Mit dem EV2 steigt Kia ins B-SUV-Segment ein, womit der Markt für Kleinwagen-SUV gemeint ist. Aufrecht stehend und rund vier Meter lang, mit markanten Frontscheinwerfern und robusten Radkästen, wirkt das kleine Elektroauto, als wenn es übersichtlich sein und innen für einen Kleinwagen viel Platz bieten könnte. Direkt zum Marktstart gibt es auch eine GT-Line-Variante. Diese zeichnet sich durch schwarze Hochglanzakzente an den Frontelementen aus. So glänzen der obere und untere Kühlergrill, die obere mittlere Stoßfängerblende und die Nebelscheinwerferabdeckungen schwarz.
Im Cockpit des EV2 bringt Kia drei Bildschirme unter: ein 12,3-Zoll-Fahrerdisplay (31 Zentimeter), ein 5,3-Zoll-Display (13 Zentimeter) für die Klimatisierung und ein 12,3-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole. Als Infotainment-System führt Kia beim EV2 ccNC Lite (ccNC: Connected Car Navigation Cockpit) ein. Die Koreaner betonen zwar, dass ccNC Lite grundsätzlich kabellos updatebar sei und die gleichen Kern-Eigenschaften und das gleiche Display-Design wie ccNC hätte, weisen dann aber auf den doch deutlich eingeschränkten Funktionsumfang der Lite-Variante hin. So sind keine drahtlosen Karten-Updates und keine Bezahlfunktion möglich und Upgrades werden voraussichtlich aufs Musikstreaming beschränkt sein. Das ccNC mit vollem Funktionsumfang kostet Aufpreis. Eine Ambiente-Beleuchtung steht ebenso in der Aufpreisliste.
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Rückbank verschiebbar
Serienmäßig ist der EV2 ein Fünfsitzer, optional bietet ihn Kia auch als Viersitzer mit um 16 Zentimeter verschiebbarer Rückbank (acht vor und acht zurück) und neigbarer Lehne an. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Fünfsitzer 362 Liter, beim Viersitzer, je nach Rückbank-Position, 321 bis 403 Liter. Das maximale Stauraumvolumen bei umgeklappter Rückbank ist noch nicht final ermittelt, Kia gibt rund 1.200 Liter an. Unter der Fronthaube gibt es noch ein 15-Liter-Staufach – im amerikanischen Sprachraum hat sich dafür der Begriff Frunk für Front Trunk eingebürgert, im britischen Sprachraum mögen die Menschen diesen Begriff nicht, da Kofferraum dort Boot heißt.
Technik aus dem Hyundai-Konzern
Technisch basiert der EV2 auf der Hyundai-Kia e-GMP-Plattform (e-GMP: Electric Global Modular Platform) mit 400-Volt-Architektur, die Kia auch für den EV3 und den EV4 nutzt. Beim EV2 stehen, unabhängig von der Ausstattungslinie, zwei Batterie-Kapazitäten zur Wahl: 42,2 kWh für eine WLTP-Reichweite in Höhe von 317 Kilometer und 61 kWh für 448 Kilometer. Mit kleinerem Akku beträgt die Leistung des EV2 108 kW (147 PS), beim größeren Akku ist sie wahrscheinlich minimal niedriger – den genauen Wert hat Kia noch nicht bekanntgegeben. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h erledigt die Variante mit kleinem Akku in 8,7 und die mit großer Batterie in 9,5 Sekunden. Beide Versionen sind maximal 161 km/h schnell.
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AC-Laden ist mit elf und 22 kW möglich, DC-Schnellladen von zehn auf 80 Prozent der Kapazität dauert bei der kleinen Batterie 29 und bei der großen zirka 30 Minuten – die genaue DC-Ladestärke gibt Kia später bekannt. Optional können Kunden durch bidirektionales Laden über V2L (Vehicle-to-Load) und V2G (Vehicle-to-Grid) externe Geräte mit Strom versorgen oder dort Energie ins Stromnetz zurückspeisen, wo die rechtlichen Rahmenbedingungen dies zulassen.
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Sicherheit und Assistenzsysteme
Zur Serienausstattung gehören Assistenzsysteme wie der HDA2 (Highway Driving Assist 2), der eine Kombination aus adaptivem Abstands-Tempomat, Spurhalte-Assistent und aktivem Spurwechsel-Assistenten ist. Außerdem sind ein Front-Kollisionswarner, ein Surround-View-System und ein Remote Smart Parking Assist Entry an Bord. Letzterer ermöglicht das Einparken des Fahrzeugs, während der Fahrer außerhalb des Autos steht – in der Klasse der Kleinwagen ist dieses Feature neu. Gegen Aufpreis gibt es ein Harman-Kardon-Audiosystem mit acht Lautsprechern.
Die Konkurrenz ist schon da
Im europäischen B-SUV-Segment warten bereits Gegner wie der Renault 4 E-Tech, der Volvo EX30 oder der Jeep Avenger Electric. Zudem könnten noch in diesem Jahr Konkurrenzmodelle wie der VW ID.2 X und der Skoda Epiq auf den Markt kommen.
Den EV2 baut Kia an seinem Standort im slowakischen Teplička nad Váhom. Im Februar 2026 beginnt die Produktion der Variante mit der kleinen Batterie, im Juni startet dann der Bau des Modells mit großer Batterie. Die ersten Modelle kommen voraussichtlich Ende März/Anfang April 2026 in den Handel, die Preise hat der Hersteller noch nicht bekanntgegeben.
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