Mit der Elektrolimousine SU7 ist der chinesische Elektronikspezialist Xiaomi erst 2024 in den Automobilmarkt eingetreten – und das ziemlich erfolgreich. Um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und das Erstlingswerk weiter zu verbessern, verpasst Xiaomi dem SU7 zum Modelljahr 2026 umfangreiche Updates.
Auch wenn die Modellpflege offiziell zwar bereits angekündigt, aber noch nicht im Detail ausgerollt wurde, sind in China bereits erste Informationen zum Update durchgesickert. Und das hat es durchaus in sich. Für mehr Sicherheit sorgt eine umfassend verstärkte Karosseriestruktur. Die Basisausstattung legt von sieben auf neun Airbags zu.
Mehr Spannung, Ladeleistung und Reichweite
Um die Leistungsfähigkeit des SU7 noch weiter zu erhöhen, wird die Elektro-Plattform der Grundversionen von 400- auf 800-Volt-Technologie umgestellt. Die Max-Variante legt von 750 auf fast 900 Volt zu. Damit soll die Ladeleistung deutlich steigen (kolportiert wird 5C-Niveau, die Ladeleistung liegt beim Fünffachen der Akkukapazität). Die Ladung von zehn auf 80 Prozent soll in 11 Minuten möglich sein. Der Ladestopp für 525 Kilometer Reichweite dauert damit kaum länger als ein konventioneller Tankstopp. Ebenfalls überarbeitet wird das Batteriesystem. In der zweiten Generation der Qilin-Batterie soll die Energiedichte von 152 Wh/kg auf 189 Wh/kg steigen. Das Standardmodell gewinnt so rund 20 Kilometer an Reichweite (jetzt max. 720 km), die Pro-Variante 72 Kilometer (jetzt max. 902 km) und das Max-Modell 35 Kilometer (jetzt max. 835 km). Alle Angaben entsprechen dabei dem chinesischen CLTC-Standard. Batteriegrößen nennt Xiaomi allerdings nicht.
Ein Upgrade gibt es auch für die Motorleistungen. Bei den Standard- und Pro-Modellen mit Hinterradantrieb legen die E-Maschinen von 220 kW (299 PS) auf 235 kW (320 PS) zu. In der Max-Variante klettert die Leistung von 495 kW (673 PS) auf 507 kW (690 PS).
Mehr Serienausstattung
Zur erweiterten Serienausstattung sollen jetzt immer ein Lidar-System, das Fahrassistenzpaket HAD sowie eine deutlich erhöhte Rechenleistung des Bordsystems (700 TOPS) gehören. Breitere Hinterreifen (265er statt 245er) sollen das Gripniveau erhöhen, verstärkte Bremsen die Stopp-Power verbessern. Alle Varianten profitieren zudem von der Zwei-Kammer-Luftfederung mit variablen Dämpfern, die bislang dem Top-Modell Max vorbehalten war. Eine Notstromversorgung sichert jetzt die Entriegelung der Türen auch nach einem Crash.
Optisch bleibt der SU7 dagegen nahezu unangetastet. Feinschliff an der Karosserie soll den cW-Wert auf 0,21 verbessern. Die Scheinwerfer erhalten ein neu strukturiertes Innenleben. Zudem wird der Farbfächer um die Farboptionen "Interstellar Blue" und "Obsidian Black" erweitert und das Design der Leichtmetallfelgen modifiziert.
Marktstart und Preise
In China greifen die Änderungen für Bestellungen ab dem 10. Januar 2026. Der offizielle Marktstart des überarbeiteten Xiaomi SU7 ist für April 2026 angekündigt. Das umfangreiche Upgrade wirkt sich auch auf die Preise aus. In China startet das 2026er-Modell des SU7 ab umgerechnet rund 28.200 Euro, das Top-Modell ist ab rund 40.000 Euro zu haben. Der Aufschlag zum Vorgänger liegt so bei 1.200 bis 1.700 Euro. Aus europäischer Sicht bleibt der SU7 dennoch ausgesprochen günstig.
In der Fotoshow zeigen wird noch den alten Xiaomi SU7 vor der Modellpflege.







