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Aston Martin: Qualifying-Problem gibt Rätsel auf

Aston Martins Qualifying-Problem Das Auto mit zwei Gesichtern

GP Belgien 2022

Der Aston Martin AMR22B ist ein Auto mit zwei Gesichtern. Am Samstag kämpfen die Fahrer um den Einzug ins Q2. Am Sonntag fahren sie um WM-Punkte. Das Problem liegt wie bei Mercedes in den Reifentemperaturen.

Aston Martin steht mit 24 Punkten auf dem vorletzten Platz in der Konstrukteurs-WM. Sebastian Vettel und Lance Stroll sind zwar schon zehn Mal in die Top Ten gefahren, aber es waren immer nur kleine Punkte, die am Ende auf das Konto kamen. Seit dem GP Aserbaidschan qualifizierten sich die Fahrer nur ein Mal für das Q3. Meistens ist schon das Q2 eine Hürde zu hoch.

Im Rennen sind die grünen Autos wie verwandelt. Keiner macht am Sonntag so viele Plätze gut wie Vettel und Stroll. In den letzten sieben Rennen hat Vettel am Sonntag 28 Positionen aufgeholt. Stroll kletterte im gleichen Zeitraum um 27 Plätze nach oben. Die schlechten Startplätze verhindern eine größere Ausbeute. Die Aston Martin sind nicht gerade mit dem besten Topspeed gesegnet. Da fällt die Aufholjagd schwer.

Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 27. August 2022
xpb
Im Qualifying tat sich Sebastian Vettel schwer. Im Q1 war Schluss für den Heppenheimer.

Vettel und Stroll machen 55 Positionen gut

Der GP Belgien war auch wieder so ein Fall. Für Vettel war im Q1 Feierabend, für Stroll im Q2. Die Startplatzstrafen der Konkurrenz beförderte das Duo auf die Startplätze 9 und 10. Endlich mal eine Ausgangsposition, um in größerem Stil abzusahnen. Dass am Ende nur vier Punkte daraus wurden, lag an der Strategie. Vettel stoppte eine Runde zu spät. Das gab Esteban Ocon und Pierre Gasly die Chance ihn in einem Aufwasch zu überholen. Ihre Reifen waren schon auf Temperatur, die von Vettel noch nicht.

Den Platz von Gasly holte sich der vierfache Weltmeister direkt wieder zurück. Ocon lag im Ziel nur 2,4 Sekunden vor Vettel. Nachdem sich der Heppenheimer im ersten Stint mit Fernando Alonso herumgeschlagen hatte, kann man sagen: Der Aston Martin war im Renntrim so schnell wie die Alpine. Das war bei den Rennen davor auch schon so.

Auch Stroll hatte den Speed für Punkte. Sein Pech war, dass ihn der Teamkollege in der Startrunde ins Kiesbett drängte. Vettel kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück, Stroll nur als Neunter. Für den Kanadier war das fatal. Er hing das ganze Rennen in DRS-Zügen fest, die Alexander Albon hinter sich aufbaute. Der Williams war auf der Gerade einfach zu schnell für den Aston Martin.

Sebastian Vettel - GP Belgien 2022
xpb
Im Rennen erwachte der Aston Martin zum Leben. Am Ende sammelte Vettel vier WM-Punkte für Rang 8.

Am Samstag kein Vertrauen ins Auto

Schwach am Samstag, stark am Sonntag: Dieses Bild wiederholt sich für Aston Martin Wochenende für Wochenende. "Wenn man einmal hinten drin steht, ist es schwer da rauszukommen", schimpft Vettel. Mit besseren Startplätzen kann man auch seine Reifen besser einteilen. Ich habe mich am Samstag in Spa irgendwie nicht wohl gefühlt. Wir stehen das Auto noch nicht ganz. Es fällt immer mal wieder raus aus irgendwelchen Fenstern."

Ein Problem in der Schlacht um die schnellsten Quali-Runden teilt sich der Aston Martin mit Mercedes. Nur noch eine Stufe schlimmer. Die Reifen wollen einfach nicht schnell genug auf Temperatur kommen. Egal wie man sie in der Aufwärmrunde vorbereitet.

Technikdirektor Andy Green erzählt: "Es dauert zu lange, bis der Grip kommt. Er baut sich auch nicht kontinuierlich auf. Deshalb ist es für die Fahrer schwer in ihren Qualifikationsrunden abzuschätzen, wie viel Grip sie in der nächsten Kurve haben werden. Sie wissen, dass er zunimmt, aber nicht um wie viel. Deshalb fehlt ihnen auf eine Runde das Vertrauen in ihr Auto."

Im Rennen sind die Reifen nach zwei bis drei Runden im Arbeitsfenster. Und dann geht die Post ab. Dann ist der AMR22B ein anderes Rennauto und benimmt sich so, wie es die Ingenieure aufgrund ihrer Daten erwarten können.

Wenn die grünen Autos mal in Schwung sind, fahren sie auf Augenhöhe mit McLaren und Alpine. Die Gründe dafür liegen laut Green in der DNA des Autos und auch in der Fahrzeugabstimmung. Man könnte die Reifen mit allen denkbaren Tricks schnell anheizen, aber dann ginge der Vorteil im Rennen verloren.

Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2022
Aston Martin
2023 will Aston Martin wieder vorne angreifen - dann aber ohne Vettel.

Ein Mix aus Red Bull und Mercedes

Aston Martin hatte in diesem Jahr in Barcelona sein Auto komplett umgekrempelt. Böse Zungen sprachen von einem grünen Red Bull. Wer genau hinschaut erkennt schon Unterschiede, vor allem nachdem die B-Version in Silverstone noch einmal aufgefrischt wurde. Nur noch die Form der Seitenkästen erinnert an Red Bull.

Die optische Nähe zu den Autos aus Milton Keynes lässt vermuten, dass Aston Martin 2023 in diese Richtung weiterentwickelt. Auch weil neben Dan Fallows mindestens fünf Red-Bull-Ingenieure im Verlauf der letzten zwei Jahre die Seiten gewechselt hatten. Aber auch der frühere Mercedes-Aerodynamikchef Eric Blandin und eine kleine Gefolgschaft aus Brackley.

Mit Red Bulls ehemaliger Nummer eins in der Aerodynamikabteilung und dem Mann von Mercedes trafen zwei unterschiedliche Welten im Designbüro von Aston Martin zusammen. Man hört, dass sich die beiden Alphatiere gut integriert haben und die besten Ideen von Red Bull und Mercedes zusammenwerfen. Das soll dazu führen, dass Aston Martins 2023er Auto wieder ein neues Gesicht bekommt. Der AMR23 könnte ein Zwitter aus Red Bull und Mercedes werden.

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