Formel 1: Max Verstappen verrät Hauptproblem an seinem Red Bull

Ex-Weltmeister klagt über die Fahrbarkeit
Das nervt Max Verstappen besonders am Red Bull

GP China 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.03.2026
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Formel 1 - GP China 2026 - Max Verstappen - Red Bull
Foto: Mark Thompson/Getty Images

Vermutlich zählt Verstappen schon die Tage. Heute (14.3.) in einer Woche rückt der Niederländer zum zweiten NLS-Lauf auf der Nordschleife aus. Dabei will er entscheidende Erkenntnisse für das 24-Stunden-Rennen Mitte Mai sammeln. Angesichts der Werksunterstützung von Partner Mercedes-AMG darf nur der Sieg das Ziel sein.

Harter Cut zum Formel-1-Alltag: Selbst von einem Podium kann die Red-Bull-Mannschaft in der Königsklasse aktuell nur träumen. Max Verstappen erlebte einen katastrophalen Start beim China-Sprint und musste recht knapp vermeiden, ganz ans Feldende durchgereicht zu werden. Dank seines Könnens sollte er den RB22 noch auf einen erstaunlichen neunten Rang hieven.

Dieser Achtungserfolg machte ihm trotzdem keinen Spaß – genauer gesagt machte er ihn sogar fast sprachlos. "Ich kann dazu nicht viel sagen. Wirklich alles, was schieflaufen konnte, lief auch schief. Der Start ist bereits das allererste Problem. Danach geht es bei der Balance direkt weiter. Und der Reifenverbrauch müsste der höchste im ganzen Feld sein."

Formel 1 - GP China 2026 - Red Bull - Max Verstappen
Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images

Jede Runde als "Überlebenskampf"

Das Gesamtfazit fiel verheerend aus. Sein Auto sei schlicht unkontrollierbar. Für das China-Wochenende sah Max auch keine Hoffnung mehr. "Viele Teile sind einfach nicht ausgereift. Wir müssen jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen."

Im Anschluss an den achten GP-Startrang legte Verstappen nach. "Früher haben wir das Auto auf den Kopf gestellt und es kam dabei irgendwas heraus. Jetzt passiert einfach nichts. Das ist nicht schön. Ich kann nicht pushen, bei jeder Runde geht es nur ums Überleben. Es macht mir überhaupt keinen Spaß!" Durch das inkonsistente Verhalten wird in der Folge ein nachvollziehbarer Fortschritt eingeschränkt.

Verstappen beklagte, keine Referenzen aufbauen zu können. "Mal kann ich vier Zehntel schneller sein, aber dann ist die Chance groß, dass ich sie stattdessen auch verliere." Zum Vergleich: Sein Sprint-Qualifying sah eine Bestzeit von 1.33,254 Minuten, sein klassisches Qualifying eine 1.33,002 Minuten. Damit war der Niederländer einer der wenigen Top-Fahrer, die sich verbessern konnten. Dies jedoch, ohne es wirklich zu verstehen.

Formel 1 - GP China 2026 - Red Bull - Max Verstappen
Marcel van Dorst/EYE4IMAGES/NurPhoto via Getty Images

Mekies zeigt sich pragmatisch

Spannend bleibt die Gegenüberstellung mit dem Teamkollegen Isack Hadjar. Schon fast traditionell hat Verstappen die andere Garagenseite unter Kontrolle. Das setzt sich, abseits des Zwischenfalls in der Melbourne-Quali, bislang während der Saison 2026 fort. Der Franzose liegt dennoch nicht Welten dahinter, konnte im Q3 den Abstand auf akzeptable 0,12 Sekunden eindampfen. Sein Fahrzeug-Feedback präsentierte sich trotzdem genauso mies.

Hadjar berichtete ebenfalls von größeren Umbauten und einer fehlenden Balance. Zumindest scheint der neue Motor kein Hauptschuldiger an der Misere zu sein. Wenngleich er im Fokus steht. Teamchef Laurent Mekies erzählte schon in der PK: "Beim Antrieb müssen wir wahrscheinlich am meisten lernen. Ähnlich groß fällt das Potenzial des Energie-Managements aus."

"Die Lernkurve quer durch das Feld wird sehr steil sein. Aber hier gibt niemand auf", nahm Mekies den Kampf an. "Man darf nie vergessen, dass es unser erster eigener Motor ist. Dort, wo dieser heute gefertigt wird, war vor wenigen Jahren ein Feld. Jetzt muss sich der Drang nach Fortschritt weiterentwickeln."

Fazit