Lewis Hamilton - GP Monaco 2018 Wilhelm
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2018 - Rennen 61 Bilder

Vorschau GP Monaco 2019

Kann Mercedes auch Monte Carlo?

Mit dem GP Monaco steht am Wochenende der erste große Klassiker der Formel-1-Saison 2019 auf dem Programm. Auf dem winkligen Stadtkurs werden die Karten ganz neu gemischt. In unserer Vorschau gibt es die letzten Infos.

Nach dem Tod von Niki Lauda hängt diese Woche ein Schatten über dem Fahrerlager von Monaco. Der Glamour-Grand-Prix trägt Trauer. Einer der langjährigen Hauptdarsteller des Formel-1-Zirkus ist von uns gegangen. Doch wie so oft heißt es auch in diesem Fall am Ende: The show must go on! Lauda hätte es wohl auch nicht anders gewollt.

Sportlich dürfte dem Österreicher gefallen haben, wie seine Silberpfeile in den ersten fünf Rennen des Jahres aufgetrumpft sind. Nach den fünf Doppelsiegen reisen WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton und sein Verfolger Valtteri Bottas auch als klare Favoriten zum Klassiker in Monaco. Für einen weiteren Mercedes-Sieg spricht zudem die Stärke des Autos im winkligen letzten Sektor von Barcelona. Nach der langjährigen Schwäche in engen Kurven fährt der W10 in dieser Disziplin nun plötzlich in einer eigenen Liga.

Die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull sollte die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen. Monaco lässt sich schließlich mit keiner anderen Rennstrecke vergleichen. Für die schnelle Hafenrundfahrt müssen alle Teams ein besonderes Setup wählen. Pirelli bringt die drei weichsten Reifensorten im Programm. Und dann könnte natürlich auch noch das Wetter die gewohnte Reihenfolge durcheinanderbringen. Die ganze Rennwoche sollen Wolken übers Fürstentum ziehen, aus denen bekanntlich jederzeit ein paar Tropfen fallen können.

Die Strecke: Circuit de Monaco

Der GP Monaco ist ein Sonderfall im Grand Prix-Kalender. Das Urgestein unter den Rennen ist gefährlich und eng. Überholen ist fast unmöglich. Jeder Ausrutscher wird hart bestraft. Beim Thema Sicherheit muss die FIA jedes Jahr beide Augen zudrücken. Auslaufzonen sind Mangelware. Bei Kollisionen kommt es regelmäßig zum spektakulären Ping Pong zwischen den Leitplanken.

Weil es auf der schnellen Tunnel-Passage zu gefährlich ist, kommt der DRS-Klappflügel nur auf der Zielgeraden zum Einsatz. Allerdings erwies sich die künstliche Überholhilfe in den vergangenen Jahren als ziemlich ineffektiv. Positionswechsel im Rennen sind fast nur durch die Strategie möglich. Deshalb ist eine gute Runde im Qualifying hier so wichtig wie nirgends sonst im Kalender.

Fast Facts:

  • Rundenlänge: 3,337 km
  • Rundenzahl: 78
  • Renndistanz: 260,286 km
  • Rundenrekord: Max Verstappen – 1:14.260 min (2018)
  • Anzahl Kurven: 19 (8 links / 11 rechts)
  • Distanz von Pole Position bis Kurve 1: 111 m
  • Boxengassen-Zeitverlust: 22 Sekunden (308 m)
  • Top Speed: 296km/h
  • Abtriebslevel: hoch
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Bremsbelastung: mittel
  • Spritverbrauch: niedrig
  • Reifensorten: C3 / C4 / C5
  • DRS-Zonen: 1 – Zielgerade
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent
Pirelli-Grafik - GP Monaco 2019
Pirelli
Pirelli setzt erstmals dieses Jahr die drei weichsten Mischungen an einem Rennwochenende ein.

Setup:

Monaco ist die Strecke mit den geringsten Durchschnittsgeschwindigkeiten, den engsten Kurven und den meisten Lenkbewegungen. Top-Speed zählt hier wenig. Wer den meisten Abtrieb und die beste Traktion besitzt, kommt am schnellsten über die 3,337 Kilometer kurze Runde. Beim Anbremsen zeigen die Autos traditionell die Tendenz zum Untersteuern, was die Ingenieure durch viel Abtrieb an der Front auszugleichen versuchen.

