VW ID.4, Exterieur Ingo Barenschee
VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW ID.4 Weltpremiere 2020 38 Bilder
SUV

VW ID.4: Elektro-Antrieb, Technik, Preise, Fotos

Neuer VW ID.4 - reguläre Modellversionen Neues Basismodell mit Prämie für unter 29.000 Euro

Die Serienversion des Elektro-SUVs ist inzwischen gestartet. Nach zwei Sondermodellen zur Premiere folgen nun die anderen Varianten des VW ID.4. Wir haben alle Infos, Preise und Bilder.

Nach zahlreichen Erlkönig-Bildern und einer ersten Testfahrt im Vorserien-Fahrzeug ist nun der Vorhang gelüftet und der ID.4 enthüllt. Der Elektro-SUV folgt damit in relativ kurzem zeitlichen Abstand auf den VW ID.3 (im Test: "Fährt gut, patzt bei Verarbeitung und Elektronik"), ist für die Marke aber erheblich wichtiger als der Kompakt-Stromer. Als "erstes E-Weltauto der Marke" bezeichnet VW den ID.4 und macht mit diesem Anspruch gleich von Anfang an deutlich: Scheitern ist nicht vorgesehen, der Auftritt des Wolfsburger Elektro-SUV muss auf Anhieb sitzen.

Platz wie im Tiguan Allspace

Mit 4,58 Meter Außenlänge fährt der neue VW ID.4 recht treffsicher in die Mitte zwischen Tiguan und Tiguan Allspace, die Breite liegt (ohne Außenspiegel) bei 1.852 Millimeter und nach oben ist bei 1.612 Millimeter das Ende des Autos erreicht. Und noch ein letztes Zahlenspiel: Trotz rund 12 Zentimeter geringerer Außenlänge erreicht der ID.4 mit 2,77 Meter Radstand in diesem Punkt fast das Level des Tiguan Allspace – der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) mit kurzen Überhängen macht es möglich. Das Resultat ist viel Freiraum in Reihe zwei.

Das Design des ID.4, mit dem VW weltweit erfolgreich sein möchte, verzichtet auf futuristischen Zierrat, macht den E-SUV aber dennoch auf den ersten Blick als modernen Stromer erkennbar. Dazu trägt vor allem die glattflächige Front bei, die wie aus einem Guss wirkt, ein Kühlergrill ist schließlich überflüssig. Das Steilheck ist nicht nur aus optischen Gründen mit einem großen Dachspoiler und Querkanten gestaltet. Die Formgebung soll den Strömungsabriss und damit den Luftwiderstand des ID.4 optimieren, VW gibt einen cw-Wert von 0,28 an.

Limitierte Sondermodelle zum Start

Der Deutschland-Verkauf startete zunächst mit den beiden Editionsmodellen ID.4 1st und ID.4 1st Max, deren Produktion inzwischen ausgelaufen ist. Diese Varianten unterschieden sich in der Ausstattung, die Antriebstechnik war identisch. Zum Einsatz kam jeweils die "große" Variante mit Heckantrieb per 150 kW-Motor (permanent-erregte Synchronmaschine); batterieseitig stand eine Netto-Kapazität von 77 kWh zur Verfügung (brutto 82 kWh). Das maximale Drehmoment der E-Maschine lag bei 310 Newtonmetern. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 hakten der ID.4 1st und 1st Max in 8,5 Sekunden ab, das Maximal-Tempo war auf 160 km/h begrenzt. Die maximale Reichweite gab VW in dieser Konfiguration mit 522 km an.

VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW
Hinsichtlich der Außenlänge liegt der ID.4 recht genau zwischen Tiguan und Tiguan Allspace.

Die auf insgesamt 27.000 Exemplare "rationierten" Einführungs-Editionen ID.4 1st (49.950 Euro) und ID.4 1st Max (59.950 Euro Listenpreis) wurden innerhalb weniger Wochen unter die Leute gebracht. Speziell in den USA, wo die komplette geplante Charge von 2.000 Autos innerhalb von acht Stunden ausverkauft war. Volkswagen ist mit dem Markthochlauf des Modells insgesamt sehr zufrieden; es übertreffe die Erwartungen.

"Kleiner" Antrieb für das Pure-Basismodell

Die Antriebsvariante der 1st-Edition-Modelle steht natürlich auch für die regulären Modellversionen zur Verfügung. Die damit kombinierte Basisausstattung heißt Pro; der ID.4 kostet mit diesem Niveau mindestens 44.450 Euro. Darüber rangieren die Linien Life für 47.020 Euro und Business für 51.005 Euro. Hinzu kommen die Ausstattungs-Level Family (52.205 Euro), Tech (55.410 Euro) und das Topmodell Max, das mindestens 58.820 Euro kostet.

VW ID.4 Konfigurator 2021
VW / Patrick Lang
Vielfalt ist beim VW ID.4 Trumpf: Ab Mitte Februar können die Kunden aus neun Modellvarianten wählen.

