Tesla erweitert das Angebot beim Model Y erneut – und zielt diesmal klar auf Familien. Nach dem neuen Einstiegsmodell Ende 2025 und der effizientesten Variante Anfang 2026 folgt nun eine Option, die im Alltag den Unterschied machen soll: eine dritte Sitzreihe. Eine siebensitzige Variante des Model Y gab es in Deutschland schon einmal, aber nur kurz: Sie wurde im Herbst 2024 eingeführt, verschwand mit der Einführung des Facelifts (Codename Juniper) jedoch bereits im Frühjahr 2025 wieder aus dem Angebot.
Bei Nichtgebrauch flach im Kofferraum
Nun kehrt die dritte Sitzreihe also auch beim Model Y Juniper auf Wunsch ins Heck des Elektro-SUV zurück. Die neue Siebensitzer-Konfiguration ergänzt das bekannte Raumkonzept des Model Y um zwei nach vorn gerichtete Sitze. Tesla betont dabei vor allem die Variabilität: Die Sitze lassen sich flach umklappen, wenn sie nicht gebraucht werden – das soll den Spagat zwischen Personentransport und Ladeabteil entschärfen.
Praktisch: Der Zugang nach hinten wird über Einstiegsknöpfe an den Lehnen der zweiten Reihe gelöst. Per Tastendruck gleitet die zweite Sitzreihe elektrisch nach vorn und klappt um, um den Durchstieg zu erleichtern. Gerade im Familienbetrieb, der von Kindersitzen, Taschen und spontanen Mitfahrern geprägt ist, können solche Komfortdetails oft wichtiger sein als die reine Anzahl der Sitzplätze.
Tesla nennt für den 7-Sitzer ein maximales Ladevolumen von bis zu 2.094 Litern. Auch mit aufgestellter dritter Reihe soll der Nutzwert nicht abreißen: Hinter Reihe drei stehen laut Hersteller 381 Liter zur Verfügung, hinzu kommt der Kofferraum unter der Frontklappe (Frunk) mit 116 Litern. Klappt man die dritte Reihe um, sollen satte 894 Liter verfügbar sein.
7 Sitze nur mit großem Akku und Allrad
Wichtig für Interessenten: Die Siebensitzer-Option ist nicht frei über die gesamte Baureihe verfügbar. Tesla koppelt sie vorerst ausschließlich an die Konfiguration "Premium Maximale Reichweite" mit Allradantrieb. Damit ergibt sich ein Basispreis von 55.490 Euro, wovon 2.500 Euro auf die dritte Sitzreihe entfallen. Dafür gibt es 600 Kilometer WLTP-Reichweite. Die neuen derzeit mit bis zu 3.000 Euro Nachlass angebotenen Basisvarianten "Hinterradantrieb" (ab 39.990 Euro) und "Maximale Reichweite Hinterradantrieb" (ab 49.990 Euro) lassen sich vorerst leider nicht mit dem Siebensitzer-Innenraum kombinieren.
Doch auch mit dieser Modellpolitik ist der Tesla im Konkurrenzumfeld rein preislich betrachtet ein überlegenswertes Angebot. Andere Elektro-SUV-Modelle mit sieben Sitzen sind in der Regel teurer. Der neue Mercedes GLB ist als Siebensitzer im günstigsten Fall ab 57.339 Euro erhältlich, der Kia EV9 kostet mindestens 63.190 Euro und BYD verlangt für den Tang laut Liste 75.000 Euro (bietet sein SUV-Flaggschiff derzeit aber stark rabattiert an). Der Peugeot E-5008 ist dagegen serienmäßig mit einer dritten Sitzreihe ausgerüstet und ab 51.150 Euro zu haben.
Schwacher Model-Y-Absatz hält an
Die neue Siebensitzer-Option ist Teslas nächster Versuch, den Absatz des Model Y in Deutschland und Europa anzukurbeln. Hierzulande musste der Elektro-SUV in dieser Hinsicht zuletzt massiv Federn lassen. Tesla hat laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr gerade einmal 12.303 Exemplare des Model Y abgesetzt; im Jahr zuvor waren es noch 29.896 Einheiten. Da auch der Start ins Neuzulassungsjahr 2026 mit nur 1.119 verkauften Model Y bescheiden verlief, ruhen nun die Hoffnungen auf der Version mit der dritten Sitzreihe.