Die vielen Bodenwellen auf den öffentlichen Straßen verlangen auch dem Fahrwerk alles ab. Mehr Bodenfreiheit und eine weichere Abstimmung helfen nicht nur dabei die Schläge abzufedern, es ist auch nützlich für eine gute Traktion aus den vielen langsamen Ecken. Für die enge Loews-Kurve muss die Lenk-Übersetzung speziell angepasst werden. Auch an die Motoren-Mappings müssen die Ingenieure ran: Gefragt sind eine gute Fahrbarkeit und viel Power in unteren Drehzahlen.

Pirelli bringt wie üblich die weichsten Mischungen im Sortiment. Wegen des geringen Verschleißfaktors halten alle Reifen in Monaco eine komplette Renndistanz durch. Das wird dafür sorgen, dass die Piloten am Sonntag so viele Runden wie möglich auf dem C5-Reifen drehen werden. Mehr als einen Stopp gibt es nicht.

Die Upgrades:

Nach dem Update-Festival in Spanien sollte man in Monaco eigentlich nicht viel Neues erwarten. Weil die Autos auf dem Stadtkurs aber stets mit maximalen Abtrieb unterwegs sind, sieht man hier immer wieder interessante Zusatzflügel für Extra-Anpressdruck. Vor allem in Sachen T-Flügel im Heck lassen sich die Ingenieure zum Rennen im Fürstentum regelmäßig etwas Besonderes einfallen.

Bei den Motoren haben die meisten Teams schon in Barcelona vorgelegt. In Monaco sollen nun auch die Ferrari-Kunden von Haas und Alfa Romeo in den Genuss der neuen Antriebseinheiten kommen. Viel versprechen sollten sich die Fahrer nicht davon. Motorleistung spielt in den engen Gassen nur eine Nebenrolle.

Max Verstappen - Formel 1 - GP Monaco 2018
sutton-images.com
Der Fahrer kann in Monaco den Unterschied machen. Max Verstappen zeigte 2018 im Qualifying, wie schnell der Sieg weg sein kann.

Die Favoriten:

Monaco war in den letzten Jahren nicht das bevorzugte Jagdrevier von Mercedes. Mit Daniel Ricciardo (2018) und Sebastian Vettel (2017) jubelte hier zuletzt zweimal in Folge die Konkurrenz. Doch in diesem Jahr stehen die Chancen gut, dass die größte Party nach dem Rennen wieder im Motorhome mit dem Stern auf der Fassade steigt. Red Bull und Ferrari müssen auf schlechtes Wetter oder Wunder-Runden ihrer Piloten im Qualifying hoffen.

Im Mittelfeld erwarten wir dagegen eine größere Verschiebung im Kräfteverhältnis. Weil in Monaco wieder das Thema Reifen in den Vordergrund rückt, befürchten wir Probleme für Haas. Autos, die viel Abtrieb produzieren, wie zum Beispiel der Toro Rosso oder der Renault, sollten wieder etwas stärker auftreten können. Im engen Mittelfeld werden am Ende aber wohl auch die fahrerischen Leistungen den Unterschied ausmachen.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Monaco 2018

Nach seiner Pole Position erwarteten viele Experten, dass Daniel Ricciardo das Monaco-Rennen 2018 mit links gewinnen würde. Doch dann kam der Australier am Sonntag doch etwas mehr ins Schwitzen als geplant. Eine defekte MGU-K sorgte für einen Leistungsverlust von 160 PS. So wurde es für Ricciardo zu einer Verteidigungsschlacht über 78 Runden, die der Mann aus mit Bravour über die Distanz brachte.

Sebastian Vettel klebte seinem früheren Red-Bull-Teamkollegen stets im Heck, konnte aber keinen Angriff starten. Lewis Hamilton versuchte durch einen frühen Boxenstopp Positionen zu gewinnen, was aber nicht gelang. Der spätere Weltmeister musste sich mit Rang 3 begnügen. Max Verstappen landete nur auf Rang 9 nachdem er sich im Qualifying einen Unfall geleistet hatte und vom letzten Platz gestartet war.

Zur Einstimmung zeigen wir Ihnen in der Galerie noch einmal die Bilder des GP Monaco 2018.

Zeitplan GP Monaco 2019

Sitzung Start (MEZ)
Freies Training 1 1. Training – Do. 23. Mai – 11.00 Uhr
Freies Training 2 2. Training – Do. 23. Mai – 15.00 Uhr
Freies Training 3 3. Training – Sa. 25. Mai – 12.00 Uhr
Qualifying Qualifying – Sa. 25. Mai – 15.00 Uhr
Rennen Rennen – So. 26. Mai – 15.10 Uhr
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