Es ist bereits die achte Staffel von Drive to Survive, die der Streamingdienst Netflix am Freitag (27.2.) zum Abruf bereitgestellt hat. In acht Folgen werden noch einmal die größten Brennpunkte der vergangenen Saison beleuchtet. Wie immer gibt es viele interessante Blicke hinter die Kulissen des Formel-1-Fahrerlagers. Am grundlegenden Format hat sich nichts geändert.
Zu den wichtigsten Themen zählt der Rauswurf von Christian Horner bei Red Bull. Der Brite äußert sich erstmals öffentlich zur plötzlichen Trennung von seinem Rennstall. Dabei beklagt sich Horner zum Beispiel über die kurze Vorwarnzeit, die ihm keine Gelegenheit gab, sich von allen Mitarbeitern gebührend zu verabschieden. Verantwortlich für die Kündigung sei laut Horner übrigens nicht der Verstappen-Clan, mit dem er lange im Clinch lag, sondern die Red-Bull-Spitzen Oliver Mintzlaff und Helmut Marko.
Interessant wäre sicher auch gewesen, was Max Verstappen mit etwas Abstand zu dem Thema gesagt hätte. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen stand der vierfache Weltmeister aber offenbar nicht für ein Interview zur Verfügung. Eingespielt werden nur Zitate, die der Niederländer in offiziellen Pressekonferenzen oder bei TV-Interviews abgegeben hatte.

Max Verstappen und Lewis Hamilton standen nicht für Interviews für die neue Staffel von "Drive to Survive" zur Verfügung.
Verstappen will echte Fakten
Verstappen gilt schon länger als einer der größten Kritiker von Drive to Survive. Der Showfaktor in dem Reality-Format ist dem Niederländer einfach zu hoch. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Konflikte regelmäßig zugespitzt und Zitate manchmal auch aus dem Zusammenhang gerissen werden, um zusätzliche Würze reinzubringen. Das will Verstappen nicht auch noch unterstützen.
Es ist auch nicht das erste Mal, dass der beste Rennfahrer der aktuellen Generation dem Produktionsteam die Zusammenarbeit verweigert hat. Warum er nicht mitspielen will, erklärte Verstappen früher schon ausführlich: "Ich bin einfach nicht der Typ für solche dramatischen Shows. Ich will lieber echte Fakten und Dinge, die wirklich passiert sind."

Die Netflix-Kameras gehören seit einigen Jahren zum gewohnten Bild im Fahrerlager.
Keine Interviews mit Hamilton und Alonso
Neben Verstappen müssen die Fans noch auf zwei weitere Hauptdarsteller aus dem Fahrerlager verzichten. Obwohl es sicher interessant gewesen wäre, zu hören, was Lewis Hamilton zu seiner enttäuschenden ersten Ferrari-Saison gesagt hätte, gibt es kein eigenes Netflix-Interview mit dem Rekordsieger. Dass der Brite wie Verstappen keine Show mag, lässt sich nicht behaupten. Schließlich hatte Hamilton entscheidend beim offiziellen Formel-1-Kinofilm "F1" mitgewirkt.
Noch ein weiterer großer Name wird in der aktuellen Staffel vermisst. Fernando Alonso ist bekannt für seine knallharten Aussagen, die sicher auch den Unterhaltungsfaktor von "Drive to Survive" gesteigert hätten. Doch auch der Spanier kommt nicht in einem eigenen Interview zu Wort. Dafür ist sein Manager Flavio Briatore einer der Hauptdarsteller vor den Netflix-Kameras. Der Alpine-Teamchef ist mit seinen Zitaten einer der Stars von Staffel 8, auch wenn er nur auf Italienisch spricht und für den Rest der Welt untertitelt werden muss.












