Audi-S5-Sportback-Fahrbericht Lena Willgalis / Audi
Audi-S5-Sportback-Fahrbericht
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Audi-S5-Sportback-Fahrbericht 27 Bilder

Neuer Audi S5 Sportback (2016) im Fahrbericht

4-türiges Coupé mit 3,0-V6-Turbo und Heckklappe

Wer den Vorgänger kennt und den neuen A4 schon gefahren ist, weiß ziemlich genau, was ihm mit der zweiten Generation des A5 Sportback erwartet: Ästhetik statt maximales Ladevolumen. Unterwegs im Topmodell S5 mit 354 PS.

Genau 2.300 Euro über der A4 Limousine, und immer noch 450 Euro teurer als der Avant: Für Nutzwert-Optimierer und Preislisten-Vergleicher gibt es sicher bessere Modelle als den Sportback. Der viertürige A5 will anderen Käufern gefallen, solchen, denen schon der Vorgänger als schönstes Modell im Sortiment galt oder solchen, die auf den letzten Liter Ladekapazität verzichten können.

Audi S5 Sportback mit elektrisch betriebener Heckklappe

Dabei ist der neue Sportback alles andere als unpraktisch: Sein Kofferraum schluckt bei umgeklappter Rückbank zwar 210 Liter weniger als das Kombiheck des Avant, als Fünfsitzer schrumpfen die Unterschiede jedoch auf vernachlässigbare 25 Liter. Die riesige Heckklappe erlaubt müheloses Beladen, serienmäßig öffnet und schließt sie elektrisch. Die dreigeteilte Rückbank sorgt für Flexibilität, wird nur das schmale Mittelstück umgeklappt, ergibt sich ein viersitziger Reisewagen mit großer Durchlade für Ski, Snowboard & Co. Da der Radstand bis auf ein paar Millimeter dem der A4 Limousine entspricht, freuen sich Hinterbänkler über ausreichende, wenn auch nicht üppige Beinfreiheit.

Audi S5 A5 Sportback SPERRFRIST
Neuauflage des Fünftürers
43 Sek.
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Ausgezeichneter Seitenhalt durch die aufpreispflichtigen S-Sportsitze.

Audi A5 Sportback (2016) – Kopffreiheit hinten nach wie vor grenzwertig

Aber es ergeben sich auch Nachteile aus dem Coupé-Dach, das zu Lasten der Kopffreiheit geht. Mitfahrer über 1,80 Meter stoßen entweder an den Dachhimmel oder sie kauern etwas tiefer auf der ansonsten bequemen Rückbank – auf langen Strecken nicht ideal. Ebenfalls nicht ganz perfekt: Die rahmenlosen Scheiben der hinteren Türen verschwinden gerade mal zur Hälfte in den Türen, zudem schwenkt beim Öffnen der Heckklappe nur ein Teil der Hutablage mit nach oben. Um sperriges Transportgut einzuladen, muss die andere Hälfte per Hand abgeclipst und verstaut werden. Wer den Vorgänger kennt und den neuen A4 schon gefahren ist, weiß ansonsten ziemlich genau, was ihm im Sportback erwartet. Aber kann man einem Auto vorwerfen, keine Überraschungen zu bieten? Mit seinen Baureihenbrüdern teilt sich der A5 die hochwertige Verarbeitung, sehr bequeme Sitze sowie jede Menge Infotainment- und Assistenz-Optionen bis hin zu einem der modernsten Abstandstempomaten am Markt, der im Stau Gas, Bremse und Lenkung übernimmt.

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Dank intuitiver Menüführung und ergonomisch angeordneten Bedienelementen ist die Bedienung während der Fahrt ohne größere Probleme möglich.

Audi S5 Sportback (2016) – V6-Turbo mit tollem Klang

Wir greifen aber lieber selbst zum Steuer, schließlich erwartet uns für die erste Testfahrt ein S5 mit dem 354 PS starkem Dreiliter-V6-Turbo, der das Kompressor-Triebwerk im Vorgänger ersetzt. Und sich nicht lang bitten lässt: Schon knapp über Leerlauf stehen 500 Nm parat, die den 1,7-Tonner ansatzlos und mit angenehm unkrawalligem, aber dennoch sonorem Sound aus dem Block wuchten. Da sich der im Zylinder-V untergebrachte Lader auf kurzen Wegen anströmen lässt, vergeht nur ein kurzer Augenblick bis zum vollen Schubaufbau. Für einen Turbo überrascht zudem die Drehfreude bis hinein in den roten Bereich ab 6.500/min. An den von Audi versprochenen 4,7 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 besteht also kein Zweifel, noch mehr beeindruckt jedoch die Mühelosigkeit, mit der sich der S5 schnell fahren lässt.

Dank permanentem Allradantrieb verzahnt er sich selbst auf nasser Fahrbahn verblüffend schlupfarm mit dem Untergrund, das optionale Torque-Vectoring-System hilft mit radselektiver Kraftzufuhr an der Hinterachse. Die Sportdifferenzial genannte Technik funktioniert ähnlich wie ein ESP, nur dass einzelne Räder nicht abgebremst, sondern beschleunigt werden, was für höheres Kurventempo sorgt. Bei vierzylindrigen A5 mit Handschaltung kommt übrigens der neue Quattro-Ultra-Antrieb zum Einsatz, der sich bei griffigem Untergrund komplett auskuppelt, damit Schleppverluste gering hält und beim Spritsparen hilft.

Fazit

Doch der S5 kann mehr als nur ambitioniert durch Kurven zu pfeifen: Die leichtgängige Lenkung macht den über 4,70 Meter langen Sportback in der Stadt handlich, zudem überzeugt der Federungskomfort. Speziell kurze Querrippen, die bei straff gefederten Autos gern bis in die Lenkung durchklopfen, entschärfen die Adaptivdämpfer wirkungsvoll. Kaum wahrnehmbare Wind- und Abrollgeräusche und eine sanft schaltende Achtgang-Automatik komplettieren den hohen Gesamtkomfort. Mit 62.500 Euro fällt auch der Preis für den S5 hoch aus, der Karosserie-Aufschlag zum S4 macht es nicht gerade besser. Los geht es beim Sportback anfangs mit 40.850 Euro wofür es den frontgetriebenen Vierzylinder-Diesel mit 190 PS gibt, schwächere und günstigere Versionen folgen.

Technische Daten

Audi S5 Sportback 3.0 TFSI Quattro
Grundpreis 62.500 €
Außenmaße 4752 x 1843 x 1384 mm
Kofferraumvolumen 480 bis 1300 l
Hubraum / Motor 2995 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 260 kW / 354 PS bei 5400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Verbrauch 7,3 l/100 km
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Verkehr Verkehr Audi S5 gegen BMW 4er Grand Coupé Paris 2016 BMW 4er Gran Coupé gegen Audi A5 Sportback Erster Vergleich der fünftürigen Coupés

In Paris debütierte der Audi A5 Sportback.

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