Formel 1: "Oh Shit!" - So erfuhr Hülkenberg von der Wheatley-Trennung

„Oh-Shit“-Moment für Audi-Pilot
So erfuhr Hülkenberg von Wheatley-Trennung

GP Japan 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.03.2026
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Nico Hülkenberg - Audi - GP Japan 2026
Foto: Audi

Für Audi ist Suzuka ein ganz besonderes Wochenende. Es handelt sich um das erste Rennen nach der Trennung von Teamchef Jonathan Wheatley. Der Brite hatte mit seiner Arbeit im Hintergrund maßgeblichen Anteil daran, dass die Transformation vom kleinen Sauber-Rennstall zum Audi-Werksteam gelingt. Er stellte nicht nur in der Fabrik in Hinwil die Prozesse um, sondern verwandelte auch das Rennteam an der Strecke in eine schlagkräftige Truppe.

Künftig müssen die Kollegen ohne die Hilfe von Wheatley auskommen. Am vergangenen Freitag (20.3.) hatte das Team offiziell verkündet, dass der 58-Jährige Audi mit sofortiger Wirkung verlässt. Zuvor waren bereits Gerüchte hochgekocht, dass Wheatley künftig seinen alten Red-Bull-Kumpel Adrian Newey bei Aston Martin unterstützen will. Bei der Entscheidung zum Wechsel sollen nicht nur das verlockende Angebot, sondern offenbar auch private Gründe eine Rolle gespielt haben.

Als Nico Hülkenberg am Donnerstag (26.3.) erstmals seit der Bekanntgabe des Wheatley-Abschieds vor die Journalisten trat, konnte er sich schon denken, was die Reporter interessiert: "Bitte keine Fragen zu Jonathan bitte! Es wurde doch schon alles gesagt", grinste der Pilot den Medienvertretern entgegen. Doch die ließen sich von der Ansage nicht lange abhalten.

Nico Hülkenberg - Audi - GP Japan 2026
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Erste Reaktion: Oh Shit!

Zuerst wollten natürlich alle wissen, wie Hülkenberg von der Entscheidung informiert wurde: "Ich habe es am Donnerstag erfahren, wie der Rest der Welt auch", antwortete der Pilot gewohnt ehrlich. "Ich saß gerade im Simulator, da hat mir meine Mutter einen Link zu einem Artikel geschickt. Ich habe auf mein Handy geschaut und nur gedacht: oh Shit!"

Der erfahrene Pilot versuchte den Verlust nicht schönzureden, auf der anderen Seite erwartet er dadurch aber auch keinen großen Rückschlag: "Ein Formel-1-Team besteht aus vielen Leuten. Wir haben mit Mattia (Binotto) einen erfahrenen Anführer. Es ist nicht so, dass wir jetzt plötzlich ohne Plan dastehen. Der Wechsel kam natürlich unerwartet, aber insgesamt liegen wir voll auf Kurs. Was die operative Seite an den Rennwochenenden angeht, wird sich wohl nichts groß ändern."

In den letzten Jahren mussten vielen Teams Wechsel auf dem Chefposten vornehmen. Red Bull, McLaren, Williams, Racing Bulls, Aston Martin, Haas und Alpine – alle haben vor nicht allzu langer Zeit ihre Führungsriege umgebaut. Bei Audi ist es nun allerdings schon der zweite Wechsel in der jüngeren Vergangenheit. Im Sommer 2024 hatte man sich bereits von Andreas Seidl getrennt. Jetzt ist auch sein Nachfolger weg.

Jonathan Wheatley - Sauber - GP Japan 2025
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Audi reagiert schnell auf Wheatley-Problem

"Das gehört zu diesem Geschäft dazu", nimmt es Hülkenberg locker. "Wenn man sich hier im Fahrerlager mal umschaut, sieht man solche Phasen bei vielen Teams. Wenn es mit bestimmten Personen ein Problem gibt, dann muss man handeln. Und hier gab es offenbar ein Problem. Ich kenne aber nicht alle Details, weil ich noch nicht mit ihm gesprochen habe."

Wheatley war vor nicht einmal einem Jahr von Red Bull zum damaligen Sauber-Team gestoßen. Der Grand Prix von Japan war sein erstes Rennen für den neuen Arbeitgeber an der Strecke. "Er war überall involviert. Man konnte von außen sehen, wie er sich ins Zeug gelegt hat", lobte Hülkenberg den Ex-Boss. "Wir verlegen unseren Fokus jetzt wieder ganz aufs Racing. Spätestens nach diesem Rennwochenende gilt wieder business as usual."

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