Knapp geplatzter Deal: So wäre Lewis Hamilton beinahe bei Sauber gelandet

Knapp geplatzter Deal
So wäre Hamilton beinahe bei Sauber gelandet

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.01.2026
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Lewis Hamilton hätte seine Formel-1-Karriere beinahe nicht bei McLaren begonnen. Stattdessen hätte der Brite schon Mitte der 2000er-Jahre für Sauber debütieren können – wenn sich die Teams damals auf einen Vertrag geeinigt hätten. Das verriet Sauber-Gründer Peter Sauber in einem Interview mit dem Schweizer Blick.

Hamilton war zu dieser Zeit Teil des Nachwuchsprogramms von McLaren und galt bereits als Ausnahmetalent. 2005 gewann er die Formel-3-Euroserie, ein Jahr später folgte der Titel in der GP2-Serie (heute Formel 2). Parallel dazu liefen Gespräche über einen möglichen Formel-1-Einstieg – allerdings nicht zwingend bei McLaren selbst.

Wie Sauber erklärte, diskutierten er und die McLaren-Führung bereits vor rund 20 Jahren über einen Einsatz Hamiltons beim Schweizer Team. Ein Formel-1-Debüt wäre demnach schon 2005 möglich gewesen – oder 2006, als Sauber nach dem Einstieg des deutschen Autobauers unter dem Namen BMW Sauber antrat.

"Es weiß kaum jemand, dass vor rund 20 Jahren Lewis Hamilton fast für uns gefahren wäre", verriet Sauber. "Der Brite gehörte McLaren, und sie wollten ihn zur Formel-1-Lehre nach Hinwil schicken. Also trafen sich die McLaren-Delegation mit Lewis und dessen Vater sowie unserer Hausjuristin Monisha Kaltenborn und mir auf dem Flughafen Kloten."

Lewis Hamilton & Fernando Alonso - McLaren - 2007
xpb

Knackpunkt Vertragslaufzeit

Am Ende scheiterte der Deal jedoch an der Vertragsdauer. "Der Deal platzte, weil ihn McLaren nur für ein Jahr ausleihen wollte – wir aber auf zwei Jahre pochten", erinnert sich der langjährige Teamchef. In der Saison 2005 ging Sauber schließlich mit Felipe Massa und Weltmeister Jacques Villeneuve an den Start. Villeneuve verließ das Team mitten in der folgenden Saison, Robert Kubica übernahm sein Cockpit. Nick Heidfeld ersetzte Massa, der zu Ferrari wechselte.

Hamilton schlug derweil einen anderen Weg ein – und schrieb direkt Geschichte. 2007 debütierte er bei McLaren und verpasste den WM-Titel in seinem ersten Jahr nur knapp. Am Saisonende lag er einen Punkt hinter Ferrari-Champion Kimi Räikkönen und punktgleich mit Teamkollege Fernando Alonso.

Rückblickend zeigt die Geschichte, wie knapp manche Weichenstellungen in der Formel 1 ausfallen. Ein früher Einstieg bei Sauber hätte Hamiltons Karriere womöglich anders verlaufen lassen – sowohl sportlich als auch politisch. Sauber selbst hat sich seither mehrfach neu erfunden: Nach BMW und Alfa Romeo tritt das Team seit diesem Jahr unter dem Audi-Banner an.

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