Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Emilia-Romagna 2022 - Imola Wilhelm
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Vettel nutzt Regen für 4 WM-Punkte in Imola

Vettel nutzt den Regen in Imola Vier Punkte im Aston Martin wie ein Sieg

GP Imola 2022

Der Aston Martin ist kein Auto, in dem man aus eigener Kraft in die Punkte fährt. Da müssen schon Regen, gutes Boxenstopp-Timing und eine fehlerfrei Fahrt mithelfen. Für Sebastian Vettel traten alle drei Faktoren ein.

Aston Martin hat endlich Punkte auf dem Konto. Sebastian Vettel und Lance Stroll lieferten auf den Plätzen 8 und 10 das erste zählbare Resultat ab. Das ist einem Auto wie dem Aston Martin zur Zeit eigentlich gar nicht möglich. Nur der Williams ist unter normalen Bedingungen langsamer. Zum Glück für die britische Nobelmarke waren die Bedingungen in Imola nicht normal. "Der Regen hat uns am Freitag und am Sonntag geholfen", gab Sebastian Vettel nach seinen ersten vier Punkten in dieser Saison zu.

Auf nasser Strecke traten die Defizite des Autos nicht so stark hervor wie bei trockener Fahrbahn. Und da konnte der Fahrer noch den Unterschied ausmachen. Vettel mit seiner Erfahrung, Stroll mit seinen Regenqualitäten. Schon Vettels Aufstieg ins Q3 war ein positiver Ausreißer. "Was das Auto wirklich kann, haben wir beim Sprint am Samstag auf trockener Strecke gesehen", relativierte Vettel die Sternstunde in der Qualifikation. Der vierfache Weltmeister musste vier Positionen abgeben. "Die schnelleren Jungs, die hinter uns gestartet sind, haben uns aufgefressen."

Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Emilia-Romagna 2022 - Imola
xpb
Aston Martin punktete dank Vettel und Stroll doppelt beim Grand Prix der Emilia-Romagna.

Vettel lobt Boxenstopp-Timing

Am Renntag herrschten wieder Verhältnisse wie am Freitag. Schon nach einer Runde hatte Vettel wieder seinen 9. Platz eingenommen, auf dem er in den Sprint gestartet war. Nach dem Ausfall von Fernando Alonso rückte der Ex-Champion noch einen Rang vor. Und den verteidigte er mit einer fehlerlosen Fahrt bis ins Ziel. Er zehrte dabei von dem Fünfsekunden-Polster, das er auf den Intermediates auf Kevin Magnussen herausgefahren hatte.

Vettel lobte die nahezu perfekte Exekution eines Rennens, bei dem es zuerst darum ging, von den schwierigen Bedingungen maximal zu profitieren und dann bei abtrocknender Piste so gut wie möglich zu überleben. "Das Boxenstopp-Timing war gut, auch wenn ich vielleicht noch eine oder zwei Runden früher hätte reinkommen können. Das haben wir diskutiert. Dann wären wir vielleicht vor Bottas geblieben. Wir hatten aber nicht den Speed, ihn zu halten. Solche Entscheidungen sind immer schwierig, weil man sich nie ganz sicher sein kann, wie trocken die Linie wirklich ist."

Sebastian Vettel - GP Emilia Romagna - Imola - 2022
Wilhelm
Sebastian Vettel spielte in Imola seine Erfahrung im Cockpit aus.

Mehr Feedback von der Lenkung

Vettel brachte die Slicks schnell auf Temperatur, was ihn gegen sein direktes Umfeld absicherte. "Und dann haben wir sie gut bis zum Ende konserviert. Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, ob das klappt. Es ging ums Überleben, weil wir wussten, dass unser Auto nicht schnell genug ist. Wir haben die Chance, die uns das Wetter geboten hat, optimal genutzt. Andere haben Fehler gemacht, und wir haben mehr erreicht als mit Auto möglich war. Ich wüsste nicht, was noch besser hätte laufen können."

Vettel verglich das Ergebnis mit einem Sieg. "Ich habe in meiner Karriere Rennen gewonnen, wo ich schlechter gefahren bin. Und aus der Sicht des Teams steckt in dem Ergebnis genauso viel Arbeit drin wie bei den Jungs weiter vorne für einen Sieg oder ein Podium." Teamchef Mike Krack hielt fest: "Wir sind neben Red Bull das einzige Team, das zwei Autos in die Punkte gebracht hat. Der Weg, den wir vor uns haben, ist noch lang, aber das Resultat heute war ein unglaublicher Boost für unsere Mannschaft."

Der Aston Martin AMR22 hat nicht über Nacht das Laufen gelernt. "Wir hatten nichts Neues am Auto, was uns schneller gemacht hätte", erklärte Vettel. Lediglich das Gefühl für die Lenkung ist ein bisschen besser geworden. Das gab etwas mehr Vertrauen. Auch das Bouncing schien nicht mehr ganz so extrem. "Wir haben aber noch keine Lösung dafür parat. Da müssen wir noch ewarten. Deshalb konnten wir auch an der Bodenfreiheit noch nichts ändern. Das Auto ist immer noch schwer zu kontrollieren, selbst auf den Geraden", verrät Vettel.

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