Ollie Bearman gilt als eines der größten Nachwuchstalente der Königsklasse. In seinem ersten Jahr bei Haas hat er immerhin gleich seinen deutlich erfahreneren Teamkollegen Esteban Ocon geschlagen – und zwar nach Punkten (41:38) und im internen Qualifying-Duell (14:10). Viele Experten sehen in dem 20-Jährigen schon den nächsten Weltmeister.
Bearman entstammt der Kaderschmiede von Ferrari. Nach der Ausbildung beim kleinen Haas-Team erwarten viele, dass der Brite direkt wieder nach Maranello zurückkehrt. "Das ist mein Traum. Das gibt mir die Motivation, morgens aufzustehen und immer alles zu geben. Ich will in Rot fahren, und ich will in Rot gewinnen. Das ist das Ziel, das ich in meinem Leben erreichen will", erklärte der Youngster im Interview mit auto motor und sport.
Sein Debüt hatte Bearman schon beim Saudi-Arabien-Grand-Prix 2024 im roten Rennwagen gegeben, nachdem Stammfahrer Carlos Sainz kurzfristig ausgefallen war. "Ich habe da schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Ich weiß also, wie es sich anfühlt. Das möchte ich noch einmal erleben. 2026 will ich aber erst mal mit Haas erfolgreich sein. Ich denke, dass wir viel erreichen können. Die neuen Regeln eröffnen uns Möglichkeiten."

In seiner Rookie-Saison hat Ollie Bearman für ordentlich Furore gesorgt. Ferrari hat den Youngster stets unter genauer Beobachtung.
Weiter Weg bis zur Autosammlung
Einen Ferrari-Motor darf Bearman bei Haas jetzt schon fahren. Scuderia-Chef Frédéric Vasseur hat somit immer einen Blick auf die Daten. Die Wege sind kurz. "Wir sprechen immer mal zwischendurch darüber, wie es mir gerade in der Formel 1 geht", berichtet der Pilot. "Die Zahlen und Ergebnisse erzählen ja manchmal nicht die ganze Geschichte. Deshalb ist es gut, wenn man erklären kann, wo gerade die Herausforderungen liegen. Aber über meine Zukunft haben wir noch nicht geredet. Ich muss einfach schnell fahren. Der Rest regelt sich dann von alleine."
Auch privat steht der Ex-Junior auf schnelle Fahrzeuge aus Italien. Auf Nachfrage outet sich der 1,86 Meter lange Schlaks als echter Auto-Fan. "Ich liebe Autos. Ich hätte gerne eine ganze Sammlung, wie einige meiner Kollegen. Hoffentlich kann ich noch lange in der Formel 1 fahren und mir das irgendwann leisten."
530-PS-Maserati für den Alltag
Noch steht er aber am Anfang seiner Karriere und muss auch beim Privatauto kleinere Brötchen backen – wobei klein hier relativ ist: "Aktuell habe ich einen Maserati Grecale Trofeo als Dienstwagen. Der hat einen V6-Motor mit 530 PS. Das ist ein netter Wagen", grinst Bearman.
Der Dreizack-SUV setzt wie die Formel 1 auf einen Motor mit Vorkammerzündung und beschleunigt in 3,8 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 285 km/h angegeben. Bearman fungiert als Botschafter für den monegassischen Luxus-Autohändler "BPM Exclusive", der ihm den Wagen vergangenen August übergab.
Eigentlich schwirrt Bearman aber ein ganz anderer Italiener im Hinterkopf herum. Natürlich einer aus Maranello: "Mein absolutes Traumauto, das ich mir unbedingt irgendwann mal kaufen will, ist ein Ferrari F40. Da muss ich aber wohl noch eine Weile richtig schnell fahren, bis ich mir den leisten kann."












