Doppel-Look für den ersten F1-Cadillac: Neuling präsentiert Auto beim Super Bowl

Neuling präsentiert Lackierung beim Super Bowl
So sieht der erste F1-Cadillac aus

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.02.2026
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Der Super Bowl ist die größte sportliche Einzelveranstaltung in den USA. Das Interesse am Finale um den wichtigsten Football-Titel in den Vereinigten Staaten zieht die Fans schon Tage vorher in den Bann. Neben den sportlichen Aspekten ist den US-Amerikanern auch das Drumherum wichtig. Am Tag nach dem Super Bowl sprechen die Zuschauer auch über die Halftime-Show und die Werbung.

Formel-1-Neuling Cadillac hatte sich einen dieser lukrativen Werbespots gesichert. Im Heimatland des Teams flimmerte (8.2.) der Look des ersten F1-Autos in der Geschichte des Rennstalls über die Bildschirme. Insgesamt dauerte der Clip 30 Sekunden. Das kostete mehrere Millionen US-Dollar. Eine längere Version von einer Minute lud Cadillac wenig später auf dem eigenen YouTube-Kanal hoch.

Der Neueinsteiger schrieb selbst, dass ungefähr 130 Millionen Zuschauer den Spot während des Super Bowls gesehen haben sollen. Ein cleverer Schachzug, denn seit mehreren Jahren boomt die Formel 1 in den USA. Die Königsklasse konnte in ihrer Historie lange keinen Fuß fassen, ehe dank der Übernahme durch Rechteinhaber Liberty Media und frischer Ideen viele neue Fans in den USA gewonnen werden konnten.

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F1-Cadillac mit zweiseitigem Look

In dem Spot zeigte Cadillac nur die Lackierung des neuen Autos. Der echte Rennwagen wird in Bahrain benötigt. Dort beginnt am 11. Februar die zweite von drei Test-Sessions. Das Auto war bereits während eines vom Team genutzten Filmtags in Silverstone und der Shakedown-Woche in Barcelona Ende Januar unterwegs. Allerdings noch in einem Carbon-Look.

Der neue Cadillac ist in einem schwarz-weiß-silbernen Design gehalten. Das Besondere: Auf der linken Seite ist der Wagen weiß, während er auf der rechten Flanke schwarz lackiert ist. Dieser zweiseitige Look ist in der Formel 1 extrem selten. Zuletzt hatte den BAR 1999 die Reißverschluss-Idee auf sein Auto gebracht.

Die Motorhaube ziert ein großes Logo der Konzerntochter von Autoriese General Motors. Auf dem silbernen Halo sticht ein weiteres Cadillac-Emblem ins Auge. Dazu finden sich einige Sponsoren wieder. F1-Rückkehrer Sergio Perez bringt wegen seiner mexikanischen Herkunft Geld mit. Der Telekommunikationsanbieter Claro fällt neben weiteren Geldgebern auf.

Cadillac - Lackierung - Super Bowl - Formel 1 - 2026
Cadillac

Ferrari-Motor im Heck

Die größten Kleber liefert TWG, denn diese trägt das Projekt. Das Unternehmen von Team CEO Dan Towriss hat mit der Investment-Firma Guggenheim Partners und General Motors wichtige Partner für den Einstieg in die Formel 1 gewonnen. Der Neuling musste in der Vergangenheit lange darum kämpfen, in die Königsklasse einsteigen zu dürfen. Erst Ende 2024 gab es das grüne Licht.

Die kurzfristige Aufnahme bedeutete schnelles Handeln für die Verantwortlichen um Dan Towriss sowie den Teamchef Graeme Lowdon. In den ersten Jahren wird Cadillac deshalb mit Ferrari-Power starten, ehe der eigene Antrieb hergestellt werden soll. Neben dem bereits erwähnten Perez schnappte sich das Team mit Valtteri Bottas einen weiteren Routinier. Beide haben bereits F1-Rennen gewonnen und sollen wichtige Aufbauarbeit leisten. Wie gut Cadillac performen wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Schmalspurig war der Werbespot aber nicht. Zu Beginn ist die Stimme des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy aus einer berühmten Rede zu hören. Anfang der 1960er-Jahre befanden sich die USA im Space Race mit der Sowjetunion. Kennedy versprach, Ende des Jahrzehnts mit Menschen auf dem Mond zu landen und sie wieder sicher zurückzubringen. Die Mission gelang. Cadillac startet nun in sein eigenes Projekt, das der Mondlandung gleich. Ausgang ungewiss.

Fazit