Formel-1-Auto für 2026: Was verraten die Bilder vom Audi-Test?

Erste Ausfahrt mit Formel-1-Auto für 2026
Was verraten die Bilder vom Audi-Test?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.01.2026
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Die Formel 1 ist aus dem Winterschlaf erwacht. In Barcelona hat Audi bereits am Freitag (9.1.) die ersten Runden mit dem neuen Rennwagen für die Saison 2026 gedreht. Um keine Spione der Konkurrenz anzulocken, versuchten die Verantwortlichen des neuformierten Werksteams, die Ausfahrt so lange wie möglich geheimzuhalten. Doch dann kamen doch einige unerwünschte Aufnahmen des Neuwagens ans Tageslicht.

Trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen schafften es einige Paparazzi von außerhalb, über die Streckenbegrenzung zu schießen. Dazu tauchte noch ein Video im Netz auf, das direkt von der Boxenmauer aufgenommen wurde. Der ungebetene Zaungast soll die Aufnahmen angeblich unbemerkt mit einer smarten Brille mit integrierter Kamera angefertigt haben.

Nach Abschluss der Session veröffentlichte Audi dann selbst noch ein paar Fotos von dem historischen Testtag, an dem Nico Hülkenberg auf den ersten Runden im Cockpit sitzen durfte. Das Team zeigte dabei aber hauptsächlich die anwesenden Personen in der Garage. Mit Bildern vom Auto selbst ging der Rennstall wenig überraschend sehr sparsam um. Details sind auf den wenigen Teaser-Fotos kaum zu erkennen.

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KI-Fakes sorgen für Verwirrung

Zwischenzeitlich nutzten einige Internet-Spaßvögel den Hype um den Audi-Test dazu, ein paar Fakes über die sozialen Medien zu verbreiten. Details, wie zum Beispiel die Finnen über den Vorderrädern, die 2026 nicht mehr erlaubt sind, entlarvten die Bilder aber schnell als KI-generiert.

Auch wenn die meisten der "echten" Bilder nicht gerade durch eine besonders gute Qualität glänzen, konnte man zumindest schon ein paar kleine Details erkennen. Die Nase, die neuerdings über zwei kleine Stege mit dem Frontflügel verbunden ist, kommt etwas kantiger daher als beim R26 Concept, das Audi im November gezeigt hat.

Bei der Vorderradaufhängung scheinen die Dämpfer über Schubstreben (Pushrods) aktiviert zu werden. Der alte Sauber hatte hier noch ein Pullrod-System verbaut. Bei der Form der Verkleidung ließen sich keine interessanten Details erkennen, was auch am dunklen Carbon-Look lag. Die aerodynamisch relevanten Oberflächen werden sich bis zum Saisonstart sicher auch noch einmal komplett verändern.

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Erster Eindruck vom Motorensound

Unserer Meinung nach ist die wichtigste Erkenntnis der Aufnahmen auch gar nicht visueller Natur. Für viele Fans noch interessanter dürfte der erste Eindruck von der neuen Klangkulisse der 2026er-Motoren sein, den die Bewegtbilder liefern. Der Sound erscheint nun etwas dumpfer und bassiger als bei der vorherigen Antriebsgeneration.

Der Wegfall der MGU-H führt dazu, dass die Motoren wieder etwas freier durch den Auspuff blasen können. Das scheint positive Auswirkungen auf den Klang zu haben. Ob auch die Lautstärke spürbar nach oben geht, werden wir erst beim Selbstversuch an der Strecke feststellen können.

Beim offiziellen Testauftakt Ende Januar in Barcelona sind Journalisten leider noch nicht zugelassen. Die elf Teams wollen bei ihren ersten gemeinsamen Proberunden unter sich bleiben. So wird es wohl bis Mitte Februar in Bahrain dauern, bis die letzten Geheimnisse enthüllt werden.

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