Verstappens verhängnisvoller Crash: Niederländer wirft Red Bull in die Bande

Niederländer wirft Red Bull in die Bande
Verstappens verhängnisvoller Crash

GP Australien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.03.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Australien 2026
Foto: Paul Crock via Getty Images

Diese Bilder wirkten wie aus einer anderen Zeit. Die Rede ist von Max Verstappen während des ersten Qualifyings des Jahres in Melbourne (7.3.). Der Niederländer schmiss seinen Red Bull in Kurve 1 in die Bande und trottete zurück an die Box. Noch bitterer für Verstappen: Es handelte sich um das erste Qualifying-Segment. Er hatte noch keine gezeitete Runde gesetzt.

Somit wird der Mitfavorit auf den WM-Titel den Saisonauftakt in Australien (8.3.) vom Ende des Feldes in Angriff nehmen müssen. Ein Tiefschlag für den Superstar und sein Team. Zwar war Verstappen in den drei Trainings nie ganz vorne unterwegs, aber der viermalige Weltmeister befand sich immer in Schlagdistanz. Einige hatten den 28-Jährigen auf dem Zettel, einen Startplatz in den ersten zwei Reihen zu ergattern. Das erste Qualifying mit neuen Bedingungen bot genügend Unwägbarkeiten, um Verstappen eine Chance zu geben, seine Klasse auszuspielen.

Dazu kam es allerdings nicht. Der Red-Bull-Mann tat sich bei dem Unfall sogar etwas weh bei dem Einschlag. Nachdem er aus dem RB22 geklettert war, schüttelt er seine Hände durch, die wohl etwas abbekommen hatten.

Max Verstappen - Red Bull - GP Australien 2026
xpb

Heck überbremst

Doch wie kam es zu dem Unfall? Neun Minuten waren noch auf der Uhr in Q1, ehe Max Verstappen von seinem Team auf die Strecke geschickt wurde. Allerdings kam der Ex-Champion nur knappe sechs Kilometer weit. Zu Beginn seiner zweiten Runde bremste Verstappen vor Kurve 1 an. Auf einmal überholte das Heck die Front. Der Red Bull rotierte einmal im Uhrzeigersinn um die eigene Achse und schlug in der Bande ein.

Sofort fragte Renningenieur Gianpiere Lambiase, ob sein Schützling in Ordnung sei. Die Antwort: "Ja, das verdammte Auto hat an der Hinterachse blockiert – fantastisch", war Verstappen angefressen. Ein Blick auf das Endergebnis hob die Stimmung nicht. Sein neuer Teamkollege Isack Hadjar stellte den Red Bull hinter den überlegenen Mercedes auf Platz drei.

Regeln schuld am Crash?

Nach einem Fahrfehler sah der Abflug nicht aus. Denn die neuen Regeln verlangen einen anderen Fahrstil der Piloten. Wegen des gestiegenen Elektro-Anteils steigen die Fahrer vor vielen Kurven nicht mehr so hart auf die Bremse, um Energie per Super Clipping oder Lift-and-Coast zu gewinnen. Gut möglich, dass beim Verzögern das Auto am Heck zu stark verlangsamt wurde, um zu rekuperieren, und der RB22 seinen Reiter herunterschmiss.

Verstappen gilt ohnehin als Gegner der neuen Regeln. Bereits während der Testfahrten in Bahrain polterte der Familienvater, dass sich die Königsklasse wie die Formel E auf Steroiden anfühlen würde. Das hilft dem wohl besten Piloten seiner aktuellen Generation aktuell jedoch nicht. Für das Rennen muss er eine Aufholjagd starten.

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