EQA-&-EQB-Rückruf wegen Brandrisiko
Austausch der Batterien jetzt auch in Deutschland

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.02.2026
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11/2021, Mercedes EQB Elektro-SUV
Foto: Daimler AG

Mercedes hat weltweit über 33.000 Elektro-SUVs der Baureihen EQA und EQB zurückgerufen, weil ein Kurzschluss in den Hochvoltbatterien zu Fahrzeugbränden führen könnte. Das Problem betrifft Modelle, die der Hersteller zwischen 2021 und 2024 produziert hat und sowohl in den USA als auch in Europa und China im Verkauf waren.

Das ursprüngliche Problem trat in den EQA- und EQB-Modellen auf, die mit Batterien des chinesischen Zulieferers Farasis ausgestattet waren. Bei diesen Fahrzeugen kam es anscheinend durch Schwankungen im Produktionsprozess zu Kurzschlüssen in den Hochvoltbatterien. Diese Kurzschlüsse können zu einem Fahrzeugbrand führen. Obwohl Mercedes zunächst mit einem Software-Update und einer Ladebegrenzung auf 80 Prozent der maximalen Kapazität reagierte, blieb das Problem bestehen.

Rückrufmaßnahmen und Batterietausch

Auf die anhaltenden Sicherheitsbedenken hat Mercedes nun in mehreren Märkten, einschließlich der USA und China, mit dem Austausch der betroffenen Batterien reagiert. Wie MB-Passion berichtet, steht in Deutschland der Batterietausch für EQA 250+ und EQB 250+ Modelle mit einem 70,5-kWh-Akku bevor, was den betroffenen Fahrzeugen wieder die ursprünglich versprochene Reichweite und Ladeleistung zurückgeben soll.

In Deutschland hatten einige betroffene Fahrzeughalter Klage gegen Mercedes eingereicht, da sie die Softwarelösung nicht als ausreichend erachten, um das Brandrisiko endgültig zu beheben. Die Kläger argumentieren, dass ein physischer Konstruktionsfehler der Batterie weiterhin besteht und die Reichweite sowie Ladeleistung durch das Update stark beeinträchtigt wurden. Indirekt gibt Mercedes den Klägern jetzt mit dem Akkutausch recht.

Globale Dimension

Der Rückruf ist nicht auf Europa beschränkt. Auch in den USA und China läuft die Rückrufaktion. In den USA betrifft der Rückruf rund 12.000 EQB, in China 19.481 Fahrzeuge. Mercedes hat angekündigt, dass auch in China die Hochvoltbatterien getauscht werden, nachdem die Softwarelösung dort ebenfalls nicht als hinreichend angesehen wurde.

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