Mitte Februar startet dann auch der Vorverkauf für die ID.4-Modelle mit dem kleineren Antrieb, dessen Motor 125 kW (170 PS) leistet und der über eine 52 kWh (netto) große Batterie verfügt. Damit soll eine WLTP-Reichweite von 348 Kilometern möglich sein. Mit dieser Kombination sind drei Modellvarianten ausgerüstet, die ab Mitte März ausgeliefert werden: Das Basismodell Pure für 38.450 Euro, der ID.4 City für 41.670 Euro und die ab 46.055 Euro erhältliche Style-Ausstattung. Alle genannten Preise sinken noch um den Umweltbonus.

3D-Lichter vorne und hinten

Beim Licht wird es gegen Aufpreis dreidimensional. Vorne bedeutet das neue, "IQ-Light" getaufte LED-Matrix-Scheinwerfer mit Dauerfernlicht, bei dem entgegenkommende und voraus fahrende Verkehrsteilnehmer ausgeblendet werden. Die 3D-Rückleuchten sollen mit ihren Einzel-Elementen besonders plastisch wirken, auch ein dynamisches Blinklicht ist verfügbar. Dazu gibt es zwei wählbare Designs für die dynamische Begrüßungsbeleuchtung, die der ID.4 beim Entriegeln und Versperren durchführt.

Der Innenraum mit dem "Open Space" genannten Grunddesign ist beim ID.4 optional mit einem extragroßen Panorama-Glasdach abgedeckt. Nachdem der Fahrwahlschalter rechts hinter dem Lenkrad sind in der freistehenden Mittelkonsole keine Bedienelemente untergebracht; stattdessen beherbergt diese viel Stauraum und zwei XL-Becherhalter. Das volldigitale Instrument wird von einem zehn oder zwölf Zoll großen Bildschirm für das Multimediasystem ergänzt.

Neues Bedienkonzept ohne mechanische Schalter

Mechanische Schalter und Taster gibt es im Cockpit des neuen VW ID.4 nicht mehr. Stattdessen wird wie auch bereits in anderen VW-Modellen voll auf berührungsempfindliche Tastflächen gesetzt. Zusätzlich kommt die Sprachsteuerung namens "Hallo ID" zum Einsatz, die Kommandos in Umgangssprache verstehen soll. Zum "ID-Light", einer Info-Lichtleiste unter der Windschutzscheibe mit Leuchteffekten etwa zum Abbiegen oder Bremsen, gesellt sich bei den teureren Modellen ein Headup-Display mit Augmented-Reality-Technik. Damit sollen die eingeblendeten Informationen zum Beispiel aus dem Navigationssystem besonders plastisch in die Umgebung eingeblendet werden.

VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW
Das Bedienkonzept folgt der neuen VW-Linie: Keine mechanischen Schalter mehr, nur noch berührungsempfindliche Schaltflächen und Sprachsteuerung.

Bei den serienmäßigen Assistenzsystemen ist eine akustische Einparkhilfe, der Spurhalte-Assistent, der Notbremsassistent und die Distanzregelung mit Verkehrszeichenerkennung (ACC Stop & Go) enthalten. Das System greift auf Navigationsdaten zurück und reduziert entsprechend vor bestimmten Fahrsituationen (Kreisverkehre, geschlossene Ortschaften) bereits im Vorfeld das Tempo. Obendrein lässt sich der Travel Assist hinzubuchen, mit dem nicht nur der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, sondern auch die Fahrspur automatisch gehalten wird.

Optional mit DCC-Fahrwerk und Progressivlenkung

Fahrdynamisch soll der VW ID.4 vom optional erhältlichen adaptiven Fahrwerk DCC mit Verstelldämpfern profitieren. Es wird über die Fahrprogrammwahl (Eco, Comfort oder individuelle Programmierung) beeinflusst und über den Fahrdynamik-Manager mit der elektronischen Quersperre XDS vernetzt. Ebenfalls auf Wunsch erhältlich ist die Progressivlenkung, bei der das Übersetzungsverhältnis je nach Tempo variiert.

Die Rekuperation des ID.4 wird über den Gangwahlschalter vorgewählt. Als Standard in der Stellung D wird die E-Maschine im Schiebebetrieb in den meisten Situationen "ausgekuppelt" und der ID.4 segelt. Die Gangstellung B für "Brake" aktiviert die forcierte Rekuperation, um entsprechend Strom in die Fahrbatterie zu speichern. Gleichstrom-Ladung an Schnellladesäulen soll mit maximal 125 kW möglich sein. Für das Laden daheim bietet VW drei verschiedene Versionen der Wallbox ID.Charger an, die jeweils mit maximal 11 kW Ladeleistung aufwarten. Die günstigste ID.Charger-Version wird bereits für 388 Euro (ohne Montage) angeboten.

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Fazit

Nach dem Debüt des ID.3, der im Test bei auto motor und sport hinsichtlich der Verarbeitungsqualität gemischte Gefühle hinterließ, kann sich der teurere ID.4 als künftiges Weltmodell keinen Patzer erlauben. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Durch den anfänglichen Verzicht auf individuelle Konfigurationen wollte VW das Produktionstempo erhöhen und das leidige Thema Lieferzeiten von E-Autos optimieren. Das scheint diesmal gelungen zu sein, denn die regulären Modellversionen stehen inzwischen in den Startlöchern.

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