Formel-1-Legende Alain Prost wurde am frühen Dienstagmorgen (19.5.) in seiner Villa im schweizerischen Nyon Opfer eines bewaffneten Überfalls. Der 71-Jährige erlitt dabei offenbar leichte Verletzungen.
Nach einem Bericht der Schweizer "Blick" sollen mehrere maskierte Täter gegen 8.30 Uhr gewaltsam in das Anwesen der Familie eingedrungen sein. Bei einer Auseinandersetzung wurde der ehemalige Rennfahrer angeblich am Kopf verletzt.
Währenddessen bedrohten die Eindringlinge weitere Familienmitglieder und zwangen einen der Söhne, den Safe des Hauses zu öffnen. Welche Wertgegenstände entwendet wurden, ist bislang nicht offiziell bekannt. Allerdings gilt Prost seit Jahren als enger Partner der Luxusuhrenmarke Richard Mille.
Keine Spur von den Tätern
Die Kantonspolizei Waadt leitete unmittelbar nach dem Alarm eine großangelegte Fahndung ein. Neben regulären Einsatzkräften kamen auch Hundestaffeln und Spurensicherer zum Einsatz. Da die Ermittler eine Flucht der Täter ins benachbarte Frankreich nicht ausschließen, wurden zusätzlich französische Behörden eingeschaltet. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.
Körperlich kam Prost offenbar mit vergleichsweise leichten Verletzungen davon. Psychisch dürfte der Vorfall jedoch Spuren hinterlassen haben: Laut Medienberichten wurde noch vor Ort ein Care-Team hinzugezogen. Inzwischen soll sich der frühere Rennfahrer wieder in Dubai aufhalten, wo er zeitweise lebt und sich vor allem dem Radsport sowie dem Golfsport widmet.

Alain Prost feierte vier Weltmeister-Titel - drei mit McLaren, einen mit Williams.
Einbruchserie am Genfer See
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt bestätigte lediglich die Einleitung eines Strafverfahrens, wollte jedoch keine Angaben zur Identität der betroffenen Familie machen.
Der Fall reiht sich in eine Serie sogenannter "Home-Jackings" im Raum Genfersee ein. Experten aus der Luxusbranche beobachten seit geraumer Zeit eine Zunahme professionell organisierter Einbrüche auf wohlhabende Haushalte – häufig mit dem Ziel, exklusive Uhrensammlungen zu erbeuten. Allein im Kanton Genf wurden im Jahr 2025 bereits 18 vergleichbare Fälle registriert.





