In der Formel-1-Saison 2026 wird es keine Safety- und Medical-Cars von Aston Martin mehr geben. Wie die britischen Kollegen von "The Race" berichten, übernimmt Mercedes künftig wieder allein die Bereitstellung der Sicherheitsfahrzeuge in der Königsklasse. Dazu zählen neben dem Safety-Car auch das Auto für den Rennarzt. Damit endet die Kooperation zwischen der Formel 1 und Aston Martin, die seit 2021 bestanden hatte.
Die britische Marke und Mercedes hatten sich in den vergangenen Jahren die Rolle als Safety-Car-Lieferanten geteilt. Während Mercedes diese Aufgabe bereits seit 1996 kontinuierlich wahrnimmt, stieg Aston Martin vor fünf Jahren neu ein. Der Start verlief jedoch nicht ohne Kritik im Formel-1-Paddock. Der zunächst eingesetzte Aston Martin Vantage in der F1-Edition war dem Mercedes-AMG GT Black Series hinsichtlich der Performance deutlich unterlegen.
Der Pace-Unterschied lag auch am Gewicht des Autos. Der Aston Martin war rund 45 Kilogramm schwerer und verfügte über etwa 200 PS weniger Leistung als sein Mercedes-Pendant. Die Formel-1-Piloten wurden damit mehr eingebremst, als es ihnen lieb war. Prominentester Kritiker war Max Verstappen, der den Vantage nach dem Großen Preis von Australien 2022 öffentlich als "Grüne Schildkröte" bezeichnete.

Der Aston Martin Vantage war von 2021 bis 2025 eines der Safety-Cars in der Formel 1.
Kritik der F1-Fahrer sorgt für Updates
Aston Martin reagierte auf die Kritik und überarbeitete das Fahrzeug mehrfach. Zur Saison 2024 kam ein deutlich leistungsstärkerer Vantage zum Einsatz. Dank größerer Turbolader, verbesserter Kühlung und neuer Nockenwellen stieg die Leistung auf 656 PS. Beim Grand Prix der Niederlande 2025 folgte mit dem Vantage S eine weitere Evolutionsstufe. Der 4,0-Liter-V8-Biturbo leistete nun rund 670 PS, ergänzt durch aerodynamische Modifikationen wie einen neuen Heckspoiler und weitere Detailverbesserungen.
Trotz dieser technischen Aufwertung wird Aston Martin sein Engagement als Safety-Car-Lieferant nicht weiterführen. Offiziell nennt der Hersteller keine Gründe. Nach Informationen von The Race könnten bei der Entscheidung wirtschaftliche Aspekte eine Rolle gespielt haben. Eine Stellungnahme des Herstellers steht bislang noch aus.
Abflug in Monza 2024
Negativer Höhepunkt in der Geschichte von Aston Martin als Safety-Car-Lieferant war der Crash in Monza 2024. Am Donnerstag vor dem Grand-Prix-Wochenende in Italien flog Pilot Bernd Mayländer wegen eines technischen Defekts an seinem Aston Martin Vantage in der berühmten Parabolica-Kurve ab. Es war der erste Unfall in der langen Safety-Car-Geschichte des deutschen Rennfahrers.
Ab 2026 nimmt Mercedes-Botschafter Mayländer wieder ausschließlich in einem Modell aus Stuttgart Platz. Die Stern-Marke übernimmt wieder exklusiv die Aufgabe, sowohl Safety-Car als auch Medical-Car für alle Rennen zu stellen. Zum Einsatz soll weiterhin der Mercedes-AMG GT Black Series kommen, der seit 2022 verwendet wird. Zuletzt fuhr er in roter Lackierung mit dem Branding des Sponsors Crowdstrike.
Als Medical Car dient der Mercedes-AMG GT 63 S mit 639 PS. Beim Grand Prix der USA im Oktober 2025 feierte Mercedes offiziell den 500. Grand Prix als Safety-Car-Partner der Königsklasse.












