Xpeng P7+: Über 5 Meter lang, turboschnelles Laden, 7-Jahres-Garantie

Neuer Xpeng P7+ für Europa
5-Meter-Elektro-Luxus mit 7-Jahres-Garantie

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.01.2026
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Xpeng entwickelt zusammen mit Volkswagen in China neue Elektromodelle für China – z.B. den ID.Unyx 08. Speziell bei der im Reich der Mitte so wichtigen Software und Elektronik soll das junge chinesische Unternehmen (gegründet 2014) der kriselnden deutschen Marke helfen. Seit Mai 2024 bieten die Chinesen ihre eigenen Modelle auch in Deutschland an, in München gibt es eine Xpeng-Niederlassung.

Xpeng P7+ höher und länger als P7

Und der neue P7+ kommt sogar aus Europa zu uns. Magna Steyr baut die 5,07 Meter lange Schräghecklimousine im österreichischen Graz – als drittes Modell nach dem SUV-Coupé Xpeng G6 und dem großen SUV G9.

Etwas verwirrend: Einen Xpeng P7 (ohne +) gibt es schon länger, ursprünglich war er rund 20 Zentimeter kürzer. Inzwischen gibt es in China auch einen neuen P7, der nur mehr gut 5 Zentimeter kürzer ist. Aber auch demgegenüber ist der P7+ satte 8 Zentimeter höher (1,51 Meter). Zusammen mit drei Meter Radstand sorgt das für ein üppiges Platzangebot, vor allem im Fond.

Dahinter wartet ein 573 Liter großer Kofferraum auf Gepäck. Er lässt sich durch Umklappen der Rücksitze auf 1.931 Liter vergrößern. Auf der sich so ergebenden Laderaumlänge von 2,10 Meter schafft dann buchstäblich Platz zum Liegen wächst dabei auf 2,10 Meter. Die Reiseklappe dürfte die Beladung einfach machen – wer’s übertreibt, muss beim Schließen achtgeben, denn wegen der stark fallenden Hecklinie ist die Höhe des Gepäckraums überschaubar.

Durchschnittliche Akkugröße, turboschnelles Laden

Schnell laden können soll auch die Batterie: Dank 800-Volt-Plattform und einer Ladeleistung von bis zu 446 kW wird aus einem Akku mit 10 Prozent Füllstand in bestenfalls zwölf Minuten einer mit 80 Prozent SoC. Den klassischen Ladehub von 20 auf 80 Prozent schafft der P7+ an der entsprechenden Ladesäule binnen neun Minuten. Weil die LFP-Akkus allerdings nicht sonderlich viel Kapazität haben (61,7 kWh und 74,9 kWh), bleiben dem P7+ Rekordwerte beim Nachladen von Reichweiten-Kilometern verwehrt.

Dafür soll die windschnittige Form (cW-Wert 0,211) das große E-Auto sparsam machen (15,2-17,4 kWh/100 km). Es ist in zwei Leistungsstufen mit Heckantrieb und in einer dritten mit zwei Motoren sowie Allradantrieb zu haben. Letztere soll in 4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten.

KI-Chips für gute autonome Fahrfähigkeiten

Xpeng hat eine neue Elektronikarchitektur mit eigenen, so genannten Turing-AI-Chips entwickelt. Sie sollen dem Xpeng P7+ eine KI-Rechenleistung von bis zu 750 Teraoperationen pro Sekunde (TOPS) erlauben. Die leistungsstarken Prozessoren und insgesamt 25 rund um das Fahrzeug verteilte Sensoren, Radaren und Kameras sollen für "eine verbesserte Wahrnehmung und eine schnellere Datenverarbeitung von Gefahren und Hindernissen" sorgen. Der P7+ soll etwa den reibungslosen Spurwechsel, sicheres Cruisen und müheloses Einparken besonders gut beherrschen.

Den Fahrer unterstützen 14 Assistenzsysteme – vom Notbrems-, Totwinkel- und Spurwechselassistenten bis zur Verkehrszeichenerkennung. Der Parkassistent lässt sich über die Smartphone-App steuern und manövriert den P7+ in Parkplätze vertikal und parallel zur Fahrbahn. Over-the-Air-Updates (OTA) sollen die Software kontinuierlich verbessern.

Innen viele Displays und vernetzt

Im Interieur sehen sich die Insassen mit bis zu fünf Displays konfrontiert, die Infos liefern und zur Bedienung dienen. Zur 8,8-Zoll-Instrumentenanzeige hinter dem Lenkrad kommt ein 15,6 Zoll großer zentraler Touchscreen, der auch eine intelligente Navigation samt Ladeplanung beim bevorzugten Ladeanbieter ermöglichen soll. Apple CarPlay und Android Auto integrieren das Smartphone, das induktiv lädt; eine integrierte Belüftung verhindert Überhitzung. Neu bei XPENG ist ein Head-up-Display, ein digitaler Rückspiegel soll die uneingeschränkte Sicht auf den rückwärtigen Verkehr erlauben, selbst wenn der Mittelplatz im Fond belegt ist.

Ab der Version RWD Long Range gibt’s für die zweite Sitzreihe einen zentralen Acht-Zoll-Bildschirm. Ein Soundsystem mit insgesamt 20 Lautsprecher, darunter einen im Fahrersitz, ist Serie. Navigation, Anrufe und Musik gibt Xpeng über separate Audiozonen wieder.

Besondere Mühe wollen sich die Chinesen bei der Schall- und Geräuschdämmung gegeben haben: Der P7+ verfügt laut Xpeng "über bis zu 62 gezielte Geräuschreduzierungspunkte, 26 Hohlraumbarrieren und 36 schallabsorbierende Elemente". Sieben Airbags sollen für Sicherheit sorgen.

Marktstart und Preise des Xpeng P7+

Der Xpeng P7+ ist mit seinem Debüt in Brüssel im Januar bestellbar, die Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge soll im April 2026 beginnen. Die Preise beginnen bei 46.600 Euro. Die Ausstattung ist da schon üppig: Soundsystem, Assistenzsysteme, Zweizonen-Klimatisierung, ein Luftreinigungssystem namens Xfree Breath mit Partikelfilter und eine Wärmepumpe sind immer Serie.

Ab der Version Long Range kommen 20- statt 19-Leichtmetallfelgen und Nappa- statt Kunstledersitze zum Einsatz, außerdem gibt's die Sitzheizung, -belüftung und Massage-Funktion für den Fond dazu.

Extras für alle Modellvarianten sind eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung (Aufpreis: 1.190 Euro) und die Metallic-Lackierungen Graphite Grey, Midnight Black und Silver Frost (800 Euro).

Fazit