Formel 1: Red-Bull-Teamchef erklärt: Darum steckt Verstappen in der Krise!

Suzuka-Fehlstart für Max Verstappen
Teamchef Mekies erklärt Red-Bull-Misere

GP Japan 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.03.2026
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Isack Hadjar & Max Verstappen - Red Bull - GP Japan 2026
Foto: Red Bull

Wie heißt es so schön in der Formel 1: Die Zeitentabelle lügt nicht. Bei der Suche nach dem eigenen Namen musste Max Verstappen am Freitag (27.3.) in Suzuka bis auf Rang 10 nach unten scrollen. Der Rückstand auf die Tagesbestzeit von Oscar Piastri fiel mit 1,3 Sekunden happig aus. Isack Hadjar im zweiten Red-Bull-Renner reihte sich sogar nur auf Platz 15 ein – 1,6 Sekunden hinter der Spitze.

Wer hofft, dass dieser Rückstand nur für die Quali-Simulationen gilt und Red Bull im Rennen besser aussehen könnte, den müssen wir enttäuschen. Die stärksten Longruns brannte Kimi Antonelli in den Suzuka-Asphalt. Verstappen war bei seinem Dauerlauf im Schnitt anderthalb Sekunden langsamer. Das ist eine Welt. Auch mit Ferrari und McLaren konnte der Niederländer nicht mithalten. Red Bull muss sich eher nach hinten an Haas orientieren. Die US-Renner lagen im Training auf einem vergleichbaren Niveau.

"Das lief nicht besonders gut heute", grummelte Verstappen nach der zweiten Session. "Die Balance stimmt nicht. Uns fehlt der Grip. Das Auto fühlte sich in beiden Trainings komplett unterschiedlich an. Aber beides war nicht gut. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um zu verstehen, warum wir momentan diese großen Probleme haben. Das war einfach kein guter Tag."

Laurent Mekies - Red Bull - GP Japan 2026
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Red-Bull-Piloten können nicht pushen

Schon im Cockpit hatte sich der vierfache Weltmeister bei den Ingenieuren immer wieder über das störrische Verhalten beklagt. Die Folge waren ungewohnt viele Fahrfehler, die man von Verstappen sonst nicht gewohnt ist. Von außen war klar, dass etwas mit seinem Sportgerät nicht stimmen konnte.

"Wir liegen weit zurück. Uns fehlt ordentlich was an Performance", musste auch Teamchef Laurent Mekies zugeben. "Man kann es ja auch an den Kommentaren der Fahrer hören. Wir haben es bisher nicht geschafft, ihnen ein Auto zu geben, mit dem sie ans Limit gehen können. Es gibt gleich mehrere Probleme, die wir noch aussortieren müssen. Durch so eine Phase will man eigentlich nicht. Aber das ist Teil des Spiels."

Verstappen beklagte sich vor allem über ein hartnäckiges Untersteuern. Das Auto schiebt in den Bremsphasen und will einfach nicht einlenken. Mekies musste feststellen: "In den Highspeed-Kurven sieht das Auto besonders schlecht aus. Ich glaube aber nicht, dass es nur an der schlechten Balance liegt. Es gibt einige Aspekte des Autos, die wir noch nicht verstehen. Ich bin sicher, dass es Potenzial gibt, das wir einfach noch nicht herausholen können."

Max Verstappen - Red Bull - GP Japan 2026
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Nur Balance oder grundlegendes Problem?

Der Franzose spornte die Ingenieure an: "Wir müssen so schnell wie möglich die Ursachen dafür finden, warum wir in bestimmten Bereichen limitiert sind. Das war ein frustrierender Tag. Aber es ist nicht das erste Mal, dass wir vor solchen Herausforderungen stehen. Wenn ich mir die Vergangenheit anschaue, dann bin ich zuversichtlich, dass wir schnell wieder in die Spur kommen."

In den letzten Jahren konnte Verstappen das Ruder im Zusammenspiel mit seinen Ingenieuren immer wieder herumreißen. Der Fahrer hat ein gutes Gespür dafür, wie sich das Fahrverhalten ändern muss, um die Performance signifikant zu verbessern. Mit dem RB22 gab es in den ersten beiden Rennen aber noch keine dieser legendären Wunderheilungen.

Mekies gibt die Hoffnung noch nicht auf: "Wenn sich die Fahrer nicht wohlfühlen, verliert man automatisch viel Rundenzeit. Es lässt sich jetzt noch nicht sagen, wie weit wir den Rückstand noch reduzieren können. Wir müssen mal schauen, ob man mit der Balance schon was erreichen kann oder ob es grundlegende Probleme mit dem Auto gibt."

